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12.03.2011
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Terrorismus

Pakistan-Rückkehrer kommt vor Gericht

Die Bundesanwaltschaft hat nach Informationen des SPIEGEL Anklage gegen den Hamburger Islamisten Rami M. erhoben. Er war nach einem Pakistan-Aufenthalt festgenommen worden - und ist ein wichtiger Kronzeuge für deutsche Ermittler.

Hamburg - Gegen den aus Deutschland stammenden Islamisten Rami M., 25, hat die Bundesanwaltschaft jetzt Anklage erhoben. Sie wirft ihm vor, von Mai 2009 bis Juni 2010 Mitglied von al-Qaida gewesen zu sein. "Ich war in Waziristan bei den Terroristen gebunden", gibt der Angeklagte zu. Der Prozess findet vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main statt und wird wohl nur von kurzer Dauer sein - denn Rami M. ist zu einem der wichtigsten Kronzeugen der Ermittler geworden. Seine Angaben über geplante Anschläge haben mit dazu geführt, dass der damalige Innenminister Thomas de Maizière im vergangenen November die Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland drastisch verschärfte.

Vor allem die Berichte über Scheich Younis al-Mauretani, laut Rami M. der "Außenminister" von al-Qaida, interessieren die Ermittler. Der Scheich habe ihm im Frühsommer 2010 erklärt, dass al-Qaida seit dem 11. September 2001 dazugelernt habe. "Das, was wir im Kopf haben, da kommt nicht mal der Teufel drauf", habe Younis gesagt. Er soll sich einen großen Plan für Europa ausgedacht haben, erzählt der Aussteiger M. Zu dem Szenario gehörten angeblich auch die Paketbomben aus dem Jemen, die Ende Oktober abgefangen wurden. Der Scheich habe Rami M. zurück nach Deutschland schicken wollen, wo er 20.000 Euro pro Halbjahr für al-Qaida sammeln sollte.

Der in Frankfurt am Main geborene Sohn eines Syrers hatte als Kleinkrimineller Karriere gemacht, bevor er nach Waziristan ging. 13 Kampfgefährten habe er dort verloren, teilte er damals per Chat seiner in Deutschland gebliebenen Frau mit. Ende Juni 2010 beschloss er, in die Bundesrepublik zurückzukehren. Pakistanische Sicherheitskräfte fingen ihn auf dem Weg in die deutsche Botschaft in Islamabad ab und setzen ihn später in ein Flugzeug nach Frankfurt. Seitdem sitzt er in Weiterstadt im Gefängnis. Von al-Qaida hat er sich offenbar losgesagt. In einem Brief an die Bundesanwälte schrieb er: "Ich habe einen Fehler begangen und bereue es zutiefst."

Forum

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insgesamt 2 Beiträge
1. Hilfe für Rami...
oommaa 12.03.2011
.. Rami hat's doch gesagt, "er hat einen Fehler begangen", klar doch Rami, ein Fehler ist es auch ein sagen wir zum Beispiel: Brötchen zu klauen, nur im Unterschied zu einem terroristisch, islamistisch befindlichen [...]
Zitat von sysopDie Bundesanwaltschaft hat nach Informationen des SPIEGEL Anklage gegen*den Hamburger*Islamisten Rami M. erhoben. Er war nach einem Pakistan-Aufenthalt festgenommen worden -*und ist ein wichtiger Kronzeuge für deutsche Ermittler. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,750540,00.html
.. Rami hat's doch gesagt, "er hat einen Fehler begangen", klar doch Rami, ein Fehler ist es auch ein sagen wir zum Beispiel: Brötchen zu klauen, nur im Unterschied zu einem terroristisch, islamistisch befindlichen Fehler tut dieser der Allgemeinheit kaum schmerzen zufügen. Aber Du Rami musstest ja ab in den Heiligen Krieg, um Christen & Atheisten zu meucheln, eben jene welche eine zivilisierte demokratische Welt geschaffen haben, mithilfe derer Freiheiten ihr eure kruden steinzeitlichen Werte uns aufbürden wollt, nee wollen wir nicht. Lasst uns zusammenleben, nur eben jeder an seinem Platz, gelle. Wir haben hier unter uns schon genug streitbare alltägliche Problem zu bewältigen, also haltet uns nicht auf, auch unsere Zeit hat hat ihren Preis.
2. Informationen aus dem al-Qaida-Innenleben
hierro 13.03.2011
Der Hamburger Islamist, der sicherlich viele Jahre auf dem religiösen Irrweg war, hat sein Schlupfloch noch erkannt: Auspacken hilft dem Aussteiger weiter. Wie kann man auch nur Mitglied von al-Qaida werden, wenn man selbst als [...]
Zitat von sysopDie Bundesanwaltschaft hat nach Informationen des SPIEGEL Anklage gegen*den Hamburger*Islamisten Rami M. erhoben. Er war nach einem Pakistan-Aufenthalt festgenommen worden -*und ist ein wichtiger Kronzeuge für deutsche Ermittler. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,750540,00.html
Der Hamburger Islamist, der sicherlich viele Jahre auf dem religiösen Irrweg war, hat sein Schlupfloch noch erkannt: Auspacken hilft dem Aussteiger weiter. Wie kann man auch nur Mitglied von al-Qaida werden, wenn man selbst als Kleinkrimineller gut in einer Industriegesellschaft leben kann? Die Bundesanwaltschaft braucht noch viele solche Kronzeugen, um mehr über das Innenleben dieses kriminellen Gebildes al-Qaida zu erfahren. Es wäre zu wünschen, dass alle jene Muslime, die sich in Deutschland auch in Zukunft für den Steinzeit-Islamismus entscheiden, brutales Handeln gegen die Ungläubigen als oberstes Ziel sehen und sich al-Qaida anschließen, später in die Hände deutscher Ermittler gelangen.

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