01.03.2012
Airport Frankfurt
Trotz Streik-Ende fallen Flüge aus
"Follow me"-Fahrzeug: Die Vorfeldmitarbeiter sind wieder im Einsatz
Frankfurt am Main - Es ist ein Ende ohne Schrecken. Nachdem der Streik der Vorfeldmitarbeiter von einem Arbeitsgericht am Mittwoch gestoppt wurde, hat sich der Betrieb am Frankfurter Flughafen weitgehend normalisiert. Der Flughafenbetreiber Fraport rechnete am Donnerstag mit rund 25 Flugausfällen. "Es wird noch die eine oder andere Verspätung dabei sein, aber das wird sich in Grenzen halten", sagte ein Sprecher.
Insgesamt fielen wegen des Streiks der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) mehr als 1500 Flüge aus. Das große Chaos an Deutschlands wichtigstem Airport blieb jedoch aus. Sowohl Fraport als auch Lufthansa, die vom Ausstand am stärksten betroffene Fluggesellschaft, hatten sich auf die Arbeitsniederlegungen vorbereitet. Unter anderem sorgten Ersatzkräfte auf dem Vorfeld für einen annähernd reibungslosen Ablauf. Laut Fraport konnten an fast allen Streiktagen rund 80 Prozent aller Flüge abgefertigt werden.
Am Mittwoch wäre es allerdings beinahe doch noch zu einem Chaos am Frankfurter Flughafen gekommen: Die GdF hatte die Towerlotsen zum Solidarstreik aufgerufen - was den gesamten Luftverkehr in Frankfurt hätte lahmlegen können. Das Arbeitsgericht hatte jedoch den zur Unterstützung geplanten Ausstand noch am Dienstagabend untersagt
Am Mittwoch stoppte das zuständige Gericht auch den ursprünglichen Streik der Vorfeldmitarbeiter. Arbeitsrichter Matthias Kreutzberg-Kowalczyk nannte dafür formale Gründe.
Weitere Streiks der Vorfeldmitarbeiter sind erst einmal nicht zu erwarten. Die GdF setzt im Tarifstreit mit dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport auf eine Einigung ohne neue Arbeitsniederlegungen. "Beide Seiten sollten jetzt das Geschehene überdenken und dann aufeinander zugehen", sagte GdF-Sprecher Matthias Maas.
Auch der Flughafenbetreiber will verhandeln. Knackpunkt ist das letzte Angebot des Unternehmens, in dem die Berufsgruppe der Follow-Me-Fahrer unberücksichtigt blieb.
Laut Fraport entgingen dem Flughafen aufgrund des Streiks Einnahmen in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro. Der deutschen Airline Lufthansa, die in Frankfurt am Main ihre Heimatbasis hat, verlor nach eigenen Angaben Umsätze im hohen zweistelligen Millionen-Bereich.
dkr/dpa/dapd