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23.09.2012
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Brisantes Material

Ghostwriter plant Enthüllungsbuch über Kohl

Enthüllungsbuch über Kohl: Brisante Tage für den Altkanzler
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REUTERS

630 Stunden O-Töne, Exzerpte aus der Stasi-Akte: Der Journalist Heribert Schwan arbeitete jahrelang mit Altkanzler Helmut Kohl an dessen Memoiren und konnte einen gewaltigen Schatz an Informationen sammeln. Diese will er nach SPIEGEL-Informationen nun für ein Enthüllungsbuch nutzen.

Bonn - Der Journalist Heribert Schwan plant nach seiner Biografie über die Kanzlergattin Hannelore Kohl ein weiteres Enthüllungsbuch, diesmal über Helmut Kohl. Grundlage sind die Dokumente, die Schwan während seiner Zeit als Ghostwriter bei dem Altkanzler einsehen konnte und exzerpierte.

Acht Jahre half der ehemalige WDR-Redakteur Kohl bei der Abfassung seiner Memoiren. Er hatte in dieser Zeit ungehinderten Zugang zu allen Unterlagen, die er einsehen wollte, darunter auch die 13-bändige Stasi-Akte, die Kohl in einem langen Rechtsstreit sperren ließ. Besonders wertvoll sind aus Sicht von Schwan die Tonbandaufnahmen von Gesprächen, die der Autor in Vorbereitung der Arbeit an den Memoirenbänden mit dem Altkanzler vor seinem verhängnisvollen Sturz im Frühjahr 2008 führte.

Insgesamt befinden sich 630 Stunden O-Ton in Schwans Besitz, in denen Kohl sehr freimütig über Freunde und Feinde Auskunft gibt. Von dem Material seien nach Angaben Schwans nur zehn Prozent in die drei erschienenen Bände der "Erinnerungen" eingeflossen, 90 Prozent hingegen seien bislang unveröffentlicht. "Ich habe einen Schatz, der wirklich einmalig ist", sagte Schwan dem SPIEGEL.

Einen Rechtsstreit mit dem Altkanzler fürchte er nicht, da er nie eine Vereinbarung unterschrieben habe, die ihn zur Verschwiegenheit verpflichte: "Das sind meine eigenen Exzerpte, darin steckt meine geistige Leistung. Die kann man mir nicht einfach nehmen, schon gar nicht auf juristischem Wege." Das war beim vorherigen Buch noch anders gewesen: Wegen indiskreter Details in Schwans 2011 erschienener Biografie über Hannelore Kohl hatten ihre beiden Söhne zwei einstweilige Verfügungen durchgesetzt.

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Forum

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insgesamt 187 Beiträge
1. Das ist einfach nur schäbig,
hastdunichtgesehen 23.09.2012
gegen einen alten Mann zu schreiben, der sicherlich wie alle seine Fehler hatte. Aber im Gegensatz zu den Schreibern hatte er Anstand.
gegen einen alten Mann zu schreiben, der sicherlich wie alle seine Fehler hatte. Aber im Gegensatz zu den Schreibern hatte er Anstand.
2. Ob der Ort ....
goethestrasse 23.09.2012
... Leuna auch darin vorkommt ?
... Leuna auch darin vorkommt ?
3. Unethisch
mc6206 23.09.2012
Ich empfinde es als unethisch, daß jemand Kapital daraus schlägt, daß er eine Vertrauensposition innehatte. Vor allem da sich Kohl ja kaum wehren kann.
Zitat von sysop630 Stunden O-Töne, Exzerpte aus der Stasi-Akte: Der Journalist Heribert Schwan arbeitete jahrelang mit Altkanzler Helmut Kohl an dessen Memoiren und konnte einen gewaltigen Schatz an Informationen sammeln. Diese will er nach SPIEGEL-Informationen nun für ein Enthüllungsbuch nutzen. Helmut Kohl droht Ärger durch Enthüllungsbuch - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,857396,00.html)
Ich empfinde es als unethisch, daß jemand Kapital daraus schlägt, daß er eine Vertrauensposition innehatte. Vor allem da sich Kohl ja kaum wehren kann.
4. Miese Nummer
Spassbremse 23.09.2012
Völlig ungeachtet der Person Helmut Kohl ist das, was Schwan hier abziehen möchte, unterste Schublade. Als Biograph/Memoirenschreiber nutzt er eiskalt eine über Jahre gewachsene Vertrauensstellung aus, vermutlich um mit einem [...]
Völlig ungeachtet der Person Helmut Kohl ist das, was Schwan hier abziehen möchte, unterste Schublade. Als Biograph/Memoirenschreiber nutzt er eiskalt eine über Jahre gewachsene Vertrauensstellung aus, vermutlich um mit einem "Enthüllungsbuch" "abzucashen". Juristisch mag das vielleicht nicht zu belangen sein, aber moralisch ist das unter aller Sau - selbst wenn es jemanden wie Kohl betrifft.
5. .........
janne2109 23.09.2012
aus Infomaterial für Memoiren, was ganz offensichtlich nicht genutzt werden sollte oder wurde jetzt ein "Enthüllungsbuch" zu machen ist schlichtweg mies. Solche Schreiber müßten sowohl was den Verkauf ihrer Bücher als [...]
aus Infomaterial für Memoiren, was ganz offensichtlich nicht genutzt werden sollte oder wurde jetzt ein "Enthüllungsbuch" zu machen ist schlichtweg mies. Solche Schreiber müßten sowohl was den Verkauf ihrer Bücher als auch Interviews betrifft, gemieden werden.

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