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08.07.2009
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Australiens Wahrzeichen

Ayers Rock soll für Kletterer geschlossen werden

Schluss mit dem Herumtrampeln auf einem heiligen Berg: Besucher sollen künftig nicht mehr den Ayers Rock im Zentrum Australiens besteigen dürfen. Für die Ureinwohner wäre das ein großer Erfolg - doch der Tourismusminister stellt sich gegen den Plan.

Sydney - Eines der bekanntesten Wahrzeichen Australiens, der riesige Sandstein Uluru oder Ayers Rock in der zentralaustralischen Wüste, soll für Kletterer für immer geschlossen werden. Die Nationalparkbehörde will damit den Ureinwohnern entgegenkommen, die den Stein als heilige Stätte verehren. Der Plan hat am Mittwoch aber eine hitzige Debatte ausgelöst.

Der Uluru wurde zum Unesco-Welterbe erklärt und zieht jedes Jahr 350.000 Besucher an. Ein Drittel klettert auf den drei Kilometer langen, 347 Meter hohen Stein rund 440 Kilometer südlich von Alice Springs. Der zuständige Tourismusminister Chris Burns ist gegen die Pläne. "Wir haben eine vollständige Schließung nie befürwortet, und dabei bleiben wir", sagte er.

Man solle darüber nicht ausgerechnet in einer Zeit nachdenken, in der die australische Tourismusindustrie Einbußen durch die globale Finanzkrise erleide, sagte Burns. Er bezeichnete die Klettertour als eine der Top-Attraktionen des australischen Tourismus.

Doch die Ureinwohner der Region, die Mutitjulu, setzen sich seit 1985 für die Absperrung des Gebiets um den Uluru ein. "Man kann nicht auf den Vatikan klettern und auch nicht auf buddhistische Tempel", sagte ihr Sprecher Vince Forrester im Rundfunk. "Genauso muss man auch andere religiöse Stätten respektieren."

Die Mutitjulu bitten Besucher schon heute, Abstand zu halten. Nach ihrem Glauben bedeutet es besonders großes Unglück, wenn Menschen bei der Klettertour zu Schaden kommen. Mehr als 30 Menschen kamen bei der Besteigung, die durch die enorme Hitze sehr anstrengend ist, ums Leben. Nach den heute bekannt gegebenen Plänen soll der Zugang ab Oktober 2011 formell gesperrt werden. Zunächst muss jedoch noch der australische Umweltminister Peter Garrett zustimmen.

Die Formation entstand wahrscheinlich vor mehr als 500 Millionen Jahren durch Verklumpung von Sedimenten, die später durch Erdbewegungen nach oben gedrückt wurden. Der Uluru gehörte vermutlich zu einer Kette von Erhebungen, die durch Erosion verschwunden sind. Das Gestein hat einen hohen Eisengehalt und ist deshalb rot.

sto/dpa/Reuters/AP

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