Schrift:
Ansicht Home:
Politik

Schäubles Schulz-Trump-Vergleich

Gabriel warnt vor Wahlkampf à la USA

Im SPIEGEL vergleicht Wolfgang Schäuble den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz mit Donald Trump. Dem scheidenden Parteichef Sigmar Gabriel geht das zu weit.

DPA

Martin Schulz, Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier (v.l.)

Samstag, 11.02.2017   22:30 Uhr

Angesichts der scharfen Töne aus der Union gegen den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz hat der scheidende sozialdemokratische Parteichef Sigmar Gabriel vor einem Wahlkampf wie in den USA gewarnt. Die "Radikalität, Böswilligkeit und die Unterstellungen", die in den Vereinigten Staaten nicht erst seit der Wahl von Präsident Donald Trump üblich seien, "sollten wir hier in Deutschland nicht einkehren lassen", sagte Gabriel am Samstag in Berlin.

Titelbild

Mehr dazu im SPIEGEL

Heft 7/2017
Merkeldämmerung
Kippt sie?

Gleichzeitig rief er seine Partei auf, nicht in gleicher Münze auf die Attacken aus der Union zu antworten. Die SPD wolle einen "in der Sache klaren und harten Wahlkampf", werde aber von persönlichen Attacken absehen.

Insbesondere Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe ein schlechtes Beispiel geliefert, sagte Gabriel. Schäuble hatte Schulz in einem SPIEGEL-Interview Populismus vorgeworfen und den SPD-Kandidaten dabei mit Trump verglichen.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zu einem fairen und anständigen Umgang aufgerufen und die Kritik Schäubles verurteilt. Schulz mit dem US-Präsidenten Donald Trump zu vergleichen, sei wenig souverän.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann nannte den Vergleich "hanebüchen". Während Schulz für die Demokratie brenne und ein "leidenschaftlicher Europäer" sei, gefährde Trump die US-Demokratie und wolle Europa spalten, sagte Oppermann.

pem/AFP

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP