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12.11.2010
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A380-Überprüfungen

Fluglinien setzen Ersatzmaschinen ein

Airbus A380: Ein Riesenvogel, fünf Airlines
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dpa

Wer in den nächsten Tagen mit einem Airbus A380 reisen will, sollte sich bei der Airline rückversichern, dass der Flug auch stattfindet. Singapore Airlines und Qantas setzen derzeit Ersatzflugzeuge ein - auch der Reisetag kann sich deshalb ändern.

Frankfurt am Main - Trotz der aktuellen Triebwerksprobleme können alle Passagiere mit Tickets für einen Airbus A380 in den kommenden Tagen zu ihren Zielen fliegen. Die drei betroffenen Fluggesellschaften erklärten am Freitag, Urlauber auf andere Maschinen umzubuchen, falls fehlerhafte Triebwerke ausgetauscht werden und dadurch Flüge ausfallen.

Der Reisetag werde sich dabei nicht ändern, hieß es bei Singapore Airlines (SIA) in Frankfurt. Urlauber sollten sich aber auf der Website der Fluggesellschaft über ihre Flugzeiten informieren. Bei der australischen Qantas, die derzeit ihre sechs Airbus A380 am Boden hält, könnte sich dagegen der Tag des Flugs verschieben, sagte ein Sprecher in Sydney. Bei Lufthansa fliegen alle A380 derzeit planmäßig weiter. Die anderen Fluggesellschaften mit A380-Maschinen in der Flotte - Air France und Emirates - setzen andere Triebwerke in ihren Flugzeugen ein.

Der Turbinenhersteller Rolls-Royce hatte am Freitag angekündigt, fehlerhafte Module in der gesamten Serie seiner Trent-900-Triebwerke auszuwechseln. Ein Triebwerksproblem hatte einen A380 von Qantas vor einer Woche zu einer Notlandung in Singapur gezwungen.

Die Lufthansa will ihre drei Maschinen vom Typ A380 mit den betroffenen Triebwerken dennoch in der Luft halten. Die Maschinen seien geprüft worden. Die Befunde ließen nicht daran zweifeln, dass die Triebwerke einsatzfähig sind, sagte ein Sprecher des Unternehmens in Frankfurt. Die Flugzeuge würden nun gemäß der verschärften Anordnung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) nach jedem 20. Flug optisch überprüft. Wann Rolls-Royce die Module an seinen Triebwerken austauschen will, sei noch nicht abzusehen.

Singapore Airlines hat in den vergangenen Tagen an drei seiner elf A380 Turbinen ausgetauscht. In den kommenden Tagen würden die übrigen Flugzeuge überprüft. Passagiere würden dann auf andere Maschinen umgebucht, erhielten aber keine neuen Tickets ausgestellt. Fans des neuen Riesenfliegers könnten sich aber auch kostenlos auf A380-Flüge an anderen Terminen umbuchen lassen, sagte ein SIA-Sprecher.

sto/dpa

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