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11.05.2012
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Schleswig-Holstein

Ein Schritt weiter zur Dänen-Ampel

Spoorendonk und Stegner: "keine Sollbruchstellen"
DPA

Spoorendonk und Stegner: "keine Sollbruchstellen"

Die Regierungsbildung in Schleswig-Holstein kommt voran. Die SPD absolvierte ihr zweites Sondierungsgespräch - diesmal mit dem Südschleswigschen Wählerverband. Anschließend zeigten sich beide optimistisch. Die Dänen-Ampel wird damit immer wahrscheinlicher.

Kiel - Die Sondierungen für ein Dreierbündnis aus SPD, Grünen und Südschleswigschen Wählerverband (SSW) kommen voran. Auch bei einem ersten Treffen zwischen Spitzenvertretern von SPD und SSW am Freitag habe ein hohes Maß an Übereinstimmung geherrscht, sagte ein SPD-Parteisprecher in Kiel. SPD-Landeschef Ralf Stegner und die SSW-Fraktionsvorsitzende Anke Spoorendonk zeigten sich nach dem rund zweieinhalbstündigen Treffen sehr zuversichtlich, mit den Grünen ein Dreier-Bündnis schmieden zu können.

Am Donnerstag waren bereits SPD und Grüne zu einer ersten Sondierung zusammengekommen, nach der sich beide Seiten ebenfalls optimistisch gezeigt hatten.

Es zeichne sich ab, dass die Verhandlungsführer von SPD, Grünen und SSW ihren Parteien in der kommenden Woche die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen empfehlen würden, sagte der Sprecher. Auch zwischen SPD und SSW, der Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein, seien keine "Sollbruchstellen" erkennbar geworden, die gegen das geplante Dreierbündnis sprächen. "Wir hatten ein sehr freundschaftliches Gespräch mit dem SSW", sagte Stegner.

Man habe über alle Themen der Landespolitik gesprochen: "Wir haben sehr viele Gemeinsamkeiten, nicht nur in unseren Partei- und Regierungsprogrammen, sondern auch in dem Gespräch wiedergefunden." Er sei "außerordentlich optimistisch".

SPD und SSW bekannten sich dazu, die in der Verfassung vorgeschriebene Schuldenbremse einzuhalten. Strukturelle Mehrausgaben müssten durch strukturelle Mehreinnahmen gedeckt werden. In der Bildungspolitik ziehen SPD und SSW laut Stegner an einem Strang. Stegner bekräftigte vor dem Gespräch das Wahlversprechen der SPD, die Kürzungen für die dänischen Schulen wieder zurückzunehmen.

Hauchdünne Mehrheit

Nach der schleswig-holsteinischen Landtagswahl vom vergangenen Sonntag wollen die drei Parteien eine Koalition bilden, die im neuen Landtag aber nur eine Mehrheit von einer Stimme hätte. Das auch "Dänen-Ampel" genannte Bündnis würde die CDU/FDP-Koalition ablösen, die seit 2009 in Kiel regiert.

Am Freitagnachmittag wollten auch Grüne und SSW zu einem Sondierungsgespräch zusammenkommen. Am Montag treffen sich die Vertreter von SPD, Grünen und SSW in Kiel noch einmal zu einer abschließenden gemeinsamen Runde, um die Chancen für ein Bündnis auzuloten. Am Montag und Dienstag wollen die zuständigen Gremien der Parteien dann über die Aufnahme formeller Koalitionsverhandlungen entscheiden.

ler/AFP/dpa

Forum

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insgesamt 6 Beiträge
1. Dänenampel?
wrzbrm 11.05.2012
kann mir jemand erklären, warum in fast allen Medien und auch von spon die angestebte Koalition Dänenampel genannt wird. Schleswig-Holstein soll weder von Dänen regiert werden, noch wird der SSW die angestebte Regierung [...]
kann mir jemand erklären, warum in fast allen Medien und auch von spon die angestebte Koalition Dänenampel genannt wird. Schleswig-Holstein soll weder von Dänen regiert werden, noch wird der SSW die angestebte Regierung dominieren. Der Begriff ist nur Wasser auf die Mühlen der ewiggestrigen Grabenkämpfer im ehem. Grenzlandkonflikt
2. kein Titel!
friedrich_eckard 11.05.2012
Albig wird bei der Wahl zum Ministerpräsidenten durchfallen. Warum? Ich verweise zunächst auf diesen Beitrag Europäischer Fiskalpakt: Trittin droht mit Scheitern - n-tv.de [...]
Albig wird bei der Wahl zum Ministerpräsidenten durchfallen. Warum? Ich verweise zunächst auf diesen Beitrag Europäischer Fiskalpakt: Trittin droht mit Scheitern - n-tv.de (http://www.n-tv.de/politik/Trittin-droht-mit-Scheitern-article6226421.html) Jetzt muss ich etwas ausholen: - Koalitionsverträge auf Länderebene enthalten immer die Klausel, dass sich bei Nichteinigung der Koalitionspartner das Land im Bundesrat stimmenthält, was diesselbe Wirkung wie ein "Nein"-Votum hat. - Der Fiskalpakt bedarf im Bundesrat einer 2/3 - Mehrheit, d.h. 46 Ja-Stimmen von insgesamt 69. Derzeit könnten die GRÜNEN erzwingen, dass sich Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bremen im Bundesrat enthalten. Dazuzuzählen wäre das SPD/LINKE regierte Brandenburg. Das wären derzeit 17 von 69 Stimmen. Im wahrscheinlichen Falle eines rot-grünen Wahlerfolges in NRW erhöhte sich diese Zahl auf 23, das reichte immer noch nicht. Kommen allerdings die vier Bundesratsstimmen S.-H. noch dazu, hätten GRÜNE und LINKE gemeinsam eine unüberwindliche Sperrminorität im Bundesrat, sie könnten jede Verfassungsänderung verhindern und den Fiskalpakt natürlich auch. Woraus folgt, dass in S.-H. auf Biegen und Brechen eine schwarzrote Koalition erzwungen werden muss. Dass sich in solchen Fällen der/die benötigte Lump/in - denn es reicht hier ja schon eine/r - in Reihen der SPD immer findet, weiss man spätestens seit dem erfolgreichen Heckenschützenangriff auf Andrea Ypsilanti.
3. Sie vergessen...
Woogpirat 11.05.2012
dass da einige Piraten im Landtag sitzen, von denen die eine oder andere Stimme FÜR den neuen (SPD-) Ministerpräsidenten kommen könnte/wird - mal sehen...
dass da einige Piraten im Landtag sitzen, von denen die eine oder andere Stimme FÜR den neuen (SPD-) Ministerpräsidenten kommen könnte/wird - mal sehen...
4. Diddl in Heidelberg verloren
randhesse 12.05.2012
Woraus folgt: Eine Verschwörungstheorie _kann_ gar nicht "bananig genug" sein, wenn ein "politisches Bedürfnis" dahintersteht. Wenn der "Quartalsirre" von der FDP nicht mehr für die [...]
Zitat von friedrich_eckardAlbig wird bei der Wahl zum Ministerpräsidenten durchfallen. (-snip-) - Der Fiskalpakt bedarf im Bundesrat einer 2/3 - Mehrheit, d.h. 46 Ja-Stimmen von insgesamt 69. (-snip-) Woraus folgt, dass in S.-H. auf Biegen und Brechen eine schwarzrote Koalition erzwungen werden muss. Dass sich in solchen Fällen der/die benötigte Lump/in - denn es reicht hier ja schon eine/r - in Reihen der SPD immer findet, weiss man spätestens seit dem erfolgreichen Heckenschützenangriff auf Andrea Ypsilanti.
Woraus folgt: Eine Verschwörungstheorie _kann_ gar nicht "bananig genug" sein, wenn ein "politisches Bedürfnis" dahintersteht. Wenn der "Quartalsirre" von der FDP nicht mehr für die "Folklore" zu gebrauchen ist, müssen mal wieder die "Heidemörder" 'ran. Und am Ende war's dann Stegner. Der "bestgetarnte" Bankenfreund von allen. Ja, nee, is' klar, _wie immer_, eigentlich. Ach ja, ich vergaß! Vielen Dank auch für den: ---Zitat--- wahrscheinlichen Fall(e) eines rot-grünen Wahlerfolges in NRW ---Zitatende--- "Ohne den" wäre Ihre VT ja _noch_ erbärmlicher. Und NRW hat _wahrlich_ besseres verdient, als vom "Regen Rüttgers" in die "Traufe Röttgen" zu geraten. "Schwache Komiker" hat das Land, von Guido Cantz über Frau A. Frier bis Ralf Schmitz und Bernd Stelter, schon mehr als genug. Da braucht's keine weiteren "Politblödel" aus dem Rheinland als Zugabe. Die sollen sich lieber weiter am Karneval, und an Großstädten ohne "satisfaktionsfähigen" Fußballverein abarbeiten. ;) (Disclaimer: Mönchengladbach "zählt zu der Gegend", hat einen _ernstzunehmenden_ Fußballclub, aber der "Großstadtstatus" ist 'eher Fragwürdig'! ) Lieber "mehr Kraft" aus dem Ruhrgebiet. Wenn ich mir das, als "so gerade eben noch Westfale", mal als Wunsch "herausnehmen" darf. ;)
5.
backstabber1987 12.05.2012
Man sollte nicht überall (rechte) Windmühlen sehen. Der Begriff "Dänenampel" ist einfach zur Abgrenzung zur "Ampel" aus SPD-Grünen-FDP. Was natürlich auch insofern komisch ist, dass der SSW als [...]
Zitat von wrzbrmkann mir jemand erklären, warum in fast allen Medien und auch von spon die angestebte Koalition Dänenampel genannt wird. Schleswig-Holstein soll weder von Dänen regiert werden, noch wird der SSW die angestebte Regierung dominieren. Der Begriff ist nur Wasser auf die Mühlen der ewiggestrigen Grabenkämpfer im ehem. Grenzlandkonflikt
Man sollte nicht überall (rechte) Windmühlen sehen. Der Begriff "Dänenampel" ist einfach zur Abgrenzung zur "Ampel" aus SPD-Grünen-FDP. Was natürlich auch insofern komisch ist, dass der SSW als dominierende Farbe blau hat ;) Außerdem soll ja ein Minister vom SSW bestellt werden... Aber haben Recht, der Begriff Dänenampel ist etwas unglücklich und kommt wohl noch aus der Zeit, als Franz Joseph Strauss große Hetze aus Bayern Richtung SH geschickt hat, dass "SH doch nicht von einem Dänen regiert werden darf!". Glaube allerdings, dass das heute niemand mehr so sieht (außer vielleicht der CDU Landesverband in SH, der seine Regierung einbüßen musste ;) )

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