Schrift:
Ansicht Home:
Reise

China

Züge dürfen wieder mit 350 km/h fahren

Nach einem schweren Unfall in China wurde die Höchstgeschwindigkeit für Züge gedrosselt. Das soll sich nun ändern: Sieben "Fuxing"-Bahnen dürfen wieder auf rekordverdächtige 350 km/h beschleunigen.

AP

"Fuxing"-Zug in China

Mittwoch, 23.08.2017   01:12 Uhr

Züge in China sollen ab der kommenden Woche wieder mit einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h fahren dürfen. Ab dem 21. September sollen dann insgesamt sieben chinesische "Fuxing"-Züge mit dieser Maximalgeschwindigkeit unterwegs sein. Der Name bedeutet so viel wie "Verjüngung". Das melden chinesische Medien und unter anderem auch die britische BBC.

Schon im August 2008 waren in China erstmals Züge mit einer Geschwindigkeit von 350 km/h unterwegs gewesen. Drei Jahre später kam es allerdings zu einem schweren Unfall: Zwei Schnellzüge stießen zusammen, 40 Passagiere starben, knapp 200 weitere wurden verletzt. Es war das schwerste Unglück im chinesischen Hochgeschwindigkeitsverkehr. Als Folge wurden die maximale Geschwindigkeit der Züge gedrosselt, Verbindungen ausgesetzt und der Bau weiterer Bahnstrecken gestoppt.

AP

Blick in einen der "Fuxing"-Züge

Nun folgt die Rückkehr zur alten Höchstgeschwindigkeit: Dafür wurden die Züge unter anderem mit einem verbesserten Sicherheitssystem ausgestattet, das die Geschwindigkeit im Notfall automatisch reduzieren soll. Die Züge sind nach Angaben der Bahngesellschaft "noch sicherer, ökonomisch und bequem". Reisende zwischen Peking und Schanghai sparen durch die erhöhte Geschwindigkeit der Züge eine Stunde: Bislang dauerte die Fahrt zwischen beiden Städten fünfeinhalb Stunden.

Ende Dezember des vergangenen Jahres hatte das Transportministerium angekündigt, massiv in das Netz für Hochgeschwindigkeitszüge zu investieren. Bis 2020 soll das Schienennetz für Schnellzüge demnach auf 30.000 Kilometer vergrößert werden.

ehh

insgesamt 8 Beiträge
deep.tief 23.08.2017
1. Angenehm
Die Fahrt mit den Zügen der G-Serie sind wirklich sehr bequem. Leider habe ich die 350 km/h nicht erlebt. Trotzdem fand ich den Preis von 60 Euro zwischen Shanghai und Peking sehr günstig.
Die Fahrt mit den Zügen der G-Serie sind wirklich sehr bequem. Leider habe ich die 350 km/h nicht erlebt. Trotzdem fand ich den Preis von 60 Euro zwischen Shanghai und Peking sehr günstig.
fholz 23.08.2017
2. Gute Nachricht
Bin ein begeisterter Zugfahrer in China. Die Züge sind modern, bequem und zuverlässig. Wenn jetzt wieder mit 350kmh gefahren werden kann, um so besser
Bin ein begeisterter Zugfahrer in China. Die Züge sind modern, bequem und zuverlässig. Wenn jetzt wieder mit 350kmh gefahren werden kann, um so besser
fettfleck 23.08.2017
3. Wenzhou-Crash
Man könnte vielleicht noch erwähnen, dass beim im Artikel genannten Bahnunglück die Geschwindigkeit der Züge keinen relevanten Ausschlag gaben, vielmehr handelte es sich um menschliches Versagen und Signalstörungen. Die [...]
Man könnte vielleicht noch erwähnen, dass beim im Artikel genannten Bahnunglück die Geschwindigkeit der Züge keinen relevanten Ausschlag gaben, vielmehr handelte es sich um menschliches Versagen und Signalstörungen. Die zusammenprallenden Züge fuhren nicht mit High-Speed.
vantast64 23.08.2017
4. WLAN soll er auch haben,
allerdings ist es ein Ritt auf einem Tiger, wenn man weiß, daß die Aufprallenergie mit dem Quadrat der Geschwindigkeit steigt. Ich bevorzuge deshalb langsamere Zuge und hoffe auf eine Umstellung der Wagenverbindungen bei [...]
allerdings ist es ein Ritt auf einem Tiger, wenn man weiß, daß die Aufprallenergie mit dem Quadrat der Geschwindigkeit steigt. Ich bevorzuge deshalb langsamere Zuge und hoffe auf eine Umstellung der Wagenverbindungen bei unseren Zügen, damit die einzelnen Wagen bei einem Unfall nicht durch die Gegend purzeln wie in Eschede. Da der Profit aber Vorrang hat, wird nichts daraus werden.
war:head 23.08.2017
5.
Danke für die Aufklärung. Der Artikel vermittelt in der Tat den Eindruck, als ob damals zwei der Züge mit Höchstgeschwindigkeit aufeinander gefahren wären. Stattdessen stand der eine Zug anscheinend und der andere ist [...]
Zitat von fettfleckMan könnte vielleicht noch erwähnen, dass beim im Artikel genannten Bahnunglück die Geschwindigkeit der Züge keinen relevanten Ausschlag gaben, vielmehr handelte es sich um menschliches Versagen und Signalstörungen. Die zusammenprallenden Züge fuhren nicht mit High-Speed.
Danke für die Aufklärung. Der Artikel vermittelt in der Tat den Eindruck, als ob damals zwei der Züge mit Höchstgeschwindigkeit aufeinander gefahren wären. Stattdessen stand der eine Zug anscheinend und der andere ist aufgefahren. Insofern stellt sich die Frage, inwieweit eine Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit bei dem Vorfall überhaupt geholfen hätte...

Verwandte Artikel

Mehr im Internet

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP