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11.06.2012
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Flughafen Berlin Brandenburg

Bahn erwägt Schadensersatzklage wegen Eröffnungspleite

Flughafen Berlin Brandenburg: Keine Ruhe für die Airport-Betreiber
dapd

Flughafen Berlin Brandenburg: Keine Ruhe für die Airport-Betreiber

Teure Verspätung für die Deutsche Bahn: Die verschobene Eröffnung des Hauptstadtflughafens kostet dem Staatskonzern zu viel Geld. Das Unternehmen überlegt nun, die Airport-Betreiber in Regress zu nehmen.

Berlin - Wegen der geplatzten Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports drohen der Berliner Flughafengesellschaft jetzt auch Schadensersatzforderungen der Deutschen Bahn. "Das lassen wir zurzeit prüfen", sagte Bahnchef Rüdiger Grube der "Welt am Sonntag". Allein die Ausfälle beim Flughafenzubringer führten bei der Konzerntochter Station & Service AG zu einem monatlichen Minus von rund 620.000 Euro.

"Hinzu kommt, dass wir einige Züge auch ohne Flughafenbetrieb und Passagiere zwischen Airport und Innenstadt verkehren lassen müssen", klagte Grube. Diese Touren seien nötig, weil die Strecke dreimal täglich befahren werden müsse, um die Belüftung der Tunnel zu gewährleisten. Eine Forderung der Bahn ist vor allem deshalb brisant, weil der Staatskonzern gegenüber einer Gesellschaft Schadensersatz fordern würde, die sich ebenfalls in öffentlicher Hand befindet.

Die Bahn ist mit ihren Überlegungen nicht alleine. Auch der Deutsche Reiseverband (DRV) erwägt Regressforderungen gegenüber der Berliner Flughafengesellschaft. Der neue Flughafen sollte eigentlich am 3. Juni eröffnet werden. Wegen Pannen bei der Bauplanung musste die Inbetriebnahme jedoch auf den 17. März 2013 verschoben werden.

dkr/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
1. Bahn
muehle79 11.06.2012
Vielleicht sollte die liebe Bahn da mal nicht so groß auftragen. Es ist ja schwer möglich, für eine Sache Schadenersatz zu fordern, die man selbst nicht leisten kann. Eher sollte sie sich still in die Ecke setzen und sich freuen [...]
Vielleicht sollte die liebe Bahn da mal nicht so groß auftragen. Es ist ja schwer möglich, für eine Sache Schadenersatz zu fordern, die man selbst nicht leisten kann. Eher sollte sie sich still in die Ecke setzen und sich freuen über die zusätzliche Zeit, die ihr gegeben ist, die hauseigenen Probleme bei der Anbindung des Flughafens zu beheben. Es gibt derzeit weder genügend S-Bahn-Wagen und Lokführer, um ohne Streichung anderswo im Netz die verlängerte Flughafenstrecke zu bedienen. Bei DB Regio sieht es auch nicht besser aus und stand Wochen vor der Verkündung der Verschiebung der Eröffnung schon fest, dass der Flughafenzubringer RB 14 weiterhin nicht durchgängig, sondern nur als geteilte Linie in Nord- und Südhälfte verkehrt. Zudem fehlt es auch bei DB Regio am vertraglich vereinbarten Wagenmaterial und man setzt stellenweise Uraltwaggons ein oder verkürzt die Zuglängen, weil der vertraglich vereinbarte Talent-2 weiter auf sich warten lässt. Das Befahren der Strecken sollte im übrigen im Eigeninteresse liegen, damit Kabel- und Schienenklau rechtzeitig festgestellt oder gar verhindert werden.
2. Nur nebenbei
muehle79 11.06.2012
Nur nebenbei würde mich zudem Interessieren, ob denn zumindest der Bahnhof jetzt eine gültige Brandschutzabnahme hatte und wie das Einsatzkonzept von Bahn und Feuerwehr dort nun aussieht, wo man sich ja vorher (wohl auch im Streit [...]
Nur nebenbei würde mich zudem Interessieren, ob denn zumindest der Bahnhof jetzt eine gültige Brandschutzabnahme hatte und wie das Einsatzkonzept von Bahn und Feuerwehr dort nun aussieht, wo man sich ja vorher (wohl auch im Streit um Geld) nicht so recht über die Zuständigkeiten einigen konnte.

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