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Politik

Nato-Streit

Maas weist Trump zurecht

Nach dem Nato-Gipfel herrscht in Berlin Entsetzen über Donald Trump. Außenminister Maas wirft dem US-Präsidenten im SPIEGEL Zerstörungslust vor, Ex-SPD-Chef Schulz erklärt ihn zum Sicherheitsrisiko.

DPA

Heiko Maas

Freitag, 13.07.2018   13:08 Uhr

Nach Donald Trumps verbalen Attacken gegen Deutschland auf dem Brüsseler Nato-Gipfel wirft Außenminister Heiko Maas (SPD) dem US-Präsidenten vor, die westliche Sicherheitsarchitektur zu gefährden. "Es geht hier nicht um den steilsten Tweet oder die höchsten Einschaltquoten, sondern um unsere gemeinsame Sicherheit", sagte Maas dem SPIEGEL. "Europa kann es nicht hinnehmen, dass das, was über viele Jahrzehnte aufgebaut wurde, aus Lust an der Provokation mutwillig beschädigt wird." (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 29/2018
Zerrüttung
Was es für Deutschland heißt, Donald Trumps Feind zu sein

Ex-SPD-Chef Martin Schulz forderte die Bundesregierung auf, sich Trumps Wünschen nach einer massiven Steigerung des deutschen Verteidigungsetats entschlossen entgegen zu stellen. "Trump gefährdet mit seiner bewussten Spaltung der westlichen Allianz und der Verachtung ihrer Werte den Weltfrieden", sagte Schulz. "Wir sind militärisch nicht naiv, und vor allem dürfen wir uns nicht wie Unterwürfige behandeln lassen."

Scharf wies Maas Trumps Behauptung zurück, Deutschland habe sich durch Erdgas-Verträge von Russland abhängig gemacht. "Wir sind keine Gefangenen, weder Russlands noch der USA", kritisierte der SPD-Politiker. "Entscheidungen über unseren Haushalt, unsere Energieversorgung und unsere Handelsbeziehungen treffen wir frei und souverän, und auf Grundlage von Fakten."

(Mehr zur Aktion "Deutschland spricht" finden Sie hier .)

Beide, Maas und Schulz, sprachen sich im SPIEGEL für eine Stärkung Europas aus. "Auch die letzten sollten nach diesem Gipfel verstanden haben: Nur ein einiges Europa kann Trump stoppen", sagte Schulz. Maas betonte: "Wir werden weiter dafür arbeiten, eine balancierte Partnerschaft mit den USA zu erhalten und neu auszurichten." Balanciert heiße auch: "Europa hat gar keine andere Wahl, als sein eigenes Gewicht bei Sicherheit und Verteidigung zu stärken."

Trump selbst hatte die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfel mit einer versöhnlichen Abschiedsgeste überrascht. Als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstagmittag hinter verschlossenen Türen über Afghanistan sprach, stand der US-Präsident plötzlich hinter ihr, tippte Merkel auf die Schulter und bedeutete der Kanzlerin, sich noch einmal richtig von ihr verabschieden zu wollen.

Als Merkel sich verwundert erhob, drückte ihr Trump ein Küsschen auf, griente in die Runde und sagte: "I love her."

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

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csc/mgb

insgesamt 160 Beiträge
barzussek 13.07.2018
1. Es ist wohl zwecklos
aber man muss sich den Frust von der Seele schreiben.Da hat die UNHCR zuwenig Geld um die Menschen in den Flüchtling Lagern in Jordanien zum Beispiel ernähren zu können und muss betteln gehen Dann wird quasi im Hand umdrehen [...]
aber man muss sich den Frust von der Seele schreiben.Da hat die UNHCR zuwenig Geld um die Menschen in den Flüchtling Lagern in Jordanien zum Beispiel ernähren zu können und muss betteln gehen Dann wird quasi im Hand umdrehen zu gesagt Milliarden für sinnlose Rüstung zu verplempern Die Rüstung Industrie feixt sich eins und es ist gerade zu ein Verbrechen was sich Nato und die Verantwortlichen hier leisten
Pfaffenwinkel 13.07.2018
2. Zerstörer, Sicherheitsrisiko?
Ja. Diese Liste lässt sich bei Trump beliebig fortsetzen. Der Volksmund sagt: Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er zerbricht. Und Merkel würde hinzufügen: Den sitze ich aus.
Ja. Diese Liste lässt sich bei Trump beliebig fortsetzen. Der Volksmund sagt: Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er zerbricht. Und Merkel würde hinzufügen: Den sitze ich aus.
forky 13.07.2018
3. Trump
Ob nun nur chauvinistisch oder gar sexistisch - die Art wie Trump mit May und Merkel umgeht ist ein Skandal. Ich würde mit wünschen, dass die Queen diesem ungezogenen Haudrauf mal ordentlich den Kopf wäscht. So benimmt man sich [...]
Ob nun nur chauvinistisch oder gar sexistisch - die Art wie Trump mit May und Merkel umgeht ist ein Skandal. Ich würde mit wünschen, dass die Queen diesem ungezogenen Haudrauf mal ordentlich den Kopf wäscht. So benimmt man sich nicht. Auch nicht in der Immobilienwirtschaft.
postorgel 13.07.2018
4. Bündnisse sind Bündnisse auf Zeit
eine neue Sicherheitsordnung unter Einbeziehung Russlands ist erforderlich, zumal sich die Nato immer zu einem, dem Wahrschauer Pakt ähnlichen Herrschaftsgebiet der Amerikaner entwickelt. Russland liegt gleich um die Ecke und ist [...]
eine neue Sicherheitsordnung unter Einbeziehung Russlands ist erforderlich, zumal sich die Nato immer zu einem, dem Wahrschauer Pakt ähnlichen Herrschaftsgebiet der Amerikaner entwickelt. Russland liegt gleich um die Ecke und ist somit unser natürlicher Bündnis Partner und nicht ein von Trump hichstilisierter Feind.
Fricklerzzz 13.07.2018
5. Des Kaisers neue Kleider
Trump ist wie das Kind das ausruft: aber der König ist doch nackt ! Das unsere Verteidigungsausgaben zu gering sind wird, durch die zahlreichen Blamagen und unzulänglichen Fähigkeiten der Bundeswehr ausreichend belegt. Aber [...]
Trump ist wie das Kind das ausruft: aber der König ist doch nackt ! Das unsere Verteidigungsausgaben zu gering sind wird, durch die zahlreichen Blamagen und unzulänglichen Fähigkeiten der Bundeswehr ausreichend belegt. Aber die Verantwortlichen hier fühlen sich öffentlich blossgestellt und diffamiert, so sollen sie sich ja auch fühlen. Ich glaube Trump macht das schon richtig, da er was erreichen will. Denn der nette Herr Obama hat mit seiner Nettigkeit wenig erreicht, jedenfalls aus amerikanischer Sicht. Man wird ja am Ende sehen, ob Amerika nach Trump besser dasteht als vorher oder nicht. Ob wir das gut finden oder nicht steht auf einem ganz anderen Blatt. Fricklerzzz

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