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Politik

"Drecksack"-Beschimpfung bei den Linken

Abgeordneter Dehm entschuldigt sich

Nach einer turbulenten Fraktionssitzung warf die Linken-Abgeordnete Gökay Akbulut ihrem Kollegen Diether Dehm "Seximus und Mobbing" vor. Nun gab es eine Entschuldigung - aber kein Eingeständnis.

DPA

Dieter Dehm (Die Linke)

Von Timo Lehmann
Donnerstag, 13.09.2018   20:34 Uhr

Der Linken-Abgeordnete Diether Dehm hat sich für seine Äußerungen gegenüber seiner Kollegin Gökay Akbulut entschuldigt. Hintergrund ist eine heftige Auseinandersetzung in einer Fraktionssitzung, in der die migrationspolitische Sprecherin Akbulut die "Aufstehen"-Bewegung von Sahra Wagenknecht kritisierte.

"Es war ein gutes Gespräch"

"Ohne Sahra wärest du nicht einmal im Bundestag", hatte Dehm während ihrer Wortmeldung reingebrüllt. Danach veröffentlichte Akbulut den Vorfall in den sozialen Medien, beklagte "Mobbing und Sexismus".

Inzwischen gab es ein klärendes Gespräch, in dem sich Dehm bei Akbulut entschuldigte. Gegenüber dem SPIEGEL bestätigt er den Vorgang: "Es war ein gutes Gespräch." Seine Kollegin habe ihn falsch verstanden, er habe nicht ihre Arbeit im Wahlkreis mit der Bemerkung verunglimpfen wollen. Den Sexismus-Vorwurf weist Dehm aber weiterhin von sich.

"Dreck und Scheißkerl"

In der Fraktion der Linken wird immer aufgeregter über den Kurs der Fraktionsvorsitzenden Wagenknecht gestritten. Konkret geht es darum, wie sich die Linke bei der Migrationsfrage positionieren solle. Teile der Linken werfen Wagenknecht vor, sie verbreite rechtspopulistische Argumentationen.

Die Abgeordnete Zaklin Nastic warf der 36-jährigen Akbulut vor, Dehm als "Dreck und Scheißkerl" beschimpft zu haben. Darauf antwortete Akbulut wiederum: "Ja klar, du kannst ihn ja als deinen lieben Freund ja nur verteidigen." Nastic gehört wie Diether Dehm zum Wagenknecht-Lager.

Männerriege bekannt für Verspottung

Aus Kreisen der Fraktion heißt es, dass eine Gruppe älterer Männer um Dehm immer wieder damit auffalle, jüngere Frauen zu verspotten. In einer kommenden Sitzung soll der Vorfall nun noch mal angesprochen werden. Zudem soll es Regeln geben, wie so etwas künftig vermieden werden kann.

Bei dem klärenden Gespräch ebenfalls anwesend war der Parlamentarische Geschäftsführer Jan Korte. Akbulut führte auch ein Einzelgespräch mit dem Fraktionschef Dietmar Bartsch. Die drei Männer konnten sie davon überzeugen, sich zum konkreten Vorfall vorerst nicht mehr zu äußern.

insgesamt 21 Beiträge
xarde 14.09.2018
1.
"Scheiß" - nach Diphtong mit ß!
"Scheiß" - nach Diphtong mit ß!
R.W.Schramm 14.09.2018
2. Die Armen Deutschlands finanzieren die Aufnahme von Migranten!
Die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen wird von den Millionen Menschen der sozialen Unterschicht in Deutschland mitfinanziert. Der offizielle Aufenthalt von 1,46 Millionen Flüchtlingen und Arbeitsmigranten, seit Herbst [...]
Die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen wird von den Millionen Menschen der sozialen Unterschicht in Deutschland mitfinanziert. Der offizielle Aufenthalt von 1,46 Millionen Flüchtlingen und Arbeitsmigranten, seit Herbst 2015, wird von den Geringverdienern, Menschen in Hartz-IV-Regelleistung und gesetzlicher Grundsicherung, Lohn-Aufstockern und Millionen weiteren Menschen in Armut bezahlt, durch weiteren staatlichen Verzicht auf Anhebung sozialer Leistungen. Betroffen vom sozialen und finanziellen Leistungsabbau sind Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland, sowohl ohne Migrationshintergrund, als auch mit Migrationshintergrund. Dieser Verzicht auf die Anhebung sozialer Leistungen für die Armen in Deutschland beinhaltet somit auch einen sozialen und finanziellen, einen materiellen Sozialabbau. Dazu gehören die rund 2,35 Millionen Erwerbslosen, rund 2,8 Millionen Kinder in Armut (ohne und mit Migrationshintergrund), etwa 7. Millionen auf der Basis des gesetzlichen Mindest-Armutslohns (dabei liegt die Anzahl der Geringverdiener bei mehr als 13. Millionen Erwerbstätigen), weitere 2,5 Millionen Armutsrentner und Rentnerinnen. Zudem liegt in allen westdeutschen Bundesländern für Frauen die GRV- Durchschnittsrente unterhalb von Hartz-IV bzw. unterhalb der gesetzlichen Grundsicherung (analog Sozialhilfe). Dabei erfolgt für Armutsrentner (auf Antrag) eine Aufstockung auf das geringe finanzielle Niveau der gesetzlichen Grundsicherung. Vor allem Frauen, die sich in einer 'Zugewinngemeinschaft' mit einem Ehepartner befinden, werden davon ausgenommen und erhalten keine Rentenaufstockung. Die Aufnahme von Flüchtlingen wird in Deutschland nicht von den Wohlhabenden und Reichen, durch deren entsprechend höheren Belastung und Benachteiligung finanziert [sonst würde es auch bei ihnen keinen nachweisbaren Vermögenszuwachs geben], sondern von den bereits auch schon zuvor benachteiligten Bevölkerungsschichten und sozial Armen. Dabei auch unabhängig von deren Herkunft (ohne und mit Migrationshintergrund), Geschlecht und Hautfarbe. Die Feststellung, das die Millionen Armen in der Bundesrepublik Deutschland, die z. Z. jährlich mehr als 30. Milliarden Euro für die Versorgung der Flüchtlinge aufbringen, durch den staatlich verordneten Verzicht auf die weitere Anhebung von sozialen Leistungen, ist kein Rassismus und auch keine Fremdenfeindlichkeit. Die Nennung dieser Tatsache gehört zur Redlichkeit und Wahrheit, die heute nicht im Bundesparlament und auch nicht in der Bundesregierung vorhanden ist. P.S.: Die Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten wird heute von den Millionen Armen in Deutschland finanziert und nicht von den Parlamentariern und Regierungsmitgliedern, ebenso wenig von Deutschlands Multimillionär*innen und Dividenden-Milliardär*innen. Mit den laufenden Kosten der Versorgung könnten in den Herkunftsländern zehn Mal so viele Menschen auskömmlich versorgt werden (statt 1,5 Mio. in der BRD, weltweit rund 15. Millionen Flüchtlinge).
R.W.Schramm 14.09.2018
3. ''Aufstehen'' für Wahrheit und Klarheit in der Flüchtlingspolitik!
Die Armen Deutschlands finanzieren die Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten! Die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen wird von den Millionen Menschen der sozialen Unterschicht in Deutschland mitfinanziert. Der [...]
Die Armen Deutschlands finanzieren die Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten! Die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen wird von den Millionen Menschen der sozialen Unterschicht in Deutschland mitfinanziert. Der offizielle Aufenthalt von 1,46 Millionen Flüchtlingen und Arbeitsmigranten, seit Herbst 2015, wird von den Geringverdienern, Menschen in Hartz-IV-Regelleistung und gesetzlicher Grundsicherung, Lohn-Aufstockern und Millionen weiteren Menschen in Armut bezahlt, durch weiteren staatlichen Verzicht auf Anhebung sozialer Leistungen. Betroffen vom sozialen und finanziellen Leistungsabbau sind Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland, sowohl ohne Migrationshintergrund, als auch mit Migrationshintergrund. Dieser Verzicht auf die Anhebung sozialer Leistungen für die Armen in Deutschland beinhaltet somit auch einen sozialen und finanziellen, einen materiellen Sozialabbau. Dazu gehören die rund 2,35 Millionen Erwerbslosen, rund 2,8 Millionen Kinder in Armut (ohne und mit Migrationshintergrund), etwa 7. Millionen auf der Basis des gesetzlichen Mindest-Armutslohns (dabei liegt die Anzahl der Geringverdiener bei mehr als 13. Millionen Erwerbstätigen), weitere 2,5 Millionen Armutsrentner und Rentnerinnen. Zudem liegt in allen westdeutschen Bundesländern für Frauen die GRV- Durchschnittsrente unterhalb von Hartz-IV bzw. unterhalb der gesetzlichen Grundsicherung (analog Sozialhilfe). Dabei erfolgt für Armutsrentner (auf Antrag) eine Aufstockung auf das geringe finanzielle Niveau der gesetzlichen Grundsicherung. Vor allem Frauen, die sich in einer 'Zugewinngemeinschaft' mit einem Ehepartner befinden, werden davon ausgenommen und erhalten keine Rentenaufstockung. Die Aufnahme von Flüchtlingen wird in Deutschland nicht von den Wohlhabenden und Reichen, durch deren entsprechend höheren Belastung und Benachteiligung finanziert [sonst würde es auch bei ihnen keinen nachweisbaren Vermögenszuwachs geben], sondern von den bereits auch schon zuvor benachteiligten Bevölkerungsschichten und sozial Armen. Dabei auch unabhängig von deren Herkunft (ohne und mit Migrationshintergrund), Geschlecht und Hautfarbe. Die Feststellung, das die Millionen Armen in der Bundesrepublik Deutschland, die z. Z. jährlich mehr als 30. Milliarden Euro für die Versorgung der Flüchtlinge aufbringen, durch den staatlich verordneten Verzicht auf die weitere Anhebung von sozialen Leistungen, ist kein Rassismus und auch keine Fremdenfeindlichkeit. Die Nennung dieser Tatsache gehört zur Redlichkeit und Wahrheit, die heute nicht im Bundesparlament und auch nicht in der Bundesregierung vorhanden ist. P.S.: Die Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten wird heute von den Millionen Armen in Deutschland finanziert und nicht von den Parlamentariern und Regierungsmitgliedern, ebenso wenig von Deutschlands Multimillionär*innen und Dividenden-Milliardär*innen. Mit den laufenden Kosten der Versorgung könnten in den Herkunftsländern zehn Mal so viele Menschen auskömmlich versorgt werden (statt 1,5 Mio. in der BRD, weltweit rund 15. Millionen Flüchtlinge).
sven2016 14.09.2018
4.
Dieses Verhalten „älterer Männer“ in Machtpositionen ist parteiübergreifend, schlimm. Frau Wagenknecht hat dazu keine Meinung? Komisch, sonst doch zu allen Themen. Aber es ist ja ihr Tross, der pöbelt, dann geht das. [...]
Dieses Verhalten „älterer Männer“ in Machtpositionen ist parteiübergreifend, schlimm. Frau Wagenknecht hat dazu keine Meinung? Komisch, sonst doch zu allen Themen. Aber es ist ja ihr Tross, der pöbelt, dann geht das. Soweit zur neuen „Bewegung“.
mhuz 14.09.2018
5.
Man sieht, die Linken sind sich einig, dass sie sich nicht einig sind aber bald werden sie sich bei der Bewegung "Aufstehen" einig hinter Wagenknecht stellen - man sieht Wagenknecht und Lafontaine sind die Perfekten [...]
Man sieht, die Linken sind sich einig, dass sie sich nicht einig sind aber bald werden sie sich bei der Bewegung "Aufstehen" einig hinter Wagenknecht stellen - man sieht Wagenknecht und Lafontaine sind die Perfekten Friedensstifter.

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