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09.01.2013
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SPD in der Flughafenkrise

Gabriel dementiert Rücktrittsangebot von Wowereit

SPD-Genossen Gabriel, Wowereit: Ist der Berliner Regierende Bürgermeister amtsmüde?
DPA

SPD-Genossen Gabriel, Wowereit: Ist der Berliner Regierende Bürgermeister amtsmüde?

Berlins SPD-Chef Jan Stöß sorgt für Irritationen: Die Darstellung seiner Sprecherin, wonach er Klaus Wowereit gemeinsam mit Bundeschef Sigmar Gabriel vom Rücktritt abgehalten hat, wird aus der Partei-Zentrale klar dementiert. Gabriel ließ mitteilen, er habe ein solches Gespräch nie geführt.

Berlin - Im Willy-Brandt-Haus ist man fassungslos über das, was Berlins SPD-Chef Jan Stöß verbreiten lässt: Demnach ist der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit am Wochenende wegen der vierten Verschiebung des BER-Großflughafens zum Rücktritt bereit gewesen - Stöß und SPD-Bundeschef Sigmar Gabriel hätten ihn jedoch davon abhalten können.

Das Dementi von Gabriel ist deutlich: "Ein entsprechendes Gespräch hat es nicht gegeben", ließ er über einen Sprecher erklären. Wowereit habe zu keiner Zeit seinen Rücktritt angeboten. Man sei "außerordentlich irritiert" über die Darstellung von Stöß, so der Sprecher.

Wowereit war am Montagabend von seinem Amt als Chef des BER-Aufsichtsrats zurückgetreten. Weitere Konsequenzen aus dem Flughafen-Desaster will er bisher nicht ziehen. Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus plant ein Abwahlverfahren gegen den SPD-Politiker.

Die Nachrichtenagentur dpa hatte zunächst Stöß mit der Einschätzung wiedergegeben, wonach Wowereit sich am Wochenende zum Rücktritt bereit erklärt habe. "In dieser Situation haben sowohl SPD-Chef Sigmar Gabriel als auch ich ihn gebeten, zu bleiben", sagte Stöß demnach. Kurioserweise erklärte Stöß gegenüber der Nachrichtenagentur dapd am Mittwoch, Rücktrittsgerüchte seien übertrieben. "Dass es konkret darum ging, zurückzutreten, ist eine Übertreibung", so Stöß. Am Nachmittag korrigierte dpa dann die ursprüngliche Meldung und erklärte, das Rücktrittsangebot Wowereits sei lediglich von einer Sprecherin Stöß' weitergegeben worden.

Der Berliner SPD-Chef gehört zu einer kleinen Gruppe von jüngeren Sozialdemokraten, aus deren Mitte ein möglicher Nachfolger von Wowereit gekürt werden könnte. Dazu gehören Verkehrssenator Michael Müller, Arbeitssenatorin Dilek Kolat sowie Raed Saleh, Chef der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus.

flo/dpa/dapd

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insgesamt 36 Beiträge
1. Wowereits letzte Runde ...
dave_t 09.01.2013
... dürfte damit eingeläutet sein. Denn warum sollte Jan Stöß dazu kommen, so etwas zu behaupten? Warum sollte er selber einen einen solchen Ablauf verbreiten? Für mich die einzig sinnvolle Erklärung: Stöß spricht mit [...]
Zitat von sysopBerlins SPD-Chef Jan Stöß sorgt für Irritationen: Seine Darstellung, wonach er Klaus Wowereit gemeinsam mit Bundeschef Sigmar Gabriel vom Rücktritt abgehalten hat, wird aus der Partei-Zentrale klar dementiert. Gabriel ließ mitteilen, ein solches Gespräch habe es niemals gegeben.
... dürfte damit eingeläutet sein. Denn warum sollte Jan Stöß dazu kommen, so etwas zu behaupten? Warum sollte er selber einen einen solchen Ablauf verbreiten? Für mich die einzig sinnvolle Erklärung: Stöß spricht mit Wowereit, um ihn zum Bleiben oder zum Rücktritt aufzufordern (beides denkbar), und Wowereit läßt ihn wissen, daß Gabriel ihn zum Bleiben aufgefordert hat, worauf Stöß das, um sich ein bißchen wichtig zu machen, gleich an die Presse weitergibt. Dumm nur, daß Gabriel nix davon weiß, daß er Wowereit angeblich stützen will, und das seinerseits auch gleich verbreiten läßt - womit sowohl Wowereit als auch Stöß ziemlich dämlich dastehen. Ach ja, wie war das nochmal? Freund - Feind - Parteifreund.
2. Sind vielleicht Landtagswahlen
kuschl 09.01.2013
Die übliche Politikerpanikstarre vor Landtagswahlen, danach kann er dann (endlich) zurücktreten, der "Wowi". Die Lücke, die er hinterläßt, ersetzt ihn voll!
Zitat von sysopBerlins SPD-Chef Jan Stöß sorgt für Irritationen: Seine Darstellung, wonach er Klaus Wowereit gemeinsam mit Bundeschef Sigmar Gabriel vom Rücktritt abgehalten hat, wird aus der Partei-Zentrale klar dementiert. Gabriel ließ mitteilen, ein solches Gespräch habe es niemals gegeben. SPD-Chef Gabriel dementiert Rücktrittsbereitschaft von Klaus Wowereit - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-chef-gabriel-dementiert-ruecktrittsbereitschaft-von-klaus-wowereit-a-876609.html)
Die übliche Politikerpanikstarre vor Landtagswahlen, danach kann er dann (endlich) zurücktreten, der "Wowi". Die Lücke, die er hinterläßt, ersetzt ihn voll!
3. Jedes dieser Signale ...
katzekaterkarlo 09.01.2013
... sagt deutlich: Wir sind nicht in der Lage Verantwortung zu tragen. Wir wollen das auch gar nicht. Wählt weiterhin lieber Merkel. Sind bei der SPD eigentlich nur noch Vollidioten unter wegs?
... sagt deutlich: Wir sind nicht in der Lage Verantwortung zu tragen. Wir wollen das auch gar nicht. Wählt weiterhin lieber Merkel. Sind bei der SPD eigentlich nur noch Vollidioten unter wegs?
4. Die SPD ist momentan
gaerry 09.01.2013
ein Saustall mit völlig inkompetnetr Führung. Schwer zu ertragen für eine echten Sozialdemokraten.
ein Saustall mit völlig inkompetnetr Führung. Schwer zu ertragen für eine echten Sozialdemokraten.
5. Die linke und die rechte Hand des Teufels?
Freewolfgang 09.01.2013
Nein, das wäre übertrieben, hier weiß die linke Hand schlicht nicht was die rechte macht. Um die Bundestagswahlen zu gewinnen, muss Merkel keinen Wahlkampf machen - nur einfach den Schwachsinn der Gegner genießen...
Zitat von sysopBerlins SPD-Chef Jan Stöß sorgt für Irritationen: Seine Darstellung, wonach er Klaus Wowereit gemeinsam mit Bundeschef Sigmar Gabriel vom Rücktritt abgehalten hat, wird aus der Partei-Zentrale klar dementiert. Gabriel ließ mitteilen, ein solches Gespräch habe es niemals gegeben. SPD-Chef Gabriel dementiert Rücktrittsbereitschaft von Klaus Wowereit - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-chef-gabriel-dementiert-ruecktrittsbereitschaft-von-klaus-wowereit-a-876609.html)
Nein, das wäre übertrieben, hier weiß die linke Hand schlicht nicht was die rechte macht. Um die Bundestagswahlen zu gewinnen, muss Merkel keinen Wahlkampf machen - nur einfach den Schwachsinn der Gegner genießen...

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