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Politik

Allensbach-Studie

Deutsche Eltern halten's konservativ

Mütter arbeiten in Teilzeit oder gar nicht und Väter in Vollzeit: Die meisten deutschen Familien leben so - obwohl vor allem viele Männer sich seit Jahren Veränderung wünschen. Wie kommt das?

DDP

Paar mit Kleinkind: Deutsche Väter wünschen sich mehr Zeit für ihre Kinder

Von
Dienstag, 07.07.2015   11:20 Uhr

Der Papa in Vollzeit, die Mama in Teilzeit oder ganz raus aus dem Beruf - das ist Standard in den meisten deutschen Familien, selbst wenn eine andere Aufteilung zum Beispiel finanzielle Vorteile bringen würde. Dabei wünschen sich vor allem Väter mehr Zeit für ihre Kinder und weniger Stunden im Büro.

Diesen Befund zu deutschen Familien gibt es seit Jahren - und es ändert sich wenig. Der Anteil der Vollzeit arbeitenden Mütter steigt nur langsam, der Vater in Teilzeit ist in deutschen Familien weiterhin ein Exot. Wunsch und Wirklichkeit klaffen hier auseinander.

Die Studie "Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf" vom Institut für Demoskopie Allensbach untersucht diese Entscheidungsprozesse unter Paaren und die Aufteilung zwischen Job und Familie im Detail, befragt wurden 2080 Paare. Auftraggeber ist das Familienministerium. Die wichtigsten Ergebnisse:

Wie teilen Familien Job und Kinder auf?

Mütter in Teilzeit - wer arbeitet wie viel?

Wie treffen Eltern ihre Entscheidung?

Wie beteiligen sich Väter an der Elternzeit?

Was wünschen sich Eltern?

Woran scheitert die Aufteilung?

Was denken Mütter und Väter über Kitas?

insgesamt 144 Beiträge
angelobonn 07.07.2015
1. Immer dieser Wertungen
Kann man diese Zahlen nicht einmal ohne Wertungen neutral präsentieren? Bei einem Modell, dass von 41 % der Familien gelebt wird, zu schreiben, es komme "immer seltener" vor, ist einfach tendenziös. Auch die [...]
Kann man diese Zahlen nicht einmal ohne Wertungen neutral präsentieren? Bei einem Modell, dass von 41 % der Familien gelebt wird, zu schreiben, es komme "immer seltener" vor, ist einfach tendenziös. Auch die Bezeichnung des von den allermeisten Familien als sinnvoll empfunnden Modells als "konservativ" ist eine Wertung. Babys brauchen nunmal in aller erster Linie ihre Mutter. Das bedeutet natürlich nicht, dass der Vater nicht auch wichtig ist und sich so viel als möglich einbringen und beteiligen soll. An die Bedeutung der Mutter wird er aber zumindest in den ersten Monaten und Jahren nicht ran kommen.
Phil2302 07.07.2015
2.
Das wird von Feministinnen nie gesehen - genauso, wie Männer gerne mehr Zeit mit ihrem Kind verbringen möchten, wollen es aber eben auch die Frauen. So lässt sich der Knick in der Karriereleiter erklären: Frauen merken, dass [...]
Das wird von Feministinnen nie gesehen - genauso, wie Männer gerne mehr Zeit mit ihrem Kind verbringen möchten, wollen es aber eben auch die Frauen. So lässt sich der Knick in der Karriereleiter erklären: Frauen merken, dass das Familienleben sehr schön und erstrebenswert ist, und kehren deswegen nicht wieder in die Vollzeitstelle zurück. So, wie macht man das jetzt? #aufschrei oder so? Ach ne, das zählt ja nicht dazu.
mats73 07.07.2015
3. Beide Teilzeit!
der Wunsch ist schon, dass sich beide Elternteile gleich viel ums Kind kümmern. Die Politik ignoriert aber, dass Teilzeit gewünscht ist, damit Beide gleich viel Zeit fürs Kind haben. Die Politik setzt mit Zwang 100% Betreuung [...]
der Wunsch ist schon, dass sich beide Elternteile gleich viel ums Kind kümmern. Die Politik ignoriert aber, dass Teilzeit gewünscht ist, damit Beide gleich viel Zeit fürs Kind haben. Die Politik setzt mit Zwang 100% Betreuung um, und zwingt beide Elternteile in Vollzeit-Arbeit, damit kein Elternteil mehr Zeit für sein Kind hat. (damit diese sozial priviligierten Gutverdiener nicht auch noch durch Liebe und Zeit ihren Kindern einen besseren Start ermöglichen. Stattdessen lieber alle mit Zwang in die staatlichen Verwahranstalten)
Criticz 07.07.2015
4. Männer wünschen sich Veränderungen - interessiert nicht!
richtig, Männer hätten auch gerne "beides", Familie und Beruf- aber die Frauen müssen mit spielen. Und viele, nicht alle, Frauen wissen natürlich, dass man Familie und Beruf am Besten mit einem Teilzeitjob und [...]
richtig, Männer hätten auch gerne "beides", Familie und Beruf- aber die Frauen müssen mit spielen. Und viele, nicht alle, Frauen wissen natürlich, dass man Familie und Beruf am Besten mit einem Teilzeitjob und Kinderbetreuung verwirklichen kann. Väter dürfen dann gerne die "Ernährer" bleiben und haben halt Pech gehabt, wenn sie so wenig von ihren Kindern haben. Gerne auch mit einer Vielzahl von unbezahlten Überstunden, wie kürzlich hier zu lesen. (Auch) deshalb ist das Gejammere von den ständig und überall benachteiligten Frauen absurd und längst von gestern.
TangoGolf 07.07.2015
5. das Problem
der Feministinnen ist doch dieses: sie können sich einfach nicht vorstellen, dass dieses "konservative" Familienbild tatsächlich auch für viele Frauen als ideal betrachtet wird. Das ist der Grund, warum sie trotz der [...]
der Feministinnen ist doch dieses: sie können sich einfach nicht vorstellen, dass dieses "konservative" Familienbild tatsächlich auch für viele Frauen als ideal betrachtet wird. Das ist der Grund, warum sie trotz der Meinungshoheit in den Medien immer auch weltfremd geblieben sind.
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