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Politik

Annäherung der Inselteile

Zypern-Verhandlungen schon wieder gescheitert

Die Hoffnungen haben sich nicht erfüllt: Die Verhandlungen über eine Wiedervereinigung der geteilten Insel Zypern brachten erneut kein Ergebnis. Die griechischen Zyprer und die Türkei gaben sich gegenseitig die Schuld.

REUTERS

Touristin an der Uno-Pufferzone in Nikosia

Freitag, 07.07.2017   19:41 Uhr

Seit 1974 ist Zypern geteilt - und wird es wohl noch lange bleiben. Denn im schweizerischen Crans-Montana gingen die Gespräche erneut ergebnislos zu Ende.

"Ich bin sehr enttäuscht", sagte Uno-Generalsekretär Antonio Guterres. Seit dem 28. Juni hatten der griechisch-zyprische Präsident Nicos Anastasiades und der Präsident der Türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci, unter Vermittlung der Vereinten Nationen nach einer Lösung für den jahrzehntelangen Konflikt auf der geteilten Mittelmeerinsel gesucht.

Die griechischen Zyprer und die Türkei wiesen sich gegenseitig die Schuld für das Scheitern der Verhandlungen unter Vermittlung der Uno zu. Die griechischen Zyprer hätten leider "nicht die erwartete konstruktive Haltung" gezeigt, sagte der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim in Ankara. Die Türkei werde weiter das internationale Recht nutzen, um "die Rechte ihrer Brüder in Nordzypern zu verteidigen".

Der Sprecher der griechisch-zyprischen Delegation, Nikos Christodoulides, sagte dagegen, "trotz der kolossalen Bemühungen wurde leider kein Fortschritt erreicht wegen des Beharrens der türkischen Seite, das Garantieabkommen, das türkische Interventionsrecht in Zypern und die illegale Präsenz der türkischen Truppen auf der Insel zu bewahren".

Das türkische Militär hatte 1974 den nördlichen Teil der Insel besetzt, nachdem griechische Zyprer in einem Staatsstreich die Macht an sich gerissen hatten, um die Insel an Griechenland anzuschließen. Bis heute sind mehr als 35.000 türkische Soldaten in der nur von Ankara anerkannten Türkischen Republik Nordzypern stationiert.

Ob und wann es nun einen neuen Anlauf bei den Verhandlungen gibt, ist offen. Guterres betonte, die Uno stehe weiterhin als Vermittler zur Verfügung.

als/AFP/dpa

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