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03.01.2013
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Neue Umfrage

Rot-Grün in Niedersachsen vorn - FDP holt leicht auf

DPA

Konkurrenten Weil (l.) und McAllister: Kopf-an-Kopf vor der Wahl am 20. Januar

Gut zwei Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen holt die FDP leicht auf - die Liberalen liegen laut einer aktuellen Umfrage bei nun vier Prozent, verfehlen aber weiterhin die Fünfprozenthürde. Rot-Grün führt weiterhin.

Hannover - Am 20. Januar wählen die Niedersachsen ein neues Parlament - nach einer NDR-Umfrage sieht es so aus, dass Rot-Grün einen Regierungswechsel schaffen könnte: Für die SPD wollen laut der Befragung der Meinungsforscher von Infratest dimap 34 Prozent votieren (plus ein Prozent), für die Grünen 13 Prozent (minus zwei Prozent).

Für Schwarz-Gelb reicht es immer noch nicht: Denn die Liberalen verpassen laut Umfrage wieder den Einzug in das Parlament. Sie erreichen vier Prozent, können sich damit im Vergleich zur letzten Ergebung aber um einen Prozentpunkt verbessern. Der leichte Aufwärtstrend lässt die Hoffnungen von Schwarz-Gelb wieder wachsen. Außerdem ist die Mehrzahl der Niedersachsen (54 Prozent, ein Plus von vier Prozent) zufrieden mit der Koalition.

Zuletzt hatten die Liberalen lange bei drei Prozent verharrt. FDP-Chef und Spitzenkandidat Stefan Birkner äußerte sich optimistisch: "Wir sind davon überzeugt, dass für die FDP Niedersachsen am Ende 6 bis 8 Prozent drin sind."

Die CDU von Regierungschef David McAllister bleibt der neuen Umfrage zufolge stabil stärkste Partei mit 40 Prozent. Piraten und Linke dagegen scheitern mit jeweils drei Prozent weiter an der Fünfprozenthürde.

Im direkten Vergleich der Spitzenkandidaten verfügt McAllister von der CDU mit 49 Prozent unverändert über einen komfortablen Vorsprung. Sein Herausforderer Stephan Weil von der SPD holt jedoch vier Punkte auf und kommt inzwischen auf 34 Prozent.

Kurz vor der Wahl sind aber noch viele Bürger unentschlossen: 44 Prozent der Wähler wissen noch nicht, bei welcher Partei sie ihr Kreuz machen oder ob sie überhaupt an die Urnen gehen werden, so die Umfrage. Bei der Wahlentscheidung spielt zudem die Bundespolitik eine immer wichtigere Rolle. 34 Prozent der Befragten erklärten, die Bundespolitik beeinflusse sie in ihrer Entscheidung mehr als die Landespolitik - ein Zuwachs von sechs Punkten gegenüber Dezember.

Infratest dimap befragte nach eigenen Angaben zwischen dem 28. Dezember und 2. Januar 1000 wahlberechtigte Niedersachsen.

Am Freitag startet die SPD in Emden offiziell in die heiße Wahlkampfphase, Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist zu Gast. Am Samstag folgt dann die CDU in Braunschweig, dort tritt Kanzlerin Merkel auf.

heb/Reuters/dpa

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insgesamt 94 Beiträge
1. David McAllister's Eiertanz in Niedersachsen
huaroux 03.01.2013
Zitat: 44 Prozent der Wähler wissen noch nicht, bei welcher Partei sie ihr Kreuz machen oder ob sie überhaupt an die Urnen gehen werden Man, man Leute, zur Wahl gehen ist 1. Bürgerpflicht oder !? wer nicht wählt und sich [...]
Zitat: 44 Prozent der Wähler wissen noch nicht, bei welcher Partei sie ihr Kreuz machen oder ob sie überhaupt an die Urnen gehen werden Man, man Leute, zur Wahl gehen ist 1. Bürgerpflicht oder !? wer nicht wählt und sich hinterher über "Alles" beschwert hat entweder nichts kapiert oder lebt im Gulli. Mein Tipp an die Klientel der "Unentschlossenen" und Politiverdrossenen lautet, geht hin, macht bei allen Kandidaten und Parteien auf dem Wahlzettel ein Kreuz, dann wird dies zwar als "Ungültig" gezählt, doch die abgegebene Stimme wird trotzdem gezählt ;) So kann man diesen Parteien/Politikern am besten seine Unzufrieden- heit über dessen Wirken und regieren mitteilen. In diesem Sinne...()
2. Wir werden das übliche Trauerspiel erleben,
der_nachdenkende 03.01.2013
erst in Niedersachsen, dann in ganz Deutschland: Der deutsche Michel hat nichts aus der Vergangenheit gelernt. Deshalb wird wohl die CDU stärkste Kraft bleiben und die FDP in die Parlamente einziehen. Der deutsche Michel steht in [...]
erst in Niedersachsen, dann in ganz Deutschland: Der deutsche Michel hat nichts aus der Vergangenheit gelernt. Deshalb wird wohl die CDU stärkste Kraft bleiben und die FDP in die Parlamente einziehen. Der deutsche Michel steht in seiner Dummheit keinem anderen Volke nach. Er bekommt die Regierung, die er verdient. Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht...
3. Danke, lieber Mitforist, für Ihren Beitrag!
der_nachdenkende 03.01.2013
Endlich einmal ein Lichtblick - jemand, der die einzige Möglichkeit des wirksamen Protestes im ungerechten und undemokratischen deutschen Wahlrecht erkannt hat! Leider aber gehören Sie zur im Aussterben begriffenen [...]
Zitat von huarouxZitat: 44 Prozent der Wähler wissen noch nicht, bei welcher Partei sie ihr Kreuz machen oder ob sie überhaupt an die Urnen gehen werden Man, man Leute, zur Wahl gehen ist 1. Bürgerpflicht oder !? wer nicht wählt und sich hinterher über "Alles" beschwert hat entweder nichts kapiert oder lebt im Gulli. Mein Tipp an die Klientel der "Unentschlossenen" und Politiverdrossenen lautet, geht hin, macht bei allen Kandidaten und Parteien auf dem Wahlzettel ein Kreuz, dann wird dies zwar als "Ungültig" gezählt, doch die abgegebene Stimme wird trotzdem gezählt ;) So kann man diesen Parteien/Politikern am besten seine Unzufrieden- heit über dessen Wirken und regieren mitteilen. In diesem Sinne...()
Endlich einmal ein Lichtblick - jemand, der die einzige Möglichkeit des wirksamen Protestes im ungerechten und undemokratischen deutschen Wahlrecht erkannt hat! Leider aber gehören Sie zur im Aussterben begriffenen intelligenten Spezies in Deutschland.
4. noch schlimmer als CDU/FDP ist doch wohl ..
unixv 03.01.2013
SPD / Grüne! Das beste Pferd vom Genossen der Bosse mischt da jetzt mit = Unwählbar!
SPD / Grüne! Das beste Pferd vom Genossen der Bosse mischt da jetzt mit = Unwählbar!
5. Ich versteh das alles nicht mehr (@_@)
Demokrator2007 03.01.2013
Die FDP als Partei für Korruption bei niedergelassenen Ärzten, Schmiergeld zahlende Spielautomatenbetreiber und Mövenpick-Hoteliers die weniger Steuern zahlen müssen holen stimmlich auf, während die einzige Partei im [...]
Die FDP als Partei für Korruption bei niedergelassenen Ärzten, Schmiergeld zahlende Spielautomatenbetreiber und Mövenpick-Hoteliers die weniger Steuern zahlen müssen holen stimmlich auf, während die einzige Partei im Bundestag die keine Parteispenden akzeptiert und sich gegen Gesundheits- und Sozialabbau einsetzt auch mehr als 20 Jahre nach der "Wiederveinigung" in Wessiland kein "Bein auf den Boden" bekommt. Sind wir schon so verblödet wie die Amis, die lieber ihre eigenen Kinder opfern und ihr Finanzsystem fast über "die Klippe" fahren als nachzudenken und Uraltgesetze zum Teufel zu jagen und ernsthaft über Veränderungen in der Politik nachzudenken? Da sehe ich dann sehr Schwarz für 2013. Da wird der Drache wohl den Rest einer völlig verblödenden Globalgesellschaft fressen. Es ist zum Verzweifeln. Ich erkenne da mehr Vernunft und Restintelligenz bei meinen schwer kranken Demenzpatienten als in diesem System. P.S. Organspenden kann man sich ja zukünftig durch (politische) Geisterfahrer besorgen,

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