16.05.2012
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Cooles Bike-Zubehör
Lichtorgel fürs Fahrrad
Von Holger Dambeck
Das Spektakel beginnt, sobald das Fahrrad rollt: Farbige LEDs malen faszinierende Muster, und nebenbei wird das iPhone mit dem Nabendynamo aufgeladen. Zubehör fürs Rad kann sehr praktisch sein - oder einfach nur schön.
Ein Fahrrad ist nie perfekt. Irgendwas lässt sich immer noch verbessern. Zum Beispiel der Fahrkomfort: Ein gut ausgewählter Sattel schont das Hinterteil, ergonomische Lenkergriffe verhindern, dass die Hände einschlafen. Natürlich gibt es auch Zubehör für den Drahtesel, das vor allem cool ist. Wie die Farbshow von einem Hersteller aus den USA, die eine kleine, an die Speichen geschraubte LED-Lichtorgel fabriziert. Zehn Accessoires, die das radeln leichter und schöner machen.
1) Der iPad-Halter fürs Oberrohr
Mit einem Klettband fürs Hosenbein fing alles an. Inzwischen produziert die Berliner Firma
Fahrer Lenkerhalterungen für Smartphones und sogar eine iPad-Tasche speziell für Drahtesel. Diese heißt Agent und wird mit einem Klettverschluss am Oberrohr festgezurrt. Die patentierte Rahmenhalterung verhindert, dass die Tasche aus alter Lkw-Plane hin- und herschaukelt. Eine integrierte Verstärkung schützt die Ecken des iPads vor harten Stößen. In der Tasche ist auch noch Platz für den Schlüssel und das Portemonnaie - der Rucksack kann also zu Hause bleiben. Am Ziel lässt sich der Agent dank abnehmbarem, im Innern verstautem Schultergurt zu einer kompakten Umhängetasche umfunktionieren. Ein Hingucker.
Fahrrad Agent: 169 Euro
2) Der Helm mit vielen Gesichtern
Man kann über den
Sinn und Unsinn von Fahrradhelmen viel diskutieren. Aber dass ein Helm uncool aussieht, stimmt schon lange nicht mehr.
Nutcase setzt bei seinem Modell Street Gen2 auf eine fast schon verwirrende Vielfalt. Welches Muster soll's denn sein? Fliegenpilz, Wassermelone oder Flower Power? Mehr als 50 verschiedene Designs sind im Angebot. Für Puristen gibt's auch einfarbige Modelle. Nur zwei Größen stehen zur Auswahl: S/M und L/XL. Sehr clever gelöst ist der magnetische Verschluss des Riemens. Mit unterschiedlich dicken Polstern passt man den Helm an den eigenen Kopf an, was nicht immer so gut gelingt. Die ansonsten obligatorischen Drehrädchen oder Schieber zum präzisen Einstellen der Helmweite fehlen. Bei der Stiftung Warentest bekam das Modell trotzdem ein "gut".
Nutcase Street Gen2: 69 Euro
3) Strom fürs Smartphone
Nabendynamos haben das Fahrrad elektrifiziert. Sie sorgen selbst bei Schritttempo für helles Licht - können aber auch das Handy oder das Navi aufladen. Lösungen dafür gibt's zum Beispiel mit dem E-Werk von
Busch und Müller.
Biologic hat speziell fürs iPhone ein System entwickelt, das Apples Smartphone in eine wasserdichte Lenkerhalterung aufnimmt und zugleich mit Energie versorgt. Damit der Ladestrom nicht schwankt, wird er in einem Akku zwischengespeichert, der sich in dem iPhone-Gehäuse befindet. Das ReeCharge-System von Biologic ist vor allem für Radler interessant, die mit ihrem iPhone navigieren, was den Akku normalerweise schnell leert. Und für alle, die damit so viel surfen und telefonieren, dass sie schon mittags eine Steckdose brauchen.
Biologic ReeCharge (wasserdichte Hülle mit integriertem Akku): 99 Euro
Case Bracket (Lenkerhalterung): 20 Euro
Dynamo Kit: 25 Euro
4) Sattelcover und Modeaccessoire zugleich
Die Ledersattel von
Brooks sind legendär. Die englische Traditionsfirma gehört zwar mittlerweile zu Selle Royal aus Italien. An der Philosophie hat sich jedoch wenig geändert: Brooks steht für Produkte aus der guten alten Zeit, denen moderne Trends nichts anhaben können. Mit der Handtasche Victoria versucht Brooks den Spagat zwischen Tradition und Lifestyle. Victoria ist ein Cover aus Leder, das sich über den Fahrradsattel legen lässt. Dabei klappt hinten ein kleines Täschchen nach unten. Victoria ist aber zugleich eine Handtasche, mit der man durch die Stadt schlendert. Erhältlich in den Farben Türkis, Apfel, Himbeere und Mandarin. Stilbewusste kaufen sich das Hosenband für 20 Euro aus gleichfarbigem Leder gleich noch dazu.
Brooks Victoria: 160 Euro
5) Lichtspektakel mit Speichen-LEDs
Sie kennen bestimmt die Kinderschuhe, deren Sohlen bunt blinken, sobald ein Dreikäsehoch damit herumläuft. Aber welcher Erwachsene traut sich mit so was schon auf der Straße?
Hokey Spokes - eine kleine Firma aus den USA - macht das bunte Lichtspektakel erwachsenenkompatibel. Die LEDs stecken dann natürlich nicht in den Schuhen, sondern in einem Stück durchsichtigem Plastik, das an den Fahrradspeichen befestigt wird. Was nach dem Einschalten geschieht, ist Magie: Die LEDs erzeugen bunte Muster - und sogar Schrift aus maximal 16 Buchstaben. Auf der Straße wird man damit auch bei tiefster Dunkelheit garantiert nicht mehr übersehen. Bis zu sechs LED-Lichtbatterien lassen sich an einem Laufrad befestigen. Je mehr man anschraubt, umso besser funktioniert der Effekt auch beim langsamen Fahren. Dagegen sind blinkende Turnschuhe wirklich nur Kinderkram.
Hokey Spokes: ab 19 Dollar (zzgl. 29 Dollar Versand)