25.05.2012
Deutschlandtrend
FDP überspringt Fünfprozenthürde
Rösler und NRW-Spitzenkandidat Lindner: Bundesweit im Aufwind
Köln - Erfolg macht offenbar doch sexy: Die FDP profitiert laut einer Umfrage auch bundesweit von ihren Erfolgen bei den Abstimmungen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen, wo jeweils der Sprung in die Landtage geschafft wurde. Denn die Liberalen kommen nach dem "Deutschlandtrend" wieder auf fünf Prozent. Vor den beiden Wahlen waren es noch vier Prozent für die Partei um Philipp Rösler gewesen.
Auch die Sozialdemokraten legten um einen Prozentpunkt zu und kamen auf 29 Prozent. CDU/CSU und Grüne verloren dagegen jeweils einen Prozentpunkt und erreichten 33 sowie 13 Prozent. Damit liegen SPD und Grüne in der Wählergunst vier Prozentpunkte vor Schwarz-Gelb.
Die Piratenpartei würde weiterhin mit elf Prozent in den Bundestag einziehen. Die Linken, bei denen zurzeit ein Machtkampf tobt, liegen bei sechs Prozent. 70 Prozent der Bürger glauben, dass es die Partei nach ihrem Scheitern bei mehreren Landtagswahlen nicht mehr schafft, neue Anhänger zu gewinnen. Nur 22 Prozent meinen, dass noch eine Trendwende geschafft werden kann.
58 Prozent der Deutschen sprechen sich für die Einhaltung des Sparprogramms der Fiskalunion aus. 29 Prozent wünschen sich, dass die Euro-Länder Wachstumsprogramme auflegen, um die allgemeine Wirtschaftslage in Europa zu verbessern.
Infratest dimap befragte für die Erhebung den Angaben zufolge am Montag und Dienstag 1000 Bundesbürger.
als/dapd/Reuters