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16.03.2012
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Kampf per Facebook

Pub darf wohl weiter "The Hobbit" heißen

Kampf für ein Pub: Save our natural Hobbitat
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REUTERS

"Lasst uns für unser natürliches Hobbitat kämpfen": Über 50.000 Fans haben per Facebook aufgeschrien - und auch Schauspieler Stephen Fry protestierte gegen die Umbenennung einer Kneipe in England. Ein kalifornischer Filmproduzent hatte auf seine Urheberrechte gepocht. Jetzt ist eine Lösung in Sicht.

London/Southampton - Gemeinsam haben die Gefährten des "Hobbits" die Mächtigen in die Knie gezwungen: Ein Pub namens The Hobbit in England hat sich dank der Unterstützung Zehntausender gegen den Filmproduzenten Saul Zaentz Company aus Hollywood durchgesetzt und darf den Namen, den er seit 20 Jahren trägt, wahrscheinlich behalten.

Der kalifornische J.-R.-R.-Tolkien-Rechte-Inhaber habe angeboten, den Streit um die Rechte an Namen und Bildern aus dem Phantasiereich des englischen Autors "einvernehmlich beilegen" zu wollen und auf einen Prozess zu verzichten. Das berichteten am Freitag mehrere Medien übereinstimmend. Von der Hollywood-Firma hieß es, man fordere von dem Pub nun eine Lizenzgebühr von 65 Pfund (77 Euro) im Jahr. Es sei egal, wie klein eine Firma sei, man müsse solchen Verstößen nachgehen, sagte Unternehmer Peter Zaentz dem Sender BBC. Sonst nehme das Ganze überhand.

Auf der Seite "Save The Hobbit" beim Internetnetzwerk Facebook (Überschrift: "Fight to save our natural Hobbitat!") hieß es, der Pub habe ein Friedensangebot bekommen - jetzt müsse aber abgewartet werden, wie sich dies juristisch umsetzen ließe. "Um das klarzustellen: Der Kampf um den "Hobbit" ist noch nicht vorbei." Eins stehe jedoch fest: Die Unterstützung von rund 50.000 Leuten auf Facebook sowie der Einsatz einiger Prominenter habe der Hollywood-Firma "Angst eingejagt".

Unter den Unterstützern war auch der britische Schauspieler Stephen Fry, der in der Verfilmung von "Der kleine Hobbit" von Peter Jackson den Meister von Esgaroth spielen wird. "Manchmal schäme ich mich für meine Branche", schrieb er per Twitter, "was für eine sinnlose, schädliche Schikane." Und auch der Darsteller des Zauberers Gandalf in den "Ringe"-Filmen, Ian McKellen, protestierte auf Facebook.

Der Pub im südenglischen Küstenort Southampton trägt den Namen, den Tolkien für kleine haarige Wesen im Land Mittelerde erfunden hat, seit 20 Jahren. Die Anwälte des Rechte-Inhabers, der Saul Zaentz Company, hatten von der Wirtin Stella Mary Robert verlangt, bestimmte Tolkien-Anspielungen zu unterlassen. Die Live-Musik-Kneipe hat unter anderem Cocktails mit den Namen von Charakteren aus den "Herr der Ringe"-Büchern und aus "Der kleine Hobbit" im Angebot, Bilder aus den Filmen wurden benutzt.

"Ich kann es nicht mit Hollywood aufnehmen", hatte Robert Anfang der Woche gesagt, sie habe nicht genügend Geld für einen Rechtsstreit. "Und auch der neue Name und alle Änderungen würden uns Tausende Pfund kosten", sagte sie frustriert. "Tun wir jemandem weh? Ich glaube nicht."

abl/dpa

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