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17.10.2001
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Passagiermangel

Lufthansa streicht unrentable Flüge

Als Reaktion auf die nach den Terroranschlägen in den USA stark rückläufigen Passagierzahlen will die Lufthansa zum Monatsende 27 Verbindungen einstellen. Entlassungen soll es aber nicht geben.

Düsseldorf - Ein bis zu 30-prozentiger Passagierschwund habe die Auslastung der Maschinen deutlich verringert, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch. Die Zahl der Flüge auf unrentablen Strecken werde deshalb verringert, einige Strecken würden auch ganz gestrichen. Auf der Streichliste stehen neben den drei Interkontinentalzielen Rio de Janeiro, Taschkent und Bogota 23 europäische und innerdeutsche Verbindungen. Betroffen seien davon alle deutschen Großflughäfen.

So sollen beispielsweise alle sieben Flüge, die wöchentlich von Düsseldorf aus nach Moskau starten, gestrichen werden. Auch ein Drittel aller wöchentlichen Helsinki- und die Hälfte aller Barcelona-Verbindungen von Düsseldorf aus werden gestrichen. Ob auch ein Düsseldorf-New-York-Flug dem Sparprogramm zum Opfer fällt, sei noch nicht entschieden, hieß es bei der Lufthansa.

Indes wies das Unternehmen Spekulationen über bevorstehende Entlassungen zurück. "Das ist bei uns kein Thema, da können sie Lufthansa beim Wort nehmen", sagte der Sprecher. Die Zeitschrift "Focus Money" hatte vor der Streichung von bis zu 6000 Stellen bei der Lufthansa berichtet.

Die Lufthansa will mit einem umfangreichen Sparprogramm die Millionen-Verluste seit den Anschlägen in New York und Washington ausgleichen. Insgesamt hat der Konzern in den vergangenen Wochen nach eigener Aussage rund 180 Millionen Euro (352 Millionen Mark) verloren. Zu den nun diskutierten Maßnahmen gehört auch die Einführung einer Vier-Tage-Woche bei entsprechendem Lohnverzicht.

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