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Politik

SPD-Wahlkampf

Schulz will Reiche zur Kasse bitten

Der Solidaritätszuschlag für untere und mittlere Einkommen soll abgeschafft, Top-Verdiener stattdessen stärker belastet werden: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat das Steuerkonzept seiner Partei vorgestellt.

AFP

Martin Schulz

Montag, 19.06.2017   12:48 Uhr

Ab dem Jahr 2020 soll der Solidaritätszuschlag für untere und mittlere Einkommen gestrichen und Reiche stärker zur Kasse gebeten werden. Dieses Steuerkonzept für das Wahlprogramm hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz vorgestellt.

Zugleich soll der sogenannte Spitzensteuersatz von 42 Prozent für Ledige erst ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 60.000 Euro greifen und nicht wie bisher bei rund 54.000 Euro. Dies entlaste Arbeitnehmer um weitere zwei Milliarden Euro, heißt es.

Um dies finanzieren zu können, soll der Spitzensteuersatz auf 45 Prozent angehoben werden, der dann ab 76.200 Euro zu versteuerndem Einkommen für einen Single greift. Auch die sogenannte Reichensteuer von drei Prozentpunkten auf den Spitzensteuersatz soll ab 250.000 Euro fix erhoben werden.

"Wir haben solide gerechnet und versprechen nichts, was wir nicht halten können", beteuerte Schulz. Insgesamt beliefen sich die Entlastungen auf 15 Milliarden Euro pro Jahr. Zugleich solle der Bund 30 Milliarden Euro investieren können.

Schulz hatte bereits am Wochenende bekräftigt, dass die Sozialdemokraten Reiche stärker zur Kasse bitten wollen. In der Steuerpolitik gelte der Grundsatz: "Diejenigen, die für ihr Geld arbeiten, dürfen nicht schlechter gestellt werden als diejenigen, die ihr Geld für sich arbeiten lassen", sagte er in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Ihr komplettes Wahlprogramm für die Bundestagswahl will die SPD will am kommenden Sonntag auf ihrem Bundesparteitag in Dortmund verabschieden.

als/dpa

insgesamt 518 Beiträge
Rosenhag 19.06.2017
1.
Das Problem mit der SPD ist, daß sie hinterher vielleicht das Gegenteil macht. Siehe den Wahlkampf gegen die Mwst-erhöhung von 16% auf 17%, und die hinterherige Erhöhung auf 19%.
Das Problem mit der SPD ist, daß sie hinterher vielleicht das Gegenteil macht. Siehe den Wahlkampf gegen die Mwst-erhöhung von 16% auf 17%, und die hinterherige Erhöhung auf 19%.
Semmelbroesel 19.06.2017
2. Damit..
...könnte ich gut leben. :-)
...könnte ich gut leben. :-)
reflektiert_ist_besser 19.06.2017
3. hört sich alles vernünftig an ...
hört sich alles vernünftig an, aber ich bin sicher, dass die Jungs von der Jungen Union sagen werden: wie das alles unsere Nation zerstört. Na, dann jubelt halt weiter die Merkel hoch, die immer wieder Milliarden versenkt.
hört sich alles vernünftig an, aber ich bin sicher, dass die Jungs von der Jungen Union sagen werden: wie das alles unsere Nation zerstört. Na, dann jubelt halt weiter die Merkel hoch, die immer wieder Milliarden versenkt.
ich2010 19.06.2017
4.
danke. jetzt weiss ich wen ich nicht wähle.
danke. jetzt weiss ich wen ich nicht wähle.
orthonormalbürger 19.06.2017
5.
Freu ich mich über das Programm etwas mehr Reichensteuer schadet niemanden :)
Freu ich mich über das Programm etwas mehr Reichensteuer schadet niemanden :)
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