28.01.2007
Frankfurt
Oberbürgermeisterin Petra Roth wiedergewählt
Frankfurt am Main - An der Abstimmung beteiligten sich nur 33,6 Prozent der 435.000 Wahlberechtigten. Das bedeutet einen neuen Tiefstand. 2001 hatte die Beteiligung noch bei 46,1 Prozent gelegen. An der ersten Direktwahl des Stadtoberhaupts 1995 hatten sich noch knapp 56 Prozent der Stimmberechtigten beteiligt.
Die 62-Jährige setzte sich auf Anhieb gegen ihre neun Konkurrenten durch. Laut dem am Abend von der Wahlleitung bekannt gegebenen vorläufigen Endergebnis erreichte Roth 60,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Auf den SPD-Stadtchef und früheren Sozialdezernenten Franz Frey entfielen 27,5 Prozent.
Die übrigen acht Bewerber - darunter von der Linken/WASG, den Freien Wählern und rechten Parteien - kamen zusammen auf zwölf Prozent. Grüne und FDP hatten keinen eigenen Kandidaten aufgestellt. Die Liberalen unterstützten stattdessen Roth. Die Grünen, die mit der CDU im Stadtparlament eine Koalition bilden, gaben ihren Anhängern keine offizielle Empfehlung. Führende Grünen-Politiker sprachen sich gleichwohl für Roth aus.
Roth steht seit 1995 an der Spitze der Stadtverwaltung von Frankfurt am Main und wurde 2001 zum ersten Mal im Amt bestätigt. Bereits in den Umfragen der vergangenen Wochen hatte die populäre CDU-Politikerin, deren Partei seit einem dreiviertel Jahr mit den Grünen im Stadtparlament eine Koalition bildet, weit in Führung gelegen. Wegen der erwarteten niedrigen Wahlbeteiligung blieb jedoch ungewiss, ob Roth auf Anhieb mehr als 50 Prozent erreichen würde oder in eine Stichwahl musste.
jto/ddp