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Politik

SPD-Innenpolitiker

Burkhardt Lischka gibt Bundestagsmandat auf

Seinen Rückzug als SPD-Landeschef in Sachsen-Anhalt hatte er schon angekündigt. Nun plant der Magdeburger Abgeordnete Burkhard Lischka auch sein Ausscheiden aus dem Bundestag.

DPA

Burkhard Lischka (November 2018)

Donnerstag, 10.01.2019   17:17 Uhr

Burkhard Lischka hat überraschend seinen Rückzug aus dem Bundestag angekündigt. Er werde sein Mandat in der zweiten Jahreshälfte aufgeben, teilte der Vorsitzende der sachsen-anhaltinischen SPD mit.

"Mein Ziel war es immer, mich nie gänzlich von der hauptamtlichen Politik abhängig zu machen und irgendwann einmal in meinen alten Beruf als Notar zurückzukehren", schreibt der Innenexperte der SPD-Bundestagsfraktion in einer Mitteilung, die dem SPIEGEL vorliegt. Jetzt biete sich die Gelegenheit, eine Notar-Stelle in seiner Heimat Magdeburg zu übernehmen, weil der bisherige Amtsinhaber ausscheide.

Der 53-Jährige sitzt seit Oktober 2009 für die Sozialdemokraten im Bundestag. Er ist seit längerem auch im Fraktionsvorstand und innenpolitischer Sprecher. Bereits zum Wochenanfang hatte Lischka seinen Rückzug vom Posten als SPD-Landeschef angekündigt. Er will bei der nächsten Vorstandswahl nicht erneut kandidieren.

Seine Entscheidung habe nichts mit der aktuellen Lage seiner Partei zu tun, so Lischka. Er werde sich über sein Ausscheiden hinaus für die SPD engagieren.



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asa/dpa

insgesamt 4 Beiträge
barney9 10.01.2019
1. Was ein Politiker
Gibt seine Privilgen auf und mit ehrlicher Arbeit seinen Unterhalt und Ruhestand verdienen. Da ziehe ich den Hut und sage Respekt.
Gibt seine Privilgen auf und mit ehrlicher Arbeit seinen Unterhalt und Ruhestand verdienen. Da ziehe ich den Hut und sage Respekt.
haarer.15 10.01.2019
2. Respekt Herr Lischka
Einer der Wenigen, die nicht an warmen Bundes-Sesseln und Pöstchen incl. Diäten kleben. Der Mann hat nicht ein Problem des Loslassens von einem Mandat auf Zeit. Und manch anderer hält sich gar für unentbehrlich. Man wünschte [...]
Einer der Wenigen, die nicht an warmen Bundes-Sesseln und Pöstchen incl. Diäten kleben. Der Mann hat nicht ein Problem des Loslassens von einem Mandat auf Zeit. Und manch anderer hält sich gar für unentbehrlich. Man wünschte sich mehr von dieser Sorte ...
man 10.01.2019
3. Die Versorgung aus
zwei Legislaturperioden ist sicher und wahrscheinlich hat Hr. Lischka die Nase von seiner SPD gestrichen voll.
zwei Legislaturperioden ist sicher und wahrscheinlich hat Hr. Lischka die Nase von seiner SPD gestrichen voll.
Querkopf58 10.01.2019
4. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff
Ich denke auch wie sicher viele andere, dass der gute Mann auf Grund der beiden Legislaturperioden eine angemessene Altersversorgung sicher hat. Und ein Ex-Politiker als Notar dürfte wohl auch reichlich Aufträge aus seinem alten [...]
Ich denke auch wie sicher viele andere, dass der gute Mann auf Grund der beiden Legislaturperioden eine angemessene Altersversorgung sicher hat. Und ein Ex-Politiker als Notar dürfte wohl auch reichlich Aufträge aus seinem alten Umfeld bekommen. Letztlich hat Lischka in Sachsen-Anhalt die Ex-Vorsitzende Budde mitgetragen, die man nach der Wahlpleite im Bundestag abgeparkt hat. So hat auch er Anteil ab untergang der SPD. Hier Respekt zu zollen weil er auf ein Mandat verzichtet, halte ich für verfehlt. Dieser Herr versucht den richtigen Zeitpunkt für den Absprung zu wählen und hatte nun wohl eine Möglichkeit.

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