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Politik

Grünen-Fraktionschef

Hofreiter will erneut kandidieren

Anton Hofreiter findet seine Aufgabe als Grünen-Fraktionschef "total spannend". Im Herbst will er sich zur Wiederwahl stellen.

DPA

Anton Hofreiter

Freitag, 15.03.2019   14:32 Uhr

Anton Hofreiter will sich im Herbst erneut für die Wahl zum Grünen-Fraktionschef aufstellen lassen. Er wolle die gemeinsame Arbeit mit der Fraktion fortsetzen, sagte Hofreiter der Zeitung "taz". "Ich finde meine Aufgabe gerade total spannend", so der 49-Jährige. "Es ist ein Privileg, die Fraktion in diesen Zeiten führen zu dürfen."

Hofreiter ist seit Oktober 2013 gemeinsam mit Katrin Göring-Eckardt Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Bundestag. Der Fraktionsvorstand wird turnusgemäß alle zwei Jahre neu gewählt. Auch Göring-Eckardt machte dem Bericht zufolge bereits zuvor deutlich, erneut zu kandidieren.

Hofreiter gehört seit 2005 dem Deutschen Bundestag an und war von 2011 bis 2013 Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 bewarb sich der promovierte Biologe vergeblich um die grüne Spitzenkandidatur an der Seite Göring-Eckardts. In einer Urwahl landete er hinter dem damaligen Parteivorsitzenden Cem Özdemir und dem derzeitigen Amtsinhaber Robert Habeck nur auf dem dritten Platz.

Während Göring-Eckardt kürzlich angekündigt hat, bei der nächsten Bundestagswahl nicht wieder Spitzenkandidatin ihrer Partei werden zu wollen, lässt Hofreiter seine Ambitionen vorerst offen. Auf die Frage, ob er im Falle von Neuwahlen Interesse an der Spitzenkandidatur der Grünen hätte, antwortete er, es werde viel darüber spekuliert, wann gewählt werde oder wann nicht. Wenn es dann so weit wäre, "werden wir Grünen gemeinsam entscheiden, was die beste Aufstellung für uns ist".

asc/AFP

insgesamt 6 Beiträge
tonhalle 15.03.2019
1. Also doch noch keine Regierungsbeteiligung gewünscht
Herr Hofreiter wirkt wie ein Relikt aus der wilden Fundiphase im letzten Jahrtausend und kann so als Ausrede für das Scheitern der nächsten GroKo (CDU/CSU - Grüne) fungieren. Ähnliche Probleme, wie bei der FDP soll es ja nicht [...]
Herr Hofreiter wirkt wie ein Relikt aus der wilden Fundiphase im letzten Jahrtausend und kann so als Ausrede für das Scheitern der nächsten GroKo (CDU/CSU - Grüne) fungieren. Ähnliche Probleme, wie bei der FDP soll es ja nicht geben, denn die Grünen sind ja durchaus lernfähig. Davon abgesehen ist er aber auch in seinem Auftreten und seinen Ansichten wirklich einer der Hauptgründe, weshalb die Grünen nicht zum ernstzunehmenden Gegner aufsteigen können. Er ist in vielerlei Hinsicht einfach wirklich schlecht informiert oder will schlicht Chaos verbreiten. Die Zeiten, dachte ich, wären vorbei. Für mich persönlich möchte ich die Formulierung "z.T. verlogen" verwenden, wenn ich Herrn Hofreiters Wirken beschreibe, denn zumindest hinsichtlich der Energiewende kann ich mir erlauben mitzureden und habe schon Schwierigkeiten, mit seinen oftmals haltlosen Halbwahrheiten umzugehen. Halbwahrheiten und Lügen sind m.E. der Grund für das immer weiter nachlassende Interesse der Bevölkerung an eigenem, öffentlichen, politischem Handeln!
habel 15.03.2019
2. Sehr gut!
Jetzt noch Göring E und die drei kommenden Ostdeutschen Landtagswahlen... Sehr gut! Dann kann das mit den Grünen auch abgehakt werden.
Jetzt noch Göring E und die drei kommenden Ostdeutschen Landtagswahlen... Sehr gut! Dann kann das mit den Grünen auch abgehakt werden.
fvaderno 15.03.2019
3. Er mag ja den Job spannend finden ...
..., aber viele finden, dass er eine absolute Fehlbesetzung ist. Es gibt viele potenzielle Wähler der Grünen, die wegen ihm nicht für die Grünen stimmen. Die goldenen Tage der Grünen mit charismatischen Personen an der Spitze [...]
..., aber viele finden, dass er eine absolute Fehlbesetzung ist. Es gibt viele potenzielle Wähler der Grünen, die wegen ihm nicht für die Grünen stimmen. Die goldenen Tage der Grünen mit charismatischen Personen an der Spitze sind wohl vorbei - auch wenn einer von diesen Charismatikern noch an der Spitze einer Landesregierung steht.
simonweber1 15.03.2019
4. Ja
das man die Grünen abhaken kann, wäre eine wunderbare Entwicklung. Ich habe bisher noch nie verstanden, mit was die Grünen einige Menschen die sie wählen beeindruckt haben? Eine solch heuchlerische Partei , die nur nach [...]
Zitat von habelJetzt noch Göring E und die drei kommenden Ostdeutschen Landtagswahlen... Sehr gut! Dann kann das mit den Grünen auch abgehakt werden.
das man die Grünen abhaken kann, wäre eine wunderbare Entwicklung. Ich habe bisher noch nie verstanden, mit was die Grünen einige Menschen die sie wählen beeindruckt haben? Eine solch heuchlerische Partei , die nur nach Machtoptionen strebt braucht niemand. Insofern ist die Kandidatur Hofreiters für den Fraktionsvorsitz ein Hoffnungszeichen , dass der Aufwind der Grünen in einer Flaute endet.
man 15.03.2019
5. Ich finde Hofreiter, Dr. der Biologie, nicht
unsympathisch, aber wenn er redet stellt man fest viel Ahnung hat er nicht wirklich.
unsympathisch, aber wenn er redet stellt man fest viel Ahnung hat er nicht wirklich.

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