13.04.2012
London-Heathrow
Politiker befürchten Olympia-Chaos am Flughafen
Flughafen Heathrow: Der Airport ist angeblich nicht ausreichend auf Olympia vorbereitet
London - Dem Flughafen Heathrow stehen während der Olympischen Sommerspiele in London Chaoswochen bevor. Diesen Eindruck vermittelt der an die Öffentlichkeit gelangte Brief des britischen Parlamentsabgeordneten John Whittingdale an den für das Sportereignis zuständigen Minister Jeremy Hunt. In dem vertraulichen Schreiben wird darauf hingewiesen, dass die Grenzkontrollen des Airports in keiner Weise den zu erwartenden Besuchansturm bewältigen können - die Behörde sei schlichtweg personell unterbesetzt.
Whittingdale hatte sich im Vorfeld zusammen mit zwei weiteren Parlamentsmitgliedern mit dem Flughafenbetreiber BAA getroffen und dort von den möglichen Problemen in Heathrow erfahren.
Die Politiker befürchten, dass lange Schlangen an den Passkontrollen und die damit verbundenen extremen Wartezeiten bei der Einreise zahlreiche unangenehme Nebenwirkungen mit sich bringen. Flugzeuge seien womöglich gezwungen, aufgrund zu voller Terminals über London zu kreisen, andere Maschinen würden an den Gates festsitzen. Weiterhin führte Whittingdale in seinem Brief an, dass den Olympia-Touristen solch negative London-Erfahrungen den Spaß an einem weiteren Besuch in der britischen Hauptstadt nehmen würden.
Auch die britischen Fluggesellschaften teilen laut BBC die Befürchtungen der Politiker: British Airways, Easyjet, British Midland Airways und Virgin Atlantic warnten nach Bekanntwerden des Briefinhaltes ebenfalls vor extremen Verspätungen und Störungen des Flugbetriebs.
dkr