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14.01.2012
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Reiserecht

Air France muss 146.000 Euro für "vergifteten Kaffee" zahlen

Die französische Fluggesellschaft Air France ist von einem Gericht zur Zahlung einer Entschädigung von 146.000 Euro verurteilt worden, weil sie einem Passagier einen "vergifteten Kaffee" servierte.

Nach dem Kaffee in der Air-France-Maschine wurde ihm plötzlich schlecht. So schlecht, dass er nach der Landung sofort ins Krankenhaus musste, um sich einer Operation an der Speiseröhre zu unterziehen. Keine Frage - für Marc-Fredaine Niazaire war die Fluggesellschaft schuld. Deren Stewardessen hatte ihm das Getränk schließlich serviert.

Er warf Air France vor, ihn auf einem Flug von Paris nach Bordeaux 2006 Abflussreiniger serviert zu haben. Ein Strafverfahren hatte die Pariser Staatsanwaltschaft zwar im Jahr 2010 ohne Anklageerhebung zu den Akten gelegt, doch Niazaire gab nicht auf. Er strengte daraufhin eine Zivilrechtsklage an.

Ein französisches Gericht gab ihm jetzt Recht. Es wies Air France am Freitag an, Niazaire 46.000 Euro und seiner Krankenkasse 100.000 Euro zur Erstattung des entstandenen Schadens zu zahlen.

Das Gericht erklärte nun in seinem Urteil, die Symptome seien plötzlich aufgetreten, als er den Kaffee getrunken habe. Niazaire habe zuvor niemals Magenprobleme gehabt. Der Anwalt des Klägers, Didier Parr, sagte, sein Mandant sei "sehr glücklich".

mik/afp

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