24.07.2012
Führungsstreit bei den Grünen
Trittin schließt Spitzenkandidaten-Trio aus
Fraktionschef Trittin mit Parteifreundinnen Roth, Künast (2011): Kein Spitzentrio gewünscht
Berlin - Im Streit der Grünen um die Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl hat der Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin eine Dreierspitze abgelehnt. "Bundesvorstand und Parteirat haben eine Doppelspitze beschlossen - einstimmig", sagte Trittin "Zeit Online". "Es gibt ein geordnetes Verfahren, an das wir uns halten sollten: Anfang September wird entschieden, wie die beiden Spitzenkandidaten ausgewählt werden", sagte Trittin.
Bei den Realos gibt es Erwägungen, eventuell mit den beiden beliebten Parteilinken Trittin und Parteichefin Claudia Roth sowie einer noch ungenannten Vertreterin des eigenen Flügels in den Wahlkampf zu ziehen.
Über seine eigenen Ambitionen wollte sich Trittin nicht äußern. Auf Vorwürfe aus dem Realo-Lager, er könne als Spitzenkandidat aus dem linken Lager nicht die bürgerlichen Grünen-Wähler ansprechen, antwortete er aber, er stehe für die ganze Partei: "Die Grünen sind eine Partei links der Mitte."
Im Streit um die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl behakt sich die Führungsspitze der Partei seit Monaten. Trittin gilt als sicherer Kandidat, doch die Besetzung des zweiten Postens ist völlig unklar.
fab/dpa