Lade Daten...
25.01.2013
Schrift:
-
+

SPD-Kanzleranwärter

Steinbrück will kleine Wahlkampfmannschaft

REUTERS

Wahlkämpfer Peer Steinbrück: "Einige werden mehrere Felder zu betreuen haben"

Kanzlerkandidat Steinbrück will mit einem überschaubaren Team in den Bundestagswahlkampf ziehen - anders als sein Vorgänger Steinmeier. Wer dazugehören wird, soll nach dem Parteitag im April bestimmt werden.

Berlin - Die Devise lautet offenbar Überschaubarkeit. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will nach dem Parteitag Mitte April mit der Parteispitze beraten, wen er in seine Wahlkampfmannschaft beruft. Vorab stellte er am Freitag klar, er habe nicht die Absicht, mit einer unendlichen Zahl von Frauen und Männern in den Bundestagswahlkampf zu ziehen. "Das wird eine begrenzte Zahl sein, es wird paritätisch besetzt werden mit Frauen und Männern, und deshalb werden einige dort auch mehrere Felder zu betreuen haben", sagte Steinbrück am Rande der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin.

Rückschlüsse, wer in einem Kabinett Steinbrück Minister werden könnte, soll die Auswahl nicht zulassen. "Ein solches Kompetenzteam wird kein Schattenkabinett sein", betonte der Kandidat.

Für den Bundestagswahlkampf vor vier Jahren hatte der damalige SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier eine Mannschaft von 18 Politikern und Fachleuten zusammengestellt, darunter zehn Frauen. Auch parteiintern hatte das Irritationen hervorgerufen, kaum ein Sozialdemokrat hielt ein solch großes Team mit einigen eher unbekannten Namen für den richtigen Ansatz im Wahlkampf. Auch vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen dürfte Steinbrück versuchen, sein Team überschaubar zu halten.

Ob es in seiner Mannschaft echte Überraschungen geben wird, ist fraglich. In der Partei wird darüber spekuliert, dass Steinbrück auch jemanden aus der Wirtschaft nominieren könnte, möglicherweise auch eine Frau. Doch wird intern darauf verwiesen, dass dies kaum Wirkung erzielen dürfte, sofern es sich nicht um einen wirklich prominenten Namen handele. Als gesetzt gilt die Führungsriege der Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier und Thomas Oppermann. Auch Parteivize Manuela Schwesig dürfte in dem Team vertreten sein, ist sie doch eine der wenigen Frauen in der SPD, die ein Profil vorweisen können.

Der SPD-Vorstand kommt am Sonntag in Potsdam zu einer zweitägigen Klausurtagung zusammen. Dabei wollen die Genossen die Weichen für den Bundestagswahlkampf stellen und das Wahlprogramm vorbereiten. Parteichef Sigmar Gabriel hatte Anfang der Woche erklärt, die SPD werde mit einem "Wahlkampf von unten" um die Stimmen von Arbeitnehmern, Rentnern und Familien werben. Erwartet wird zudem, dass Steinbrück den Sozialdemokraten seine Pläne für die kommenden Monate darlegen wird.

ler/vme/dpa

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 38 Beiträge
1. Wozu der Aufwand?
meinmein 25.01.2013
Am besten die Wahl mit dem geringst möglichen Aufwand verlieren. Es lohnt sich doch gar nicht groß, die Wähler von etwas zu überzeugen, was man gar nicht will. Vizekanzler ist auch schön. Und danach ist man wieder als [...]
Zitat von sysopREUTERSKanzlerkandidat Steinbrück will mit einem überschaubaren Team in den Bundestagswahlkampf ziehen - anders als sein Vorgänger Steinmeier. Wer dazu gehören wird, soll nach dem Parteitag im April bestimmt werden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-kanzlerkandidat-steinbrueck-will-ueberschaubare-mannschaft-a-879764.html
Am besten die Wahl mit dem geringst möglichen Aufwand verlieren. Es lohnt sich doch gar nicht groß, die Wähler von etwas zu überzeugen, was man gar nicht will. Vizekanzler ist auch schön. Und danach ist man wieder als Redner gefragt.
2. Wahlkampf
kf_mailer 25.01.2013
bevor man jeden wähle läßt, sollte man vielleicht erstmal überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, eine Wahlfähigkeitsprüfung abzulegen, schließlich kann darf nicht jeder Autofahren. Ansonsten ist natürlich auch dieser [...]
bevor man jeden wähle läßt, sollte man vielleicht erstmal überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, eine Wahlfähigkeitsprüfung abzulegen, schließlich kann darf nicht jeder Autofahren. Ansonsten ist natürlich auch dieser Wahlkampf absolut unnötig, eine Scheinwahl zwischen Pest und Cholera. Dad hier ist keine Demokratie, im übrigen waren Wahlen im Ursprungsland der Demokratie, in Griechenland verboten und die Repräsentanten bekamen auch kein Geld, schließlich war es eine Ehre, seine Gemeinschaft zu vertreten... Eins ist klar: mich repräsentieren diese Kasper jedenfalls nicht.
3. Für mich ist es absolut
klube 25.01.2013
unverständlich was hier an frustrierten und selbstverliebten Usern rumläuft. Wir haben im Osten gekämpft um frei Wählen zu können, und dann muss ich das von den Spinnern lesen. Das sind die Gutmenschen aus dem Westen, [...]
Zitat von kf_mailerbevor man jeden wähle läßt, sollte man vielleicht erstmal überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, eine Wahlfähigkeitsprüfung abzulegen, schließlich kann darf nicht jeder Autofahren. Ansonsten ist natürlich auch dieser Wahlkampf absolut unnötig, eine Scheinwahl zwischen Pest und Cholera. Dad hier ist keine Demokratie, im übrigen waren Wahlen im Ursprungsland der Demokratie, in Griechenland verboten und die Repräsentanten bekamen auch kein Geld, schließlich war es eine Ehre, seine Gemeinschaft zu vertreten... Eins ist klar: mich repräsentieren diese Kasper jedenfalls nicht.
unverständlich was hier an frustrierten und selbstverliebten Usern rumläuft. Wir haben im Osten gekämpft um frei Wählen zu können, und dann muss ich das von den Spinnern lesen. Das sind die Gutmenschen aus dem Westen, die Wissen nicht wovon sie reden.
4. .
Matze38 25.01.2013
frei wählen ist das eine, wählerverarsche das andere, nicht alle parteien haben die gleichen voraussetzungen. die medien entscheiden wahlen, weil der wähler die medien als wahlhilfe in anspruch nimmt.
Zitat von klubeunverständlich was hier an frustrierten und selbstverliebten Usern rumläuft. Wir haben im Osten gekämpft um frei Wählen zu können, und dann muss ich das von den Spinnern lesen. Das sind die Gutmenschen aus dem Westen, die Wissen nicht wovon sie reden.
frei wählen ist das eine, wählerverarsche das andere, nicht alle parteien haben die gleichen voraussetzungen. die medien entscheiden wahlen, weil der wähler die medien als wahlhilfe in anspruch nimmt.
5. $teinbrück kann berufen wen er will...
hanfbauer2 25.01.2013
Solange die eigene Glaubwürdigkeit gerade mal für 23% in den Umfragen reicht, ist die Größe und Besetzung des "Teams" völlig nebensächlich.
Solange die eigene Glaubwürdigkeit gerade mal für 23% in den Umfragen reicht, ist die Größe und Besetzung des "Teams" völlig nebensächlich.

MEHR AUF SPIEGEL ONLINE

Verwandte Themen

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter RSS
alles zum Thema SPD
RSS
Rubriken

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten