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15.11.2012
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Schweizer Alpen

Felsabbruch blockiert Gotthardbahn-Strecke

AP

Gotthardbahn-Strecke: Felsen blockieren die Gleise

Ein Steinschlag hat die Gleise der Gotthardbahn getroffen. Damit muss die Strecke durch die Schweizer Alpen zum zweiten Mal innerhalb von fünf Monaten gesperrt werden. Busse haben den Passagiertransport übernommen.

Basel - Ein Felsabbruch hat die Gotthard-Bahnlinie zwischen der Schweiz und Italien bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr lahmgelegt. Wie lange der betroffene Streckenabschnitt bei Gurtnellen (Kanton Uri) geschlossen bleibt, war am Donnerstag noch nicht absehbar.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) empfehlen Reisenden nach und von Italien eine Zugverbindung via Simplon zu wählen. Örtlich ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Für Reisende aus Zürich und Luzern sind zwischen Flüelen und Göschenen Busse im Einsatz.

Der Felsabbruch hatte am Mittwoch zu einem Steinschlag von rund 150 Kubikmetern geführt, wovon größere Mengen auf die Bahnlinie stürzten. Verletzt wurde niemand. Der Steinschlag löste einen automatischen Alarm aus, worauf die Züge rechtzeitig gestoppt werden konnten.

In der Nähe der jetzigen Stelle hatte im vergangenen Juni ein größerer Felssturz eine vierwöchige Streckensperrung nötig gemacht. Damals waren 2000 bis 3000 Kubikmeter Gestein auf die Gleise gestürzt. Ein Mann kam dabei ums Leben, der mit Sicherungsarbeiten an der Strecke beschäftigt war, zwei seiner Kollegen wurden verletzt.

Die Gotthardachse wird nach Angaben der SBB normalerweise täglich von 120 Güterzügen und 90 Personenzügen befahren.

abl/dpa

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