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14.12.2012
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EU in der Krise

Merkel stimmt Europa auf düstere Zeiten ein

DPA

Merkel in Brüssel: "schwieriger und schmerzhafter Prozess"

Die Euro-Krise bleibt, Angela Merkel sieht keinen Grund zur Entwarnung. Damit widerspricht sie EU-Ratspräsident Van Rompuy, der beim Gipfeltreffen in Brüssel erklärte, das Schlimmste sei vorüber. Die Kanzlerin prognostiziert dagegen eine schwere Zeit.

Brüssel - Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich nach ihrem Gipfeltreffen in Brüssel optimistisch gezeigt. Europa sei im Kampf gegen die Krise auf einem guten Weg. Die meisten erklärten ihre Erleichterung darüber, mehrere Beschlüsse innerhalb von 48 Stunden geschafft zu haben, die mehr Stabilität in Europa bringen sollen. Nur Kanzlerin Angela Merkel scherte im Tonfall aus der Reihe.

Sie forderte die Europäer zu weiteren energischen Reformen auf. "Es liegt nach wie vor noch eine schwere Zeit vor uns", sagte Merkel am Freitag. Zwar seien wichtige Reformen durchgesetzt worden. "Aber wir müssen auch im nächsten Jahr...eher mit sehr kleinen Wachstumsraten, in einigen Ländern sogar mit negativem Wachstum rechnen", sagte sie. "Wir müssen weiter mit sehr, sehr hoher Arbeitslosigkeit rechnen."

Die über Jahre aufgebauten Probleme mangelnder Wettbewerbsfähigkeit und hoher Schulden in der EU ließen sich nicht über Nacht beseitigen. "Die politische Bürde, die aus diesem Umwandlungs- und Veränderungsprozess erwächst, die wird noch im nächsten Jahr und vielleicht darüber hinaus in den Jahren noch spürbar sein." Der Anpassungs- und Reformprozess sei ein "sehr schwieriger und auch schmerzhafter".

Reformen vertagt

Die EU-Gipfelrunde hatte in der Nacht einen Fahrplan für Reformen beschlossen, um die Euro-Zone krisensicher zu machen. Die Kommission soll Richtlinien für die nationale Bankenabwicklung und für einen Einlagensicherungsfonds auf nationaler Ebene erarbeiten. Merkel sagte, bis Juni werde geklärt, wie mit einer verbesserten wirtschaftspolitischen Koordinierung die Staaten wettbewerbsfähiger gemacht werden können. Weitreichende Vertragsveränderungen oder gar ein EU-Konvent seien aber vor den Europawahlen im Jahr 2014 nicht realistisch.

Auf die lange Bank geschoben wurde der Vorschlag von Gipfelchef Van Rompuy einen Euro-Zonen-Haushalt zur Abfederung von Finanzschocks zu schaffen. Die EU-Staats- und Regierungschefs würden sich auf rasch umsetzbare Reformen zur Vertiefung der Euro-Zone konzentrieren, sagte er. Vor allem Merkel hatte den Vorschlag, einen neuen großen Milliardentopf für Finanzhilfen zu schaffen, strikt abgelehnt.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso resümierte zum Abschluss des Gipfels den Verlauf des Krisenjahres 2012. "Das Jahr hat damit begonnen, dass viele Kommentatoren, Marktanalysten und Akteure an den Finanzmärkten ernsthaft in Frage gestellt haben, ob der Euro und die Europäische Integration überleben", sagte Barroso. "Ich denke, diese Kommentatoren und Analysten lagen komplett falsch. Wir nehmen die Krise in Angriff. Wir haben eine langfristige Vision für unsere Union."

ler/Reuters/AFP/dpa

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insgesamt 231 Beiträge
1. Der Euro ist tot,...
ernie78 14.12.2012
Frau Merkel.Das, was sie uns als Alternativlos zu verkaufen versuchen wird auch den untergang Deutschlands besiegeln.
Frau Merkel.Das, was sie uns als Alternativlos zu verkaufen versuchen wird auch den untergang Deutschlands besiegeln.
2. optional
matthes schwalbe 14.12.2012
Man kann sich den Eindruck nicht erwehren, dass Merkel das Problem bis zur BTW 20013 den Genossen überlassen möchte ;-)
Man kann sich den Eindruck nicht erwehren, dass Merkel das Problem bis zur BTW 20013 den Genossen überlassen möchte ;-)
3. es hat keinen Sinn ...
Hilfskraft 14.12.2012
sinnlos, sich weiter über Murksels Äußerungen aufzuregen. Man wartet die Wahl ab und macht an der richtigen Stelle sein Kreuz.
sinnlos, sich weiter über Murksels Äußerungen aufzuregen. Man wartet die Wahl ab und macht an der richtigen Stelle sein Kreuz.
4. Wenn ich die PErson auf Ihrem Foto so ansehe,
ratschbumm 14.12.2012
dann muss ich dem Autor recht geben. Es kommen düstere Zeiten. Aber ein Glück: man wird ja nicht gezwungen hinzusehen.
Zitat von sysopDPAAngela Merkel sieht in der Eurokrise noch keinen Grund zur Entwarnung. Die Kanzlerin prognostizierte eine schwere Zeit. Sie widersprach damit Ratspräsident Van Rompuy, der beim Gipfeltreffen in Brüssel erklärt hatte, das Schlimmste sei vorüber. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/eu-gipfel-merkel-kuendigt-in-der-euro-krise-harte-zeiten-an-a-872970.html
dann muss ich dem Autor recht geben. Es kommen düstere Zeiten. Aber ein Glück: man wird ja nicht gezwungen hinzusehen.
5. Aufgeschoben, nicht aufgehoben....
mmcontrol 14.12.2012
Diese Kommentatoren, Marktanalysten und auch Foristen haben nur die einfallsreichen, irrwitzigen und lebensverlängernden Gegenmaßnahmen Frau Merkel und Herrn Schäuble und den sonstigen Eurokraten zur Rettung des Euro [...]
Diese Kommentatoren, Marktanalysten und auch Foristen haben nur die einfallsreichen, irrwitzigen und lebensverlängernden Gegenmaßnahmen Frau Merkel und Herrn Schäuble und den sonstigen Eurokraten zur Rettung des Euro unterschätzt. Tatsache ist, die Schulden aller Euro-Länder werden weiterhin wachsen, Griechenland wird ein x-tes Rettungspaket bzw. einen zweiten Schuldenschnitt benötigen, Frankreich und/oder Italien werden 2013 zu den Sorgenkindern dazukommen. Und Deutschland wird alternativlos weiterzahlen, um das Hauptproblem Target II nicht lösen zu müssen.

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