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08.07.2011
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Arbeitende Mütter

Union plant Zuschuss zur Haushaltshilfe

Haushaltshilfe: Unionspolitiker planen Zuschüsse
DPA

Haushaltshilfe: Unionspolitiker planen Zuschüsse

Die Union im Bundestag will offenbar neue Wege gehen, um Müttern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern: Sie plant laut einem Zeitungsbericht einen Zuschuss zur Bezahlung von Haushaltshilfen - allerdings nur für einen befristeten Zeitraum. 

Dortmund/Berlin - Arbeiten gehen, Kinder erziehen, Haushalt wuppen. Der Arbeitstag für berufstätige Mütter ist oft extrem lang. Denn nach wie vor, das belegen entsprechende Untersuchungen, bleibt in vielen Familien der größere Teil der Hausarbeit an den Frauen hängen. Nach dem Job warten noch die Wäsche, der Einkauf und die Kinder wollen auch bespaßt und ins Bett gebracht werden. Für viele Frauen ist diese Doppelbelastung keine verlockende Aussicht - und die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt damit nicht der größte Wunsch, zumindest wenn sie es sich leisten können.

An diesem Punkt will nun offenbar die Union im Bundestag ansetzen. Einem Bericht der "Ruhr Nachrichten" zufolge will sie Müttern den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern, indem sie Erleichterungen für das Privatleben schafft. Sie plane dazu einen staatlichen Zuschuss für die Entlohnung von Haushaltshilfen, schreibt die Zeitung.

Das Bundesfamilienministerium bestätigt entsprechende Pläne. Ministerin Kristina Schröder hat sich in den vergangenen Monaten bereits entsprechend geäußert. "Momentan laufen die parlamentarischen Gespräche", erläutert Sprecherin Charlotte Cary von Buttlar. Sobald diese abgeschlossen seien, werde die Ministerin der Öffentlichkeit konkrete Vorschläge präsentieren.

Dem Zeitungsbericht zufolge soll es den Zuschuss nicht unbegrenzt geben. Die Förderung der haushaltsnahen Dienstleistungen für Wiedereinsteigerinnen solle so ausgestaltet werden, "dass der Anspruch pro Frau auf 18 Monate beschränkt ist und eine Förderung in Höhe ca. 6 Euro pro in Anspruch genommener Dienstleistungsstunde gewährt wird", zitiert das Blatt aus einem ihm vorliegenden Antragsentwurf der CDU- CSU-Fraktion, der nun mit der FDP abgestimmt werden solle.

Den Plänen zufolge solle die Förderung "auf Basis von Gutschein- bzw. Guthabenmodellen" erfolgen. In einer ersten Stufe solle sie sich auf Frauen beschränken, "die nach einer längeren Erwerbsunterbrechung vor der Herausforderung stehen, den beruflichen Wiedereinstieg zu organisieren".

Die Erfahrungen sollten in einer zweiten Stufe genutzt werden, um den Adressatenkreis zu erweitern, "insbesondere auf Familien mit mehreren Kindern unter 14 Jahren oder Haushalte, in denen die Frau als Familienernährerin besondere Belastungen schultern muss". In Deutschland seien 5,6 Millionen Frauen im Alter zwischen 25 und 59 Jahren nicht berufstätig. "Viele von ihnen möchten nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung gerne wieder erwerbstätig sein", heiße es in dem Antrag.

ler/dpa

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insgesamt 52 Beiträge
1. Ist doch schön...
sappelkopp 08.07.2011
...dass wir wieder etwas zu verteilen haben, die Begehrlichkeiten schießen ja wie Pilze aus dem Boden. Schön auch, dass dies wieder - wie viele andere Transferleistungen - ein Grund für Arbeitgeber sein wird, noch geringere [...]
...dass wir wieder etwas zu verteilen haben, die Begehrlichkeiten schießen ja wie Pilze aus dem Boden. Schön auch, dass dies wieder - wie viele andere Transferleistungen - ein Grund für Arbeitgeber sein wird, noch geringere Löhne anzubieten - leutselig wird es heißen: "Na, sie bekommen ja noch was vom Staat!" Im Hamburger Raum arbeiten Putzfrauen und Bürokräfte jetzt schon für 6,50 Euro die Stunde. Danke Deutschland!
2. Und welche Frau hat was davon?
yettiz 08.07.2011
Natürlich die eh Geld haben, eine 'normale' Familie wird sich kaum eine Haushaltshilfe leisten können, und somit sind die die es am nötigisten hätten wieder aussenvor. Das Frauen unterstützt werden finde ich Okay, aber nicht mit [...]
Natürlich die eh Geld haben, eine 'normale' Familie wird sich kaum eine Haushaltshilfe leisten können, und somit sind die die es am nötigisten hätten wieder aussenvor. Das Frauen unterstützt werden finde ich Okay, aber nicht mit Zuschüssen für Haushaltshilfen, lieber mit Gutscheinen für Gesundheit oder Freizeit (Schwimmbad, Fitnessstudio, Massagen, Museum, Kultur ...).
3.
lodermulch 08.07.2011
na, endlich mal eine gute idee von schwatz-geld ; jedenfalls voll in die lebenswirklichkeit der unteren einkommensschichten gegriffen. bei 6€/h förderung verbleibt nur noch ein rest von ca. 7€/h inkl. steuern und sozialabgaben, [...]
na, endlich mal eine gute idee von schwatz-geld ; jedenfalls voll in die lebenswirklichkeit der unteren einkommensschichten gegriffen. bei 6€/h förderung verbleibt nur noch ein rest von ca. 7€/h inkl. steuern und sozialabgaben, den schultert mutti von ihrem "650€ netto" job bei schlecker doch mit links!
4. Tolle Idee...
peter-wdc 08.07.2011
Da werden sich dann wohl viele Geringqualifizierte lieber gegenseitig im Haushalt helfen, als für 5 Euro pro Stunde in Billiglohnfirmen arbeiten zu gehen. Oder ist das ganze wieder nur für unsere grün-emanzipierten [...]
Zitat von sysopDie Union im Bundestag will offenbar neue Wege gehen, um Müttern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern: Sie plant laut einem Zeitungsbericht einen Zuschuss zur Bezahlung von Haushaltshilfen - allerdings nur für einen befristeten Zeitraum.* http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,773108,00.html
Da werden sich dann wohl viele Geringqualifizierte lieber gegenseitig im Haushalt helfen, als für 5 Euro pro Stunde in Billiglohnfirmen arbeiten zu gehen. Oder ist das ganze wieder nur für unsere grün-emanzipierten Besserverdiener/Innen gedacht?
5. Subventionierung besserverdienender Rabenmütter
Jurx 08.07.2011
Es ist unglaublich, zu welchen Auswüchsen der Subventionierungswahn in diesem Land führt: Jetzt plant die Union schon eine Subventionierung von besserverdienenden Rabenmüttern, die lieber einem gutbezahlten Job nachgehen, statt [...]
Zitat von sysopDie Union im Bundestag will offenbar neue Wege gehen, um Müttern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern: Sie plant laut einem Zeitungsbericht einen Zuschuss zur Bezahlung von Haushaltshilfen - allerdings nur für einen befristeten Zeitraum.*
Es ist unglaublich, zu welchen Auswüchsen der Subventionierungswahn in diesem Land führt: Jetzt plant die Union schon eine Subventionierung von besserverdienenden Rabenmüttern, die lieber einem gutbezahlten Job nachgehen, statt sich um ihren Nachwuchs zu kümmern, und für die als Hausarbeit eingesparten Stunden wird eine billige Putze engagiert - auf Steuerzahlers Kosten! Für Wiedereinsteigerinnen am unteren Ende der Lohnskala ist das wohl eher nichts.

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