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25.02.2012
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Landesparteitag

Informatiker Semken ist neuer Chef der Hauptstadt-Piraten

DPA

Neuer Hauptstadt-Piratenchef Semken: Nachfolger für Gerhard Anger

Die Berliner Piraten haben einen neuen Vorsitzenden gewählt: Der Informatiker Semken folgt Gerhard Anger nach. Anger hatte zuvor überraschend seine Kandidatur zurückgezogen - die "emotionale Belastung" war ihm zu groß.

Berlin - Hartmut Semken ist neuer Vorsitzender der Berliner Piraten. Auf einem Landesparteitag wurde der Diplomingenieur zum Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Gerhard Anger gewählt. Der 1965 geborene Semken setzte sich mit 53,3 Prozent der Stimmen klar gegen die drei Mitbewerber Katja Dathe, Malte Jan Kaffenberger und Lasse Kosiol durch.

Der bisherige Vorsitzende Anger hatte zum Auftakt des Parteitags überraschend seinen Rückzug erklärt. Der 36-jährige leitende Angestellte einer Software-Firma begründete den Schritt mit einem "enormen Druck", der auf diesem Amt laste. Dem könne er nicht mehr standhalten.

"Ich ertrage diese emotionale Belastung nicht", sagte Anger. Deshalb kandidiere er nicht für eine weitere Amtszeit. "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut", sagte er. Die mehreren hundert Parteimitglieder im Saal reagierten auf die überraschende Ankündigung mit großem Beifall.

Anger war seit Anfang 2011 Vorsitzender der Berliner Piraten. Er führte den Landesverband in die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im vergangenen September. Dort erzielten die Piraten ein Ergebnis von 8,9 Prozent und zogen erstmals in ein deutsches Landesparlament ein.

anr/dpa/dapd

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insgesamt 11 Beiträge
1. Och Spiegel....
BlaCk0uT 25.02.2012
Lieber Spiegel, es war NICHT ausschließlich Gerhard Anger. Es waren die Piraten und ihre Helfer, deren größtenteils freiwilliges finanzielles, kreatives und zeitliches Engagement, die einen Wahlkampf aus dem Nichts [...]
Zitat von sysopDPADie Berliner Piraten haben einen neuen Vorsitzenden gewählt: Der Informatiker Semken folgt Gerhard Anger nach. Anger hatte zuvor überraschend seine Kandidatur zurückgezogen - die "emotionale Belastung" war ihm zu groß. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,817546,00.html
Lieber Spiegel, es war NICHT ausschließlich Gerhard Anger. Es waren die Piraten und ihre Helfer, deren größtenteils freiwilliges finanzielles, kreatives und zeitliches Engagement, die einen Wahlkampf aus dem Nichts heraus gerissen haben. Und das in einer großartigen Art und Weise. In der Piratenpartei gilt nicht das Prinzip "Vorstand sagt, Basis hat zu folgen" Auch HaSe wird nicht alleine sein und er wird der Partei auch nicht die politische Richtung vorgeben, denn im Gegensatz zu dem üblichen Parteienfilz, macht das bei uns die Basis! Danke für die Aufmerksamkeit
2. Frage
zabbel 25.02.2012
Darf bei den Piraten jeder Abgeordnete abstimmen wie er will oder wird so abgestimmt wie die Partei beschliesst?
Zitat von BlaCk0uTLieber Spiegel, es war NICHT ausschließlich Gerhard Anger. Es waren die Piraten und ihre Helfer, deren größtenteils freiwilliges finanzielles, kreatives und zeitliches Engagement, die einen Wahlkampf aus dem Nichts heraus gerissen haben. Und das in einer großartigen Art und Weise. In der Piratenpartei gilt nicht das Prinzip "Vorstand sagt, Basis hat zu folgen" Auch HaSe wird nicht alleine sein und er wird der Partei auch nicht die politische Richtung vorgeben, denn im Gegensatz zu dem üblichen Parteienfilz, macht das bei uns die Basis! Danke für die Aufmerksamkeit
Darf bei den Piraten jeder Abgeordnete abstimmen wie er will oder wird so abgestimmt wie die Partei beschliesst?
3.
sacridex 25.02.2012
Ja, es darf jeder abstimmen wie er will(nach bestem Wissen und Gewissen).
Zitat von zabbelDarf bei den Piraten jeder Abgeordnete abstimmen wie er will oder wird so abgestimmt wie die Partei beschliesst?
Ja, es darf jeder abstimmen wie er will(nach bestem Wissen und Gewissen).
4. Also
zabbel 25.02.2012
Das kann dann soweit gehen dass im Parlament genau das Gegenteil von dem was die Partei will vertreten wird. Wenn ich die Partei wählen soll muss ich mich drauf verlassen können dass auch das unterstützt wird was im [...]
Zitat von sacridexJa, es darf jeder abstimmen wie er will(nach bestem Wissen und Gewissen).
Das kann dann soweit gehen dass im Parlament genau das Gegenteil von dem was die Partei will vertreten wird. Wenn ich die Partei wählen soll muss ich mich drauf verlassen können dass auch das unterstützt wird was im Programm steht.
5.
sacridex 25.02.2012
Ach und wenn eine Partei kollektiv dank Fraktionszwang gegen ihr Programm stimmt ist das besser? Gab es ja genügend Beispiele in jüngster Zeit(Atomausstieg, Mindestlohn, etc.). Wenn du Piraten wählst, weißt du von [...]
Zitat von zabbelDas kann dann soweit gehen dass im Parlament genau das Gegenteil von dem was die Partei will vertreten wird. Wenn ich die Partei wählen soll muss ich mich drauf verlassen können dass auch das unterstützt wird was im Programm steht.
Ach und wenn eine Partei kollektiv dank Fraktionszwang gegen ihr Programm stimmt ist das besser? Gab es ja genügend Beispiele in jüngster Zeit(Atomausstieg, Mindestlohn, etc.). Wenn du Piraten wählst, weißt du von vorneherein, dass es keinen Fraktionszwang gibt. Im übrigen kann auch bei anderen Parteien jemand jederzeit stimmen wie er will. Einen tatsächlichen Fraktionszwang gibt es nämlich nicht, das wäre verfassungswidrig. eEn Abgeordneter hat IMMER nach besten Wissen und Gewissen selbst zu entscheiden!

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