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16.01.2013
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Steinbrück-Effekt

SPD stürzt in neues Umfragetief

dapd

Steinbrück: Sein Ansehen in der Bevölkerung sinkt immer mehr

Die Werte sind niederschmetternd für die SPD. Laut einer Forsa-Umfrage liegen die Genossen nur noch bei 23 Prozent, Kanzlerkandidat Steinbrück verliert in der Bevölkerung erneut an Ansehen. Die Union hingegen klettert auf 43 Prozent.

Hamburg - Der Trend ist gegen die SPD und ihren Kandidaten Peer Steinbrück. In einer neuen Forsa-Umfrage für RTL und "Stern" verlieren die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche erneut zwei Prozentpunkte und fallen auf 23 Prozent - das ist ihr niedrigster Wert seit Juli 2011. Anfang Oktober, direkt nach der Nominierung von Steinbrück als Herausforderer von Kanzlerin Merkel, lag die SPD noch bei 30 Prozent. Jetzt dümpeln die Genossen auf dem Niveau ihres Ergebnisses bei der letzten Bundestagswahl 2009.

Ganz anders dagegen CDU und CSU: Die Union gewinnt erneut einen Punkt und steigert sich auf 43 Prozent. Es ist ihr bislang bester Wert unter Kanzlerin Merkel. Die FDP legt zwar um einen Punkt auf 3 Prozent zu, muss damit aber immer noch um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen. Die Grünen fallen um einen Punkt auf 14 Prozent, die Linke sinkt um einen Punkt auf 8 Prozent. Die Piraten gewinnen einen Punkt, wären mit 4 Prozent aber wie die Liberalen nicht im Bundestag vertreten. Auf "sonstige Parteien" entfallen 5 Prozent. Die Union ist damit alleine nun schon 6 Prozentpunkte stärker als das rot-grüne Lager mit gemeinsam 37 Prozent.

Peer Steinbrück schafft es zudem nicht, in der Bevölkerung zu punkten. Im Gegenteil: Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich nach nur noch 18 Prozent für den SPD-Kandidaten entscheiden - 4 Punkte weniger als in der Woche zuvor. Für Merkel würden 59 Prozent stimmen, ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Die Kanzlerin hat rund acht Monate vor der Bundestagswahl damit einen Vorsprung von 41 Prozentpunkten vor ihrem Herausforderer.

Die erneuten Stimmenverluste der SPD führt Forsa-Chef Manfred Güllner darauf zurück, dass viele ihrer potentiellen Wähler durch die Debatte um ihren Kanzlerkandidaten frustriert und irritiert seien. "Die ducken sich weg und mögen sich nicht zu ihrer Partei bekennen." Die Reihen der Unionsanhänger dagegen seien geschlossen. "Die stehen frohgemut hinter ihrer Partei und der Kanzlerin", wird Güllner zitiert. Der Eindruck sei, Merkel mache es doch gut, ihr könne man vertrauen. Bei Steinbrück seien sich viele nicht sicher.

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insgesamt 522 Beiträge
1.
unpolit 16.01.2013
Ob schon mal jemand in der SPD darüber nachgedacht hat, Herrn Steinmeier anzusprechen. Wenn der Kandidat nicht zu vermitteln ist (und das hängt sicher nicht von seiner Kompetenz ab), dann sollte man Handeln, so lange noch Zeit [...]
Ob schon mal jemand in der SPD darüber nachgedacht hat, Herrn Steinmeier anzusprechen. Wenn der Kandidat nicht zu vermitteln ist (und das hängt sicher nicht von seiner Kompetenz ab), dann sollte man Handeln, so lange noch Zeit ist. Wenn Du merkst, dass dein Pferd tot ist, dann steig ab.
2. Recht so
mps58 16.01.2013
Ich bin sehr stolz auf unsere Wähler, dass sie das ganze billige Schmierentheater mit immer neuen unfinanzierbaren Wahlgeschenken durchschauen. Mittlerweile dürfte auch jedem Angestellten klar sein, dass er bei einer Erhöhung [...]
Ich bin sehr stolz auf unsere Wähler, dass sie das ganze billige Schmierentheater mit immer neuen unfinanzierbaren Wahlgeschenken durchschauen. Mittlerweile dürfte auch jedem Angestellten klar sein, dass er bei einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes auch nicht ungeschoren davon kommt, da die Progression erhöht werden wird. Schön, dass immer mehr Bundesbürger begreifen, dass es darauf ankommt, was man selber in der Tasche hat, und nicht dass die bösen sogenannten Reichen etwas mehr zahlen müssen.
3. das
martin-z. 16.01.2013
gibt wohl ne grosse koalition. insgeheim wünscht sich das wohl auch cdu/spd weil sie dann mit notstandsverordnungsähnlichen gesetzen deutschland auf kurs halten können. generell sollte man sich überlegen, ob es nicht [...]
Zitat von sysopGetty ImagesDie Werte sind niederschmetternd für die SPD. Laut einer Forsa-Umfrage liegen die Genossen nur noch bei 23 Prozent, Kanzlerkandidat Steinbrück verliert in der Bevölkerung erneut an Ansehen. Die Union hingegen klettert auf 43 Prozent. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/forsa-umfrage-spd-und-steinbrueck-auf-talfahrt-a-877774.html
gibt wohl ne grosse koalition. insgeheim wünscht sich das wohl auch cdu/spd weil sie dann mit notstandsverordnungsähnlichen gesetzen deutschland auf kurs halten können. generell sollte man sich überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, auch noch die grünen mit ins boot zu nehmen. so eine allparteienregierung, (unter ausschluss der kommunisten von der ex-sed) hätte dann eine 2/3 mehrheit, könnte das grundgesetz ändern und dringend erfoderliche veränderungen einleuten.
4. Schröder 2.0
kalzifer 16.01.2013
Die Umfrageergebnisse überraschen mich überhaupt nicht. Niemand möchte eine Neuauflage von Schröders Politik der sozialen Kälte. Die SPD denkt doch nur wieder ans Schröpfen, und das halbherzige Bekenntnis zum Mindestlohn [...]
Die Umfrageergebnisse überraschen mich überhaupt nicht. Niemand möchte eine Neuauflage von Schröders Politik der sozialen Kälte. Die SPD denkt doch nur wieder ans Schröpfen, und das halbherzige Bekenntnis zum Mindestlohn hätte schon vor Jahren umgesetzt werden müssen. Auch die Grünen lassen Aussagen zur sozialen Gerechtigkeit vermissen. Das bedingungslose Grundeinkommen, finanziert durch Maschinen-oder Mehrwertsteuer ist kein fester Bestandteil des Wahlprogramms. Die Linkspartei ist hier wesentlich plausibler, aber auch da vermisse ich eindeutige Aussagen zur dringend notwendigen Einschränkung der Zeitarbeit. Alles in allem keine Partei in Sicht, die wirklich zu 100% für die kleinen Leute und die Mittelschicht da ist.
5. Das ist doch kein wunder wenn ihr nur negative
luxus64 16.01.2013
Berichte über die SPD schreibt. warum kann man den Bericht nicht kommentieren wo die Merkeln beim DGB Sommer ist? Das schreibt ihr ja wieder nicht wie vieles andere wenn man Merkel kritisieren muss weil sie uns nur veraxxxx. [...]
Berichte über die SPD schreibt. warum kann man den Bericht nicht kommentieren wo die Merkeln beim DGB Sommer ist? Das schreibt ihr ja wieder nicht wie vieles andere wenn man Merkel kritisieren muss weil sie uns nur veraxxxx. Diese Frau ist Machtgeil das wollt ihr nur nicht zugeben.

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