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07.06.2012
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Herdprämie

Hamburgs Bürgermeister prüft Verfassungsklage

Scholz: Bund hat für Betreuungsgeld keine Gesetzgebungskompetenz
DPA

Scholz: Bund hat für Betreuungsgeld keine Gesetzgebungskompetenz

Die Kritik hält an: Gerade erst hat die Ministerrunde das umstrittene Betreuungsgeld abgesegnet - nun lässt Hamburgs Bürgermeister eine Verfassungsklage gegen die Entscheidung prüfen. Auch Koalitionspolitiker pochen auf Änderungen.

Berlin/Hamburg - Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz macht Ernst: Nach dem Kabinettsbeschluss zur Einführung des umstrittenen Betreuungsgelds lässt der SPD-Politiker eine Verfassungsklage prüfen. "Wir halten es für sehr wahrscheinlich, dass der Bund für das Betreuungsgeld keine Gesetzgebungskompetenz hat. Die existiert nämlich nur, wenn es Bedarf für eine bundeseinheitliche Regelung gibt", begründete Scholz am Donnerstag im "Hamburger Abendblatt" die rechtliche Prüfung einer Klage gegen das Gesetz.

Da Thüringen bereits 2006 ein Landes-Betreuungsgeld eingeführt habe, gebe es keine Begründung für eine Regelung durch den Bund. Scholz betonte: "Die Justizbehörde hat den Auftrag, die Angelegenheit zu prüfen und - wenn das Gesetz beschlossen ist - eine Klage vorzubereiten".

Das Vorhaben war monatelang auch koalitionsintern heftig umstritten und wird weiterhin kritisiert. Die neue Leistung soll ab 1. Januar 2013 zunächst nur für Kinder im zweiten Lebensjahr mit 100 Euro monatlich starten.

Ab 2014 soll das Geld auch für Kinder im dritten Lebensjahr gezahlt und für alle auf 150 Euro monatlich erhöht werden. Familienministerin Kristina Schröder kündigte auf SPIEGEL ONLINE an, dass das Betreuungsgeld in den Jahren 2013 und 2014 jeweils 100 Millionen Euro günstiger werde als geplant.

Koalitionspolitiker drängen auf Änderungen

Auch Koalitionspolitiker aus CDU und FDP drängen auf Änderungen am Gesetzentwurf. "Kein Gesetz verlässt den Bundestag so, wie es hineingegangen ist. Das muss auch beim Betreuungsgeld der Fall sein", so der CDU-Familienpolitiker Thomas Jarzombek. Ähnlich äußerte sich Norbert Barthle (CDU), Chefhaushälter der Union.

Jarzombek forderte, allen Eltern von Kleinkindern im Alter von zwei und drei Jahren Betreuungsgeld zu zahlen - unabhängig davon, ob sie Vollzeit, Teilzeit oder gar nicht arbeiteten und, unabhängig davon, wie die Kinder betreut würden. Dann könne das Betreuungsgeld noch "zum Gewinnerthema für die CDU" werden, sagte er am Donnerstag der "Passauer Neuen Presse".

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Markus Weinberg pocht auf Korrekturen. In der Fraktion werde diskutiert, ob es wirklich sinnvoll sei, das Betreuungsgeld daran zu knüpfen, dass keine öffentlich geförderte Betreuung genutzt werde, so der CDU-Politiker.

Die Vorsitzende des Familienausschusses im Bundestag, Sibylle Laurischk, hat verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Geldleistung. "Ich bin beim Betreuungsgeld skeptisch, ob der Bund aus verfassungsrechtlicher Sicht dafür überhaupt zuständig ist", sagte die FDP-Frau der "Rheinischen Post" und argumentiert damit ähnlich wie Hamburgs Erster Bürgermeister.

lei/dpa/dapd

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insgesamt 15 Beiträge
1. Die Kita ist kein Königsweg
s.maier75 07.06.2012
Dorothee Bär, familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,erklärt weshalb der Staat die Elternrolle nicht übernehmen kann und warum der 2013 eintretende Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz erst in Kombination mit [...]
Dorothee Bär, familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,erklärt weshalb der Staat die Elternrolle nicht übernehmen kann und warum der 2013 eintretende Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz erst in Kombination mit dem Betreuungsgeld für echte Wahlfreiheit sorgt: http://www.atkearney361grad.de/2012/06/04/2354/
2.
janbo 07.06.2012
Das ist ja prima. Dann haette ich auch gerne Geld wenn ich mein Kind in der eigenen Badewanne bade statt es in das Freibad oder kommunales Schwimmbad zu bringen!
Das ist ja prima. Dann haette ich auch gerne Geld wenn ich mein Kind in der eigenen Badewanne bade statt es in das Freibad oder kommunales Schwimmbad zu bringen!
3.
Olaf 07.06.2012
Will Herr Scholz sich jetzt etwa auch als Kanzlerkandidat der SPD in Stellung bringen?
Zitat von sysopDie Kritik hält an: Gerade erst hat die Ministerrunde das umstrittene Betreuungsgeld abgesegnet - nun lässt Hamburgs Bürgermeister eine Verfassungsklage gegen die Entscheidung prüfen. Auch Koalitionspolitiker pochen auf Änderungen. Herdprämie: Hamburgs Bürgermeister Scholz prüft Verfassungsklage - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,837441,00.html)
Will Herr Scholz sich jetzt etwa auch als Kanzlerkandidat der SPD in Stellung bringen?
4. das Betreuungsgeld
Luna-lucia 07.06.2012
ist nur eine rein bayerische Erfindung, um wenigstens IRGENDETWAS zum Streiten zu haben! Bayern, und kein Streit, das geht ja gar nicht! Das Betreuungsgeld ist reiner Quatsch! Und sinnlos! Was nutzen denn die paar Euros [...]
Zitat von s.maier75Dorothee Bär, familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,erklärt weshalb der Staat die Elternrolle nicht übernehmen kann und warum der 2013 eintretende Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz erst in Kombination mit dem Betreuungsgeld für echte Wahlfreiheit sorgt: Die Kita ist kein Königsweg | A.T. Kearney 361° (http://www.atkearney361grad.de/2012/06/04/2354/)
ist nur eine rein bayerische Erfindung, um wenigstens IRGENDETWAS zum Streiten zu haben! Bayern, und kein Streit, das geht ja gar nicht! Das Betreuungsgeld ist reiner Quatsch! Und sinnlos! Was nutzen denn die paar Euros schon, wenn man z.B. in Hamburg oder München wohnt? Das ist ein Tropfen auf einen heißen Stein! Mehr nicht! Und kostet Kitt-Plätze, und Milliarden an Steuergelder, die besser in neue Kitas investiert werden sollten. Denn davon profitieren Eltern, gleichermaßen! Hey, und wie war das mit dem Gleichheitsprinzip noch mal? Vor dem Gesetz sind alle gleich! Oder doch nicht ganz?!! ...
5. Jetzt endlich wach ....
herbes 07.06.2012
...geworden, aber bezahlen besagte Herrschaften die Anwalts/Gerichtskosten oder wieder der Steuerzahler? Welche Frage überhaupt. Mit dieser Rumeierei müßte sofort Schluß gemacht werden! Wenn die Konzerne auch erst hinterher [...]
Zitat von sysopDie Kritik hält an: Gerade erst hat die Ministerrunde das umstrittene Betreuungsgeld abgesegnet - nun lässt Hamburgs Bürgermeister eine Verfassungsklage gegen die Entscheidung prüfen. Auch Koalitionspolitiker pochen auf Änderungen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,837441,00.html
...geworden, aber bezahlen besagte Herrschaften die Anwalts/Gerichtskosten oder wieder der Steuerzahler? Welche Frage überhaupt. Mit dieser Rumeierei müßte sofort Schluß gemacht werden! Wenn die Konzerne auch erst hinterher alles auf den Prüfstand stellen würden, wären sie innerhalb kürzester Zeit pleite und dann gute Nacht Deutschland! Aber dieses Land scheint doch finanziell auch schon im Bettelhemd zu stehen?

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