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Politik

ARD-"Deutschlandtrend"

Union und SPD fallen in Umfrage auf Rekord-Tiefstand

Würde am Sonntag gewählt, käme die Union laut einer ARD-Umfrage nur noch auf 25 Prozent, die SPD auf 14 Prozent. Für die Parteien sind das die schlechtesten Werte, seitdem die Sonntagsfrage im "Deutschlandtrend" gemessen wird.

CLEMENS BILAN/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

CSU-Chef Seehofer und CDU-Chefin Merkel

Freitag, 19.10.2018   10:09 Uhr

Union und SPD sind in einer neuen Umfrage auf ihre bisherigen Tiefststände gefallen. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union auf 25 Prozent der Wählerstimmen, das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Die SPD verliert demnach ebenfalls einen Prozentpunkt und landet bei 14 Prozent. Das geht aus dem in der Nacht auf Freitag veröffentlichten "Deutschlandtrend" für das ARD-Morgenmagazin hervor.

Für die Parteien sind es demnach die schlechtesten Werte, seitdem die Sonntagsfrage im "Deutschlandtrend" gemessen wird. Gemeinsam kommen sie demnach auf 39 Prozent. Bei der vergangenen Bundestagswahl holten Union und SPD noch 53,5 Prozent der Wählerstimmen.

Stimmenfang #70 - In der GroKo-Falle: Wie Union und SPD im Tief feststecken

Platz zwei für die Grünen - Platz drei für die AfD

Zweitstärkste Kraft sind im aktuellen "Deutschlandtrend" die Grünen, die 19 Prozent (plus zwei Prozentpunkte) erreichen - der höchste Wert der Partei seit September 2011. Dahinter folgen die AfD mit unverändert 16 Prozent, die FDP mit 11 Prozent (plus ein Prozent) und die Linke mit 9 Prozent (minus ein Prozent).

Für ihre Umfrage hat die ARD eigenen Angaben zufolge am 16. und 17. Oktober insgesamt 1040 Wahlberechtigte von dem Institut Infratest dimap per Telefoninterviews befragen lassen. Die Fehlertoleranz wurde dabei mit bis zu 3,1 Prozentpunkten angegeben.

Die Entwicklung im "Deutschlandtrend" ähnelt dem SPON-Wahltrend: Auch bei der Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey für SPIEGEL ONLINE verlor die Union zuletzt deutlich an Zustimmung und liegt derzeit noch bei knapp 27 Prozent. Die SPD kommt demnach auf rund 16 Prozent.



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Wer steckt hinter Civey-Umfragen?

An dieser Stelle haben Leser in der App und auf der mobilen/stationären Website die Möglichkeit, an einer repräsentativen Civey-Umfrage teilzunehmen. Civey ist ein Online-Meinungsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Zur Erhebung seiner repräsentativen Umfragen schaltet die Software des 2015 gegründeten Unternehmens Websites zu einem deutschlandweiten Umfragenetzwerk zusammen. Neben SPIEGEL ONLINE gehören unter anderem auch der "Tagesspiegel", "Welt", "Wirtschaftswoche" und "Rheinische Post" dazu. Civey wurde durch das Förderprogramm ProFit der Investitionsbank Berlin und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

aar/dpa

insgesamt 150 Beiträge
mtroeller 19.10.2018
1. Die ganze deutsche Politik...
... verkommt zu einer Lachnummer.
... verkommt zu einer Lachnummer.
mucschwabe 19.10.2018
2.
Frau Merkel sollte die Verantwortung übernehmen und abtreten. Es wird Zeit für einen Neuanfang. Mit ihr ist meiner Ansicht nach die CDU und GroKo nicht mehr zu retten. Es würde sich einiges entspannen. Und der neue Kanzler oder [...]
Frau Merkel sollte die Verantwortung übernehmen und abtreten. Es wird Zeit für einen Neuanfang. Mit ihr ist meiner Ansicht nach die CDU und GroKo nicht mehr zu retten. Es würde sich einiges entspannen. Und der neue Kanzler oder die neue Kanzlerin wäre unverbraucht und frisch. Sie könnte neue Akzente setzen.
Andrea.M 19.10.2018
3. Das verstehe ich nicht!
CDU & SPD reiben sich für den Bürger auf. Z. B. mit erfahrenem medizinischen Personal nach Deutschland holen (Weißhelme) und der Bürger goutiert es nicht. Ich vermute man muss es ihm nur besser erklären.
CDU & SPD reiben sich für den Bürger auf. Z. B. mit erfahrenem medizinischen Personal nach Deutschland holen (Weißhelme) und der Bürger goutiert es nicht. Ich vermute man muss es ihm nur besser erklären.
schmidthomas 19.10.2018
4. Weder Union noch SPD werden.....
ohne gravierende personelle und/oder programmatische Veränderungen aus der Defensive kommen oder den weiteren Absturz aufhalten können. Interessant ist ein Blick auf die weitere Entwicklung der traditionellen Machtblöcke links [...]
ohne gravierende personelle und/oder programmatische Veränderungen aus der Defensive kommen oder den weiteren Absturz aufhalten können. Interessant ist ein Blick auf die weitere Entwicklung der traditionellen Machtblöcke links und rechts. Da tut sich, rechnet man die AfD dem konservativen Lager hinzu, im Grunde gar nichts. Tut man es nicht, verbaut sich die Union jede ernsthaft konservative Machtoption. Die in 2019 bevorstehenden Landtagswahlen im Osten, werden dies deutlich machen. Strategisch wird daher die Antwort auf folgende Frage immer bedeutender: Wie lange will die Union noch warten, bis jemand anders die Führungsrolle im konservativ-bürgerlichen Lager übernimmt?
ohlmannforpresident 19.10.2018
5. Gut so ...
Endlich wacht Deutschland auf!
Endlich wacht Deutschland auf!
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