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Politik

AKK in Interview

"Klassische CDU-Promenadenmischung"

Annegret Kramp-Karrenbauer will CDU-Vorsitzende werden. In einem Interview äußert sie sich zu Diesel-Gate und Uno-Migrationspakt - und sagt, wie sie ihren Mann eingeweiht hat, dass sie sich zur Wahl stellt.

CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Annegret Kramp-Karrenbauer

Samstag, 10.11.2018   12:00 Uhr

Annegret Kramp-Karrenbauer will in einem Monat auf dem CDU-Bundesparteitag in Hamburg zur Nachfolgerin von Angela Merkel als Parteivorsitzende gewählt werden. Am Mittwoch hat sie sich erstmals ausführlich dazu geäußert, warum sie gegen Jens Spahn und Friedrich Merz antritt - und nun erklärt, wie sie ihren eigenen Ehemann über die Entscheidung informiert hat.

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Heft 46/2018
Der Anti-Merkel
Was Friedrich Merz mit Deutschland vorhat

"Ich konnte meinem Mann gerade noch eine SMS schicken, dass ich kandidiere, damit er es zumindest von mir original erfährt", sagte sie den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Sich selbst bezeichnete AKK als "klassische CDU-Promenadenmischung, die von allen Flügeln etwas mit sich bringt".

Kramp-Karrenbauer sprach auch über die Diesel-Debatte. Sie ermahnte die Autokonzerne, möglichst rasch für die Kosten einer Diesel-Nachrüstung aufzukommen. "Automobilunternehmen sollten wissen, dass sie mit dem Feuer spielen. Es geht in der Dieselkrise nicht nur um ihre Umsätze, sondern um Vertrauen in ihre Produkte", sagte die 56-Jährige.

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Sie verteidigte zudem den Uno-Migrationspakt gegen wachsende Kritik. "Es sind vor allem rechtspopulistische Parteien, die versuchen, aus dem Migrationspakt ein Verhetzungspotenzial zu ziehen", sagte Kramp-Karrenbauer. "Wenn wir unsere Politik in Deutschland danach ausrichten, verzwergen wir uns in einer unglaublichen Weise selbst - und die Rechtspopulisten verzeichnen schon den ersten Erfolg."

Der Migrationspakt "bietet - rechtlich unverbindlich - eine Grundlage für Vereinbarungen zwischen Herkunftsländern und Zielländern, damit Migration erst gar nicht entsteht", sagte sie weiter. "Daher ist der Pakt für Länder wie Deutschland eher positiv als negativ."

Im Video: SPIEGEL-Redakteur René Pfister analysiert die Stärken und Schwächen der Kandidaten Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz.

Foto: DER SPIEGEL

Der "Global Compact for Migration" der Vereinten Nationen soll bei einer Konferenz in Marrakesch am 10. und 11. Dezember offiziell angenommen werden. Er umfasst eine Reihe von Leitlinien und Maßnahmen, deren Umsetzung rechtlich aber nicht bindend ist. Im Kern geht es um eine bessere internationale Zusammenarbeit in der Migrationspolitik und um Standards im Umgang mit Flüchtlingen.



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Wie funktioniert die Civey-Methodik?
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Warum ist eine Registrierung nötig?
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dop/dpa/AFP

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