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Reise

Iditarod-Rennen in Alaska

Rekord mit roten Hunde-Puschen

65 Hundeschlittenführer kämpften sich beim Iditarod zusammen mit ihren Tieren tagelang durch Eis und Schnee. Gewonnen hat das wohl härteste Rennen seiner Art ein US-Amerikaner - er stellte gleich zwei Rekorde auf.

REUTERS
Mittwoch, 15.03.2017   11:05 Uhr

Er ist 57 Jahre alt und nun der älteste Hundeschlittenführer, der jemals das legendäre Iditarod-Rennen gewonnen hat. Der Amerikaner Mitch Seavey ging am Dienstag bei dem wohl härtesten Hundeschlittenrennen der Welt als Erster durchs Ziel. Er brauchte für die 1600 Kilometer lange Strecke in Nome im Westen Alaskas acht Tagen, drei Stunden und vierzig Minuten. Das ist ein Streckenrekord in der 45-jährigen Geschichte des Wettbewerbs.

Diesen gewann Seavey bereits zum dritten Mal - er war auch 2013 und 2004 der Sieger. Bei seinem diesjährigen Zieleinlauf mit elf Hunden waren auf der Strecke mit 17 Checkpoints noch 65 Mitstreiter unterwegs, fünf Teams waren seit dem Start am 6. März in Fairbanks bereits ausgeschieden.

Auf Platz zwei lag Seaveys Sohn Dallas, 30, der das Iditarod-Rennen 2016 zum vierten Mal gewonnen hatte. Er hatte die Strecke im Vorjahr in 8 Tagen, 11 Stunden und 20 Minuten zurückgelegt. Sein Vater lag damals knapp hinter ihm.

"Meine Hunde haben alles gegeben", sagte Mitch Seavey nach dem Rennen. "Sie haben ihren absoluten Leistungshöhepunkt erreicht." Zwischendurch habe er es sogar als beängstigend empfunden, wie schnell sie waren. "Aber ich hab sie gelassen", sagt Seavey. Die Hunde trugen bei dem Rennen rote Puschen an den Pfoten. Nicht wegen der eisigen Kälte, sondern um sie vor Verletzungen durch Eis zu schützen.

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Hundeschlittenrennen in Alaska: Iditarod-Sieger mit 57

Dank seiner vierbeinigen Teammitglieder ist ihm ein Erfolg gelungen, der ihm 75.000 US-Dollar (umgerechnet rund 70.000 Euro) und einen neuen Pick-up bescherte - das war als Gewinn für den Sieger ausgeschrieben.

Iditarod wurde 1973 gegründet und gilt als einer der härtesten Sportwettkämpfe der Welt. Der erste Sieger brauchte 1973 noch mehr als 20 Tage für die Strecke quer durch die Wildnis von Alaska.

Das Rennen findet in Erinnerung an eine Hundeschlitten-Expedition im Jahr 1925 statt, bei der Impfstoff zur Bekämpfung eines Diphtherie-Ausbruchs nach Nome gebracht wurde. Den Namen Iditarod verdankt der Wettbewerb einem alten Pfad, der Goldgräber- und Hafenorte im Norden Alaskas verband.

jus/dpa

insgesamt 1 Beitrag
taglöhner 15.03.2017
1. Faszinierend
Aber eindeutig Tierschinderei. Schon die Zuchtauswahl dieser Spitzenhunde ist ein Massaker.
Aber eindeutig Tierschinderei. Schon die Zuchtauswahl dieser Spitzenhunde ist ein Massaker.

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