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04.08.2012
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Kita-Ausbau

Schröder wirft Ländern Geheimniskrämerei vor

Ministerin Schröder: "Manche Länder schotten ihre Kita-Zahlen vor uns ab"
dapd

Ministerin Schröder: "Manche Länder schotten ihre Kita-Zahlen vor uns ab"

Die Zeit beim Kita-Ausbau wird knapp, bis 2013 fehlen noch 130.000 Plätze. Familienministerin Schröder will nun Gelder an die Schlusslichter im Westen umleiten. Der Konkurrenzdruck ist offenbar enorm, manche Bundesländer hüten laut Schröder ihre Zahlen "wie ein Staatsgeheimnis".

Berlin - Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will die Fördergelder für neue Kita-Plätze vorrangig an westdeutsche Länder mit hohem Nachholbedarf vergeben. "Es wäre ein Schildbürgerstreich, wenn die Länder, die schon mit den bisherigen Mitteln den Rechtsanspruch verwirklichen können, jetzt noch einmal einen Nachschlag verlangen", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wir müssen die Mittel dort einsetzen, wo noch Plätze fehlen." Dann könne der gesetzlich fixierte Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz im August 2013 auch realisiert werden.

Die Ministerin warf den Bundesländern vor, wichtige Daten unter Verschluss zu halten. "Manche Länder schotten ihre Kita-Zahlen vor uns ab, als ob es ein Staatsgeheimnis wäre." Zuletzt fehlten Schätzungen zufolge bundesweit noch 130.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige - 600.000 Plätze sind bereits vorhanden. Vom kommenden Jahr an haben Eltern einen gesetzlichen Anspruch, ihre Kinder betreuen zu lassen.

Schröder hält es aber für möglich, die erforderlichen Kita-Plätze anzubieten. "Ganz Deutschland braucht 780.000 Plätze, in diesem Frühjahr haben noch 160.000 gefehlt. Zwischen März 2011 und Mai 2012 sind 100.000 Plätze entstanden, für den Rest haben die Länder 14 Monate", sagte die Bundesministerin der "Rheinischen Post". "Die Länder müssen nochmal deutlich Tempo machen. Aber sie können es schaffen."

Die CDU-Politikerin kündigte an, betriebliche Kindergärten stärker zu fördern. "Hier wollen wir noch mehr Anreize schaffen. Da sehe ich ein riesiges Potential." Viele Städte hätten gar nicht die Flächen in der Innenstadt für mehr Kitas - Betriebe im Gewerbegebiet aber schon.

Im Interview mit SPIEGEL ONLINE hatte Schröder am Mittwoch betont, dass sie am Rechtsanspruch im kommenden Jahr nicht rütteln werde. In den Kommunen wurden jedoch Zweifel laut, die nötigen Plätze bis in einem Jahr zur Verfügung stellen zu können. So schlug etwa Christian Ude, Präsident des Deutschen Städtetages und Münchner Oberbürgermeister, Alarm: "Die deutschen Städte haben große Zweifel, dass der Rechtsanspruch auf Betreuung für unter dreijährige Kinder in einem Jahr flächendeckend erfüllt werden kann", sagte der SPD-Politiker.

fab/dpa

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insgesamt 68 Beiträge
1. Kreativ
kh- 04.08.2012
Nicht schlecht: Staatsgeheimnisse als Geheimnisse, die der Staat vor sich selbst hat. Alles höchst mysteriös ;).
Nicht schlecht: Staatsgeheimnisse als Geheimnisse, die der Staat vor sich selbst hat. Alles höchst mysteriös ;).
2. malox
malox 04.08.2012
160.000 Plätze fehlen. Das macht 16.000 Gruppen, wenn man pro Gruppe - was realistisch ist - 10 Plätze hat. Wenn man wiederum pro Gruppe mindestens 2-3 Vollzeit-Erzieher-Stellen rechnet, macht das ca. 30.000 fehlende Erzieher! Wir [...]
160.000 Plätze fehlen. Das macht 16.000 Gruppen, wenn man pro Gruppe - was realistisch ist - 10 Plätze hat. Wenn man wiederum pro Gruppe mindestens 2-3 Vollzeit-Erzieher-Stellen rechnet, macht das ca. 30.000 fehlende Erzieher! Wir haben jetzt schon Fachkräftemangel. Auf relevante, ausgeschriebene Stellen bewerben sich wenige Leute, die meisten unqualifiziert, schlecht ausgebildet oder wenig motiviert. Wo bitte sollen die Erzieher herkommen? Schnellstqualifiziertes Personal: Innerhalb von zwei Jahren Umschulung vom Geringqualifizierten zum Erzieher? Nein, danke!
3. geht nicht gibts nicht mehr
tauschspiegel 04.08.2012
*** jeder politiker der an dieser stelle sparen will oder faselt es würde nicht gehen - bitte zurücktreten!
Zitat von sysopDie Zeit beim Kita-Ausbau wird knapp, bis 2013 fehlen noch 130.000 Plätze. Familienministerin Schröder will nun Gelder an die Schlusslichter im Westen umleiten. Der Konkurrenzdruck ist offenbar enorm, manche Bundesländer hüten laut Schröder ihre Zahlen "wie ein Staatsgeheimnis". Schröder will beim Kita-Ausbau Gelder umleiten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,848272,00.html)
*** jeder politiker der an dieser stelle sparen will oder faselt es würde nicht gehen - bitte zurücktreten!
4. Die Opfer
gepro 04.08.2012
Dieses alberne und zutiefst kindische Machtgerangel wird nur ein Opfer kennen und das sind die Kinder. Wie peinlich und entlarvend das Verhalten der Provinzfürsten. Besonders widerlich werden die, denen in der nächsten Zeit [...]
Zitat von sysopDie Zeit beim Kita-Ausbau wird knapp, bis 2013 fehlen noch 130.000 Plätze. Familienministerin Schröder will nun Gelder an die Schlusslichter im Westen umleiten. Der Konkurrenzdruck ist offenbar enorm, manche Bundesländer hüten laut Schröder ihre Zahlen "wie ein Staatsgeheimnis". Schröder will beim Kita-Ausbau Gelder umleiten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,848272,00.html)
Dieses alberne und zutiefst kindische Machtgerangel wird nur ein Opfer kennen und das sind die Kinder. Wie peinlich und entlarvend das Verhalten der Provinzfürsten. Besonders widerlich werden die, denen in der nächsten Zeit eine Landtagswahl ins Haus steht. Wie wäre es, wenn alle mal über ihren eigenen Schatten springen und nicht selbstverliebt den Narziss geben?
5. Pro Gruppe 10??????
haltetdendieb 04.08.2012
Na denn, dann gibt es auch bald Schulklasse mit nur 10 Schülern. Der Schlüssel ist noch viel besser als der in Finnland: 16 Schüler pro Klasse! 10 pro Gruppe, sind Sie da sicher? Sicher bin ich mir, dass die Länder [...]
Zitat von malox160.000 Plätze fehlen. Das macht 16.000 Gruppen, wenn man pro Gruppe - was realistisch ist - 10 Plätze hat. Wenn man wiederum pro Gruppe mindestens 2-3 Vollzeit-Erzieher-Stellen rechnet, macht das ca. 30.000 fehlende Erzieher! Wir haben jetzt schon Fachkräftemangel. Auf relevante, ausgeschriebene Stellen bewerben sich wenige Leute, die meisten unqualifiziert, schlecht ausgebildet oder wenig motiviert. Wo bitte sollen die Erzieher herkommen? Schnellstqualifiziertes Personal: Innerhalb von zwei Jahren Umschulung vom Geringqualifizierten zum Erzieher? Nein, danke!
Na denn, dann gibt es auch bald Schulklasse mit nur 10 Schülern. Der Schlüssel ist noch viel besser als der in Finnland: 16 Schüler pro Klasse! 10 pro Gruppe, sind Sie da sicher? Sicher bin ich mir, dass die Länder schummeln wo sie können! Anstatt einmal Tacheles zu reden wird verheimlicht, statt offen zu diskutieren, wird hinter dem Rücken geredet. Alles nur, um "Politik" zu machen. Aber den Kindern hilft es nichts. Frau Schröder hat leider Recht!

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