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Politik

Kampf um die Merkel-Nachfolge

Wer wählt wen?

AKK, Merz oder Spahn? Einige prominente CDU-Politiker haben ihre Favoriten für die Merkel-Nachfolge bereits benannt. Andere halten sich auffällig bedeckt. Der Überblick.

REUTERS

Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn (v. li.)

Von
Donnerstag, 06.12.2018   16:16 Uhr

Am Freitag entscheiden die 1.001 Delegierten auf dem CDU-Parteitag in Hamburg, wer Angela Merkel als Parteivorsitzende ablösen wird: Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer oder Jens Spahn (hören Sie dazu den Podcast "Stimmenfang").

Kurz davor hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble kritisiert. Dass Schäuble eine Wahlempfehlung für den Kandidaten Friedrich Merz abgegeben habe, habe ihn überrascht, sagte er der "Rheinischen Post". Und legte sogleich selbst nach: "Da Wolfgang Schäuble nun den Damm gebrochen hat, kann ich sagen: Ich bin überzeugt, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer die beste Chance haben, die CDU zu einen und Wahlen zu gewinnen."

Stimmenfang Podcast #77 - "Jetzt wird wieder diskutiert" - Wie der Wettstreit um den CDU-Vorsitz die Partei befreit hat

Nicht nur Schäuble und Altmaier haben öffentlich über ihre Favoriten gesprochen. Obwohl die Wahl am Freitag geheim ist, haben sich auch andere prominente CDU-Politiker vorab bekannt.

Dies sind die Kandidaten und ihre Fürsprecher:

Annegret Kramp-Karrenbauer

Getty Images

Annegret Kramp-Karrenbauer

"Ich bin überzeugt, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer die beste Chance haben, die CDU zu einen und Wahlen zu gewinnen." (in der "Rheinischen Post")

"Sie hat ihren Job als Generalsekretärin ausgesprochen gut gemacht."

"Sie ist regierungserfahren, hat Wahlen gewonnen, sie ist hart, sie war Innenministerin, sie weiß sich durchzusetzen und hat ein soziales Herz." (in der "Sächsischen Zeitung")

"Sie kann die Partei am besten zusammenhalten." (in der "Zeit")

"Sie kann Wahlen gewinnen, sie kann die Partei motivieren. Das ist das, was wir brauchen. Außerdem schadet es nichts, wenn es weiterhin einen guten Draht zwischen der Parteizentrale und dem Kanzleramt gibt." (in der "Welt")

"Ich werde in Hamburg Annegret Kramp-Karrenbauer wählen, weil ich möchte, dass die CDU eine Volkspartei bleibt mit Chancen auf Wahlergebnisse in Richtung 40 Prozent." (in der "Rheinischen Post")

"Ich wünsche mir eine Siegerin." (in der "Stuttgarter Zeitung")

"Sie hat bewiesen, dass sie Wahlen gewinnen kann: Sie hat die 40-Prozent-Marke für die CDU im Saarland auch in schwieriger Zeit erreicht." (in der "Schwäbischen Zeitung")

"Ich werde mich für Annegret Kramp-Karrenbauer einsetzen, weil ich glaube, dass sie politisch am breitesten aufgestellt ist."

Friedrich Merz

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Friedrich Merz

"Es wäre das Beste für das Land, wenn Friedrich Merz eine Mehrheit auf dem Parteitag erhielte" (in der "FAZ")

"Ich werde auf dem Parteitag Friedrich Merz wählen." (in der "Stuttgarter Zeitung")

"Er hat bewiesen, dass er auch ohne Regierungsamt eine wichtige Rolle für die CDU spielte. Ich bin mir sicher, er kann es auch heute noch."(im SPIEGEL)

"Von der Basis weiß ich, dass sehr viele auf Friedrich Merz setzen. Ich kenne ihn schon sehr lange, und er hat meine volle Unterstützung. Mit ihm kann die CDU auch wieder Großstadtpartei werden." (in der "Bild"-Zeitung)

Jens Spahn

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Jens Spahn

Wer sich mit einer Positionierung zurückhält

Anmerkung: In einer früheren Version dieses Textes wurde Wolfgang Schäuble fälschlicherweise als Bundespräsident bezeichnet. Schäuble ist Bundestagspräsident. Wir haben den Fehler korrigiert.

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