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Politik

Uno-Angaben

In Deutschland leben europaweit die meisten Flüchtlinge

1,41 Millionen Asylbewerber und Schutzberechtigte hielten sich Ende vergangenen Jahres in Deutschland auf - das berichtet das UNHCR laut einem Medienbericht. Allein in NRW waren es mehr als in ganz Italien.

DPA

Europafahne vor dem EU-Parlament

Montag, 25.06.2018   07:06 Uhr

In Deutschland leben europaweit die meisten Schutzberechtigten und Asylbewerber. Das berichtet die "Welt" und beruft sich dabei auf Zahlen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Demnach lebten Ende Dezember 2017 hierzulande insgesamt 1,41 Millionen dieser Migranten. Danach folge Frankreich (402.000) vor Italien (355.000). Noch hinter Ländern wie Schweden (328.000) und Österreich (173.000) liege Griechenland (83.000).

Die UNHCR-Auflistung bezieht sich nur auf Schutzberechtigte, Asylbewerber und aus anderen humanitären Gründen Bleibeberechtigte, sogenannte Persons of Concern. Abgelehnte Asylbewerber sind in der Auflistung nicht berücksichtigt.

Die Daten der nationalen Statistikämter sowie des europäischen Statistikamtes weichen nicht wesentlich von den UNHCR-Angaben ab, wie es in dem Bericht heißt. Die griechische Regierung selbst spricht demnach sogar nur von rund 60.000 Schutzsuchenden im Land.

Wie die Zeitung weiter berichtet, leben allein in Nordrhein-Westfalen mehr Asylbewerber als in ganz Italien: 433.236 Menschen in dem Bundesland im Vergleich zu 355.000 Menschen in dem EU-Mitgliedstaat.

Video zu Flüchtlingszahlen von UNHCR: Ein trauriges Rekordjahr

Foto: Getty Images

In der EU wird derzeit um den Umgang mit Flüchtlingen gestritten. Am Sonntag trafen sich in Brüssel Vertreter von 16 EU-Staaten, um darüber zu beraten - der informelle Sondergipfel galt als entscheidender Termin, um vor dem EU-Gipfel kommende Woche zu einer gemeinsamen Linie zu finden.

Im Anschluss sagte Kanzlerin Angela Merkel, es habe viel guten Willen gegeben. "Und auch, neben einigen Unterschieden, doch ein großes Maß an Gemeinsamkeiten." Ob eine rasche Lösung oder Absprachen mit einzelnen EU-Ländern gelingen könnten, ließ sie allerdings offen.

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Merkel steht innenpolitisch unter großem Druck, da die Flüchtlingspolitik zu einem erbitterten Streit zwischen den Unionsparteien geführt hat. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will Migranten an der deutschen Grenze zurückweisen, die bereits in einem anderen EU-Land registriert wurden. Merkel lehnt solche nationalen Alleingänge ab (mehr dazu, wie Merkel versucht, ihre Kanzlerschaft zu retten, lesen Sie hier).

aar/dpa/AFP

insgesamt 188 Beiträge
herbert 25.06.2018
1. Uno-Angaben In Deutschland leben europaweit die meisten Flüchtlinge
Was für eine Aussage ! Das fällt garantiert auch dem auf, der nicht lesen und rechnen kann. Und das soll auch so bleiben, denn die Grünen und die Linken wollen alles aufnehmen, was weltweit auf gepackten Koffern sitzt. Es [...]
Was für eine Aussage ! Das fällt garantiert auch dem auf, der nicht lesen und rechnen kann. Und das soll auch so bleiben, denn die Grünen und die Linken wollen alles aufnehmen, was weltweit auf gepackten Koffern sitzt. Es kommt der Tag, da ist die deutsche Sprache nur eine von vielen in Deutschland ! Im übrigen ist Merkels Flüchtling Aufnahme auch der England Brexit Grund gewesen, weil die Engländer es leid waren, dass Unmengen nach England wollten.
mhuz 25.06.2018
2.
Jetzt soll noch einer sagen, die Rente seien nicht sicher. Bei den Flüchtlingszahlen, müssen die Zukünftigen Arbeitnehmer, mit 50 in die Rente gehen - bei den Einnahmen, werden die Sozialkassen überlaufen.
Jetzt soll noch einer sagen, die Rente seien nicht sicher. Bei den Flüchtlingszahlen, müssen die Zukünftigen Arbeitnehmer, mit 50 in die Rente gehen - bei den Einnahmen, werden die Sozialkassen überlaufen.
julian0922 25.06.2018
3. Really????
What else is new? Wenn Merkel die Grezne oeffent, was anderes wird hier erwartet. Der Spiegel wird zu Weichspuelung der Regierung benuzt und es ist nicht mehr schoen. Was anderes habt ihr erwartet? Jetzt mal im Ernst!!! Und wann [...]
What else is new? Wenn Merkel die Grezne oeffent, was anderes wird hier erwartet. Der Spiegel wird zu Weichspuelung der Regierung benuzt und es ist nicht mehr schoen. Was anderes habt ihr erwartet? Jetzt mal im Ernst!!! Und wann fangt ihr endlich an die Laender zu verurteilen die an dem Krieg im nahen Osten beteiligt sind. Denn nur darauf laeuft es hinaus und ein wenig journalismus ware schon ganz nett. Aber leider traut sich heutzutage niemand mehr da man ja anecken koennte.
omanolika 25.06.2018
4. Wer die Überschrift gut fände!?
Statt erhitzte Gemüter abzukühlen, kippen Sie mit der Überschrift Wasser auf die Mühlen, all jener, die grade voller Entsetzen, die Menschen hier eben aufhetzen, wegen dieser "bösen Flüchtlngsflut", denn die [...]
Statt erhitzte Gemüter abzukühlen, kippen Sie mit der Überschrift Wasser auf die Mühlen, all jener, die grade voller Entsetzen, die Menschen hier eben aufhetzen, wegen dieser "bösen Flüchtlngsflut", denn die Überschrift fände die AfD sicher gut... Muss man denn gleich so ein Schreckensbild malen, mit der reinen Verwendung von absoluten Zahlen...?
tomxxx 25.06.2018
5. Seid Ihr Euch da so sicher?
in anderen europäischen Ländern gibt es (angeblich) das nette finanzielle Paket dazu. Dementsprechend ist es auch nicht so attraktiv sich dort zu registrieren.
in anderen europäischen Ländern gibt es (angeblich) das nette finanzielle Paket dazu. Dementsprechend ist es auch nicht so attraktiv sich dort zu registrieren.
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