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30.12.2012
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Energiewende

CSU will Solarpark-Betreiber schröpfen

Von Peter Müller und Jörg Schindler
DPA

Gaskraftwerk im oberbayrischen Irsching: "Abrufbare elektrische Leistung garantieren"

Um einen Blackout bei der Stromversorgung im Freistaat zu verhindern, macht die CSU vor ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth Druck. Sie will den gerade für Bayern wichtigen Bau neuer Gaskraftwerke von Solarpark-Betreibern und Windbauern bezahlen lassen.

Die CSU will Betreiber von Solarparks und Windanlagen zwingen, sich an der Finanzierung neuer Gaskraftwerke zu beteiligen. Auf diese Weise soll ein möglicher Blackout in der Stromversorgung verhindert werden.

Die Erzeuger erneuerbarer Energien sollen nach dem Willen der CSU gesetzlich verpflichtet werden, "eine festgeschriebene Menge an abrufbarer elektrischer Leistung zu garantieren". Da sie das aufgrund der Wetterlage nicht können, sollen sie zum Ausgleich für den Ausbau fossiler Kraftwerkskapazitäten zahlen. So steht es in einem Positionspapier zur Energiepolitik, das die CSU-Landesgruppe bei ihrer Klausur ab 7. Januar in Wildbad Kreuth beschließen will. Das fünfseitige Papier mit dem Titel "Energie von morgen, sicher und bezahlbar", liegt SPIEGEL ONLINE vor.

Durch den Beschluss der Bundesregierung, endgültig aus der Atomkraft auszusteigen, drohen vor allem in Bayern Versorgungsengpässe beim Strom. Ursprünglich wollte CSU-Chef Horst Seehofer die Atomkraft durch den Bau neuer Gaskraftwerke ersetzen. Entsprechende Ausbaupläne der großen Energieversorger liegen derzeit jedoch auf Eis. Denn die teuren Anlagen rechnen sich nicht, wenn sie nur Strom liefern sollen, um Schwankungen bei Windkraft- und Photovoltaik-Anlage auszugleichen.

Spätestens mit der geplanten Abschaltung des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld im Jahr 2015 könnte die Stromversorgung Bayerns damit an ihre Grenzen stoßen. Die Bundesnetzagentur behilft sich zurzeit damit, im Winter sogenannte Kaltreserven unter Vertrag zu nehmen. Dabei werden zum Teil ausrangierte und klimaschädliche Kohlekraftwerke in Engpasszeiten wieder hochgefahren. Über eine dauerhafte Lösung wird in der Politik noch diskutiert.

"Der Vorschlag ist nicht zu Ende gedacht"

In dieser Situation will die CSU mit ihrem Gesetzesvorstoß Fakten schaffen. Die Erzeuger volatiler erneuerbarer Energien sollen demnach gezwungen werden, einen Teil der Kosten neuer Gaskraftwerke zu tragen. "Dies kann - ähnlich wie beim Emissionshandel - durch handelbare Zertifikate erreicht werden, über die wiederum hochmoderne Gaskraftwerke finanziert oder Biogasproduzenten zur flexiblen, ausgleichenden Einspeisung motiviert werden", heißt es in dem Entwurf.

Auf entschiedene Ablehnung stößt die Idee beim Bundesverband Erneuerbare Energien. Dort heißt es: "Der Vorschlag ist nicht zu Ende gedacht." Eine einseitige Belastung von Windbauern und Solarparkbetreibern könnte Investitionen in nachhaltige Energien abwürgen. Würden die Kosten dagegen über eine weitere Umlage finanziert, "müssten am Ende wieder die Stromkunden die Rechnung zahlen".

In Kreuth wollen die Energiepolitiker der CSU gleichwohl ihren Vorschlag mit Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) diskutieren. Die CSU drängt auf eine "zeitnahe Entscheidung" über einen solchen neuen Mechanismus. "Das liegt im besonderen Interesse der Versorgungssicherheit in Bayern."

Zudem macht die CSU Vorschläge, wie der Strompreisanstieg wegen der Subventionen für erneuerbare Energien gebremst werden kann. Unter anderem schlägt die Partei vor, die Abwälzung der EEG-Umlage an die Stromkunden zeitlich zu strecken. So könnte die Einspeisevergütung, die den Produzenten erneuerbarer Energien für 20 Jahre garantiert wird, vom Verbraucher über 40 Jahre bezahlt werden.

Diese würde die Vergütungszusagen an die Produzenten nicht in Frage stellen, die Stromkunden aber entlasten. Die Zwischenfinanzierung könnte die staatseigene KfW übernehmen.

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insgesamt 149 Beiträge
1. Die CSU herrscht
Badischer Revoluzzer 30.12.2012
willkürlich. Es gibt Verträge an die sich die Windparkbauer und die Solarparkbauer halten. Das gleiche erwartet man natürlich auch von der Politik. Sollte man zumindest meinen.
willkürlich. Es gibt Verträge an die sich die Windparkbauer und die Solarparkbauer halten. Das gleiche erwartet man natürlich auch von der Politik. Sollte man zumindest meinen.
2. Eine Umlage ist nur dann in Ordnung, wenn
.freedom. 31.12.2012
die Kraftwerke dann auch in staatlichen Händen bleiben. Dem Herrn Altmaier ist nicht zu trauen. Insgeheim arbeitet er in die Hände der Konzerne.
die Kraftwerke dann auch in staatlichen Händen bleiben. Dem Herrn Altmaier ist nicht zu trauen. Insgeheim arbeitet er in die Hände der Konzerne.
3. Folge. der Überregulierung
ruediger 31.12.2012
Weil man bei der Energiewende auf Subventionen und staatliche Überregulierung (statt auf einfache Regeln und freien Markt) gesetzt hat, landet nun jedes Problemchen als Milliardenbelastung beim Bürger. Häte man dagegen [...]
Zitat von sysopDPAUm einen Blackout bei der Stromversorgung im Freistaat zu verhindern, macht die CSU vor ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth Druck. Sie will den gerade für Bayern wichtigen Bau neuer Gaskraftwerke von Solarpark-Betreibern und Windbauern bezahlen lassen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sonnenenergie-csu-will-solarpark-betreiber-schroepfen-a-875026.html
Weil man bei der Energiewende auf Subventionen und staatliche Überregulierung (statt auf einfache Regeln und freien Markt) gesetzt hat, landet nun jedes Problemchen als Milliardenbelastung beim Bürger. Häte man dagegen einfach den Atomstrom verboten und die Versorgungssicherheit der Verbraucher in ein Gesetz geschrieben würde der Wettbewerb die kostengünstigste Lösung finden. Dieses einfache Prinzip unterscheidet die Marktwirtschaft von der grandios gescheiterten Planwirtschaft (die wir im Enrgiebeich gerade wieder bekommen)
4. Marionetten der Atomlobby
freizeitdenker 31.12.2012
Ich lach mich kaputt, die Aktion so durchschaubar.
Ich lach mich kaputt, die Aktion so durchschaubar.
5. Wo ist das Problem?
u.loose 31.12.2012
Die Verträge werden doch nicht berührt - die 20 Jahre "Förderung" und die Höhe der "Förderung" bleibt doch unangetastet... Raum für eine neue Steuer oder Abgabe ist immer vorhanden - da gibt es [...]
Zitat von Badischer Revoluzzerwillkürlich. Es gibt Verträge an die sich die Windparkbauer und die Solarparkbauer halten. Das gleiche erwartet man natürlich auch von der Politik. Sollte man zumindest meinen.
Die Verträge werden doch nicht berührt - die 20 Jahre "Förderung" und die Höhe der "Förderung" bleibt doch unangetastet... Raum für eine neue Steuer oder Abgabe ist immer vorhanden - da gibt es unzählige Beispiele.

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Vor-/Nachteile der Energieträger

Die Energiewirtschaft befindet sich im Umbruch - SPIEGEL ONLINE zeigt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Energieträger.
Erdöl
Plus: Erdöl ist der Schmierstoff industrieller Volkswirtschaften. In Deutschland deckt Öl rund 35 Prozent des Energiebedarfs - so viel wie kein anderer Rohstoff. Im Verkehrssektor gibt es momentan kaum Alternativen zu Öl: Das bestehende Tankstellennetz ist auf Benzin und Diesel ausgerichtet, die heute gängigen Motoren fahren fast nur mit diesen beiden Treibstoffen.

Minus: Der Ölpreis ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen - und mit ihm der Spritpreis. Autofahrer mussten zeitweise mehr als 1,50 Euro für Benzin zahlen. Die deutsche Volkswirtschaft verliert dadurch Milliardenbeträge, denn das Land ist fast völlig von Importen abhängig. Weltweit liegen die meisten Ölvorkommen in politisch heiklen Regionen wie dem Nahen Osten, Russland, Venezuela oder Nigeria. Versorgungskrisen kann man daher nicht ausschließen. Darüber hinaus ist Erdöl ein endlicher Rohstoff: Die bekannten Vorkommen gehen langsam zur Neige. Große neue Felder wurden in den vergangenen Jahren kaum entdeckt - und wenn, dann nur in schwierig zu erschließenden Gebieten wie der Arktis. Hinzu kommt die CO2-Problematik: Wenn Öl verbrannt wird, entsteht das Klimagas Kohlendioxid .
Erdgas
Plus: Erdgas ist der klimafreundlichste fossile Energieträger - bei der Verbrennung entsteht weniger CO2 als bei Kohle oder Öl. Außerdem halten die Vorräte noch eine Weile: Die Reichweite der Gasvorkommen wird auf rund 60 Jahre geschätzt, bei Öl sind es nur 40 Jahre. Verfeinerte Fördertechniken machen zudem den Zugriff auf große neue Gas-Reservoirs möglich. Ein weiterer Vorteil: Gas kann einen wichtigen Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Denn Gaskraftwerke lassen sich schnell hoch- und runterfahren - diese Flexibilität hilft, die Schwankungen beim Windstrom auszugleichen.

Minus: Weltweit verfügen nur wenige Länder über Gasvorkommen. Entsprechend groß sind die Abhängigkeiten - Deutschland bezieht rund 40 Prozent seines Erdgases aus Russland. Problematisch ist außerdem die noch immer weit verbreitete Bindung an den Ölpreis: Je teurer Erdöl wird, desto teurer wird auch Gas. Stromkonzerne klagen bereits, dass sich Gaskraftwerke kaum mehr rentieren. Private Haushalte kennen dasselbe Problem beim Heizen - Gas ist kaum günstiger als Öl. Auch beim Autofahren stellt Erdgas keine Alternative dar: Der aktuelle Preisvorteil gegenüber Benzin und Diesel liegt nur an der steuerlichen Begünstigung.
Kohle
Plus: Kohle gibt es fast überall auf der Welt - einseitige Importabhängigkeiten wie beim Gas sind deshalb nicht zu befürchten. Auch Deutschland verfügt über nennenswerte Ressourcen: Braunkohle lässt sich ohne Subventionen fördern, für Steinkohle ist dies bei weiter steigenden Preisen zumindest denkbar. Außerdem reichen die Vorräte so lange wie bei keinem anderen fossilen Energieträger: Schätzungen gehen von rund 200 Jahren aus. Kohle eignet sich vor allem zur Stromerzeugung in der Grundlast - rund 50 Prozent des deutschen Stroms stammen aus Kohlekraftwerken .

Minus: Kein Energieträger ist so klimaschädlich wie Kohle. Bei der Verbrennung entsteht rund doppelt so viel CO2 wie bei Gas. Problematisch könnte dies vor allem dann werden, wenn man bestehende Atomkraftwerke durch neue Kohlekraftwerke ersetzt - oder wenn Elektroautos künftig in großem Stil Kohlestrom tanken. Bedenklich sind außerdem die Arbeitsbedingungen, unter denen Kohle gefördert wird : Zu den größten Produzenten zählen China, Russland und Südafrika - Länder, in denen immer wieder Bergleute ums Leben kommen.
Atomenergie
Plus: Kernkraftwerke produzieren - wenn sie einmal gebaut sind - günstigen Strom. Der Rohstoff Uran wird nur in geringen Mengen verbraucht, so dass die laufenden Betriebskosten gering sind. Atomstrom kann in der Grundlast eingesetzt werden, also unabhängig von kurzfristigen Wetterschwankungen. In Frankreich wird Atomstrom auch zum Heizen verwendet, langfristig könnten so auch Elektroautos betrieben werden. Bei der Kernenergie wird kaum CO2 freigesetzt. Sie ist damit klimafreundlicher als Kohle oder Gas.

Minus: Der größte Nachteil der Atomenergie ist das Risiko eines GAUs. Selbst wenn man dafür eine geringe Wahrscheinlichkeit unterstellt - der Schaden wäre enorm. Die Katastrophe in Tschernobyl war nur ein Vorgeschmack dessen, was im dicht besiedelten Mitteleuropa passieren würde: Tausende Opfer, auf ewig verseuchte Landstriche, Vermögensverluste in zigfacher Milliardenhöhe. Hinzu kommt die ungelöste Frage der Endlagerung : Obwohl die Kernenergie seit rund 50 Jahren genutzt wird, gibt es bis heute keine dauerhafte Deponie für die verstrahlten Abfälle. Ob es überhaupt ein sicheres Endlager geben kann, ist umstritten: Der Atommüll strahlt zum Teil mehr als 100.000 Jahre lang - was in dieser Zeit alles passiert, kann niemand vorhersagen. In jüngster Zeit wird ein weiteres Problem immer häufiger diskutiert: Was geschieht, wenn Terroristen einen Anschlag auf ein Kernkraftwerk verüben? Oder wenn sie in den Besitz von spaltbarem Material gelangen? Sicherheitsexperten haben auf diese Fragen keine abschließende Antwort.
Wasser
Plus: Die Wasserkraft ist sehr umweltfreundlich - mit geringem Eingriff in die Natur lässt sich günstig Energie gewinnen. Rund fünf Prozent des deutschen Stroms stammen aus Wasserkraftwerken. Außerdem lässt sich in Stauseen sehr gut Energie speichern: Bei einem Überangebot an Strom wird Wasser nach oben gepumpt. Bei Bedarf wird es dann abgelassen, um die Turbinen anzutreiben.

Minus: In Deutschland ist das Potential der Wasserkraft so gut wie ausgeschöpft. Fast jeder Fluss hat ein Kraftwerk, ebenso fast jeder See. Im Ausland wiederum ist die Wasserkraft zum Teil in Verruf geraten: Riesenprojekte wie der Jangtse-Staudamm in China zerstören die Natur in großem Stil.
Wind
Plus: Von allen erneuerbaren Energien ist die Windkraft in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen. Mittlerweile beziehen die Deutschen deutlich mehr Strom aus Windrädern als aus Wasserkraftwerken. Auch in Zukunft hat die Branche großes Wachstumspotential - vor allem offshore, also in Windparks auf dem Meer . Ein weiterer Vorteil: Die Windkraft ist verhältnismäßig günstig. Die Betreiber der Anlagen bekommen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz nur wenig mehr Förderung als der Preis für konventionellen Strom an der Energiebörse hoch ist. Zum Vergleich: Solarstrom wird weit höher vergütet.

Minus: Kritiker halten Windräder für eine Verschandelung der Landschaft. Außerdem weht der Wind sehr unzuverlässig: Bei einer starken Brise wird das deutsche Stromnetz überlastet, bei Flaute muss Strom aus dem Ausland hinzugekauft werden. Praktikable Speicher für Windenergie gibt es bisher nicht. Ein weiterer Nachteil: Starker Wind bläst vor allem in Norddeutschland, die großen Verbrauchszentren liegen aber im Süden und Westen. Um den Strom abzutransportieren, sind zahlreiche neue Leitungen nötig .
Sonne
Plus: Die Sonne ist nach menschlichen Maßstäben eine ewige Energiequelle , und sie scheint für jeden umsonst. Hätten alle Dächer Deutschlands eine Solaranlage, könnte so ein großer Teil des hiesigen Strombedarfs gedeckt werden - klimaschonend und unabhängig von Importen. Darüber hinaus lässt sich das Sonnenlicht auch zur Warmwasserbereitung nutzen: Mit Solarkollektoren kann man herkömmliche Heizungen ergänzen und so die Energiekosten drücken.

Minus: Die Sonne hat den gleichen Nachteil wie der Wind - ihre Energie lässt sich nicht zu jeder Uhrzeit nutzen. Das größte Problem ist jedoch der Preis: Solarstrom kostet viel mehr als konventioneller Strom. Und trotz milliardenschwerer Subventionen leistet Sonnenenergie bislang nur einen geringen Beitrag zur deutschen Stromversorgung: Schätzungen schwanken zwischen einem um zwei Prozent. Damit die Photovoltaik in Mitteleuropa wettbewerbsfähig wird, müsste es eine technische Revolution geben - oder die Preise für konventionelle Energie müssten dramatisch steigen.
Biomasse
Plus: Holz, Stroh, Mais - beim Verbrennen dieser Stoffe wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen vorher der Atmosphäre entzogen haben. Biomasse lässt sich in vielen Bereichen einsetzen: zum Heizen (beispielsweise mit Holzpellets), zum Autofahren (mit Biodiesel oder Bioethanol ) oder zur Stromerzeugung (mit Biogas). Der große Vorteil: Biomasse ist gespeicherte Energie. Man kann also frei entscheiden, wann man sie nutzen möchte - anders als bei Wind- oder Solarkraft. Ein weiterer Pluspunkt: Energiepflanzen, die in Deutschland wachsen, reduzieren die Abhängigkeit von Importen.

Minus: In jüngster Zeit gerät die Bioenergie massiv in die Kritik. Denn die Pflanzen benötigen enorme Anbauflächen - und treten damit in direkte Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Gerade bei Biotreibstoffen wird das zum Problem: Lässt es sich moralisch rechtfertigen, dass die Reichen Mais tanken - während die Armen hungern? Hinzu kommt ein gigantisches Mengenproblem: Wollte Deutschland seinen gesamten Benzin- und Dieselbedarf mit Biokraftstoffen decken, wäre dafür eine Fläche nötig, die größer ist als die gesamte Bundesrepublik. Das Gleiche gilt fürs Heizen: Sollten alle Bundesbürger auf Holzpellets umsteigen, würde der deutsche Wald dafür nicht reichen - erneut wären Energie-Importe nötig.
Erdwärme
Plus: Die Wärme im Erdinneren steht rund um die Uhr zur Verfügung. Sie lässt sich sowohl zum Heizen als auch zur Stromerzeugung nutzen. Gäbe es keine Probleme mit der Bohrtechnik, könnte die Geothermie den gesamten deutschen Energiebedarf decken.

Minus: In Deutschland muss man Hunderte oder gar Tausende Meter tief bohren, um ein ausreichendes Temperaturniveau zu erreichen. Die Kosten der Geothermie sind deshalb sehr hoch. Mancherorts gibt es außerdem Probleme mit dem Grundwasser. Andere Länder sind hier aus geologischen Gründen in einer besseren Position: Island zum Beispiel deckt seinen Energiebedarf zum Großteil mit der Wärme aus dem Erdinneren.

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