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04.12.2012
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Späte Saisonstarts

Schneefälle lassen Pistenbetreiber in den Alpen hoffen

TMN

Winterurlauber scharren schon mit den Skistiefeln - und hoffen auf einen baldigen Saisonstart. Dieser musste wetterbedingt an vielen Orten der Alpen verschoben werden, auch auf Deutschlands höchstem Berg: der Zugspitze. Immerhin gibt es in Österreich und Südtirol Neuschnee-News.

Berlin - Gute Nachrichten aus Österreichs Skigebieten: "Es schneit, und St. Anton präsentiert sich als Wintermärchen", ist auf der Internetseite der Gemeinde am Arlberg zu lesen. Vergangene Woche sah das noch ganz anders aus: Die für Freitag geplante Saisoneröffnung musste auf diesen Donnerstag verschoben werden. Nun steht dem offenbar nichts mehr im Weg. Auch in vielen anderen Skigebieten wird es spätestens ab dem Wochenende heißen: "Ski und Rodel gut" - auch wenn noch nicht überall sämtliche Lifte und Pisten geöffnet haben.

Mit ähnlichen Problemen wie St. Anton hatten auch die Nachbarn in Lech Zürs in der vergangenen Woche zu kämpfen. Der Saisonstart wurde verschoben. Aber es fällt wieder Schnee, und zusätzlich wird künstlich nachgeholfen. "Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Dank der niedrigen Temperaturen können wir Tag und Nacht beschneien", sagte Michael Manhart von der Skilifte Lech Ing. Bildstein GmbH. Am 6. Dezember dürfen die Touristen auf die Pisten.

Ähnlich ist die Situation in Saalbach-Hinterglemm: Auch hier wurde der Saisonstart nach hinten geschoben. "Am Wochenende gab es einfach noch zu wenig Schnee", sagte eine Sprecherin. Ab dem 7. Dezember sollen die Pisten aber einsatzbereit sein. Dann werde ein Großteil der 63 Lifte in Betrieb gehen.

Einen Tag zuvor sollen bereits die Lifte in Val-Gardena Gröden (Südtirol) die Wintersportler wieder auf die Berge ziehen. Dank der Schneefälle der vergangenen Tage liegen im Tal zehn Zentimeter Neuschnee und in den höheren Lagen bis zu 50 Zentimeter.

Im Schweizer St. Moritz hat die Saison bereits in den vergangenen Wochen begonnen. Die Diavolezza hatte bereits Ende Oktober eröffnet, Corvatsch und Corviglia an den vergangenen beiden Wochenenden. Dort waren am Dienstag jedoch laut der Internetseite nicht alle Lifte in Betrieb: am Corvatsch nur 4 von 15 Anlagen, im Skigebiet Corviglia 14 von 22. Im österreichischen Zell am See-Kaprun läuft die Saison auf dem Kitzsteinhorn ebenfalls bereits. In Ischgl sind derzeit laut Internetseite knapp die Hälfte der Lifte in Betrieb.

Auf dem Feldberg im Schwarzwald waren am Wochenende zwar die ersten Lifte angelaufen, bislang allerdings erst 3 von 13. "Als am Samstag viel los war, mussten Skifahrer an den Liften bis zu einer Stunde warten", räumte eine Sprecherin ein. Der Schnee habe einfach noch nicht für alle Gebiete ausgereicht. Am Freitag sollen aber die fehlenden zehn Lifte gestartet werden.

Zugspitze: 15 Zentimeter Neuschnee reichen nicht

Weiter unklar ist, wann es auf der Zugspitze losgeht: Trotz rund 15 Zentimeter Neuschnee reicht die Schneelage noch nicht aus. Starker Wind habe den Schnee teilweise wieder weggeblasen, an vielen Stellen sei noch der steinige Untergrund zu sehen, heißt es in der neuesten Lagemeldung von Deutschlands höchstem Berg. Weiterer ergiebiger Schneefall sei nötig.

Die Organisatoren der Bayerischen Zugspitzbahn hatten den für das vergangene Wochenende geplanten Start der Skisaison auf Deutschlands höchstem Berg witterungsbedingt abgesagt und auf voraussichtlich Mitte Dezember verschoben.

Urlauber, die in den vergangenen Tagen vor grünen Pisten standen, gehen laut Gesetz in der Regel leer aus. "Fehlender Schnee am Urlaubsort berechtigt grundsätzlich nicht zu einer kostenlosen Stornierung der Reise", erklärt Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Anders sieht die Situation nur aus, wenn der Reiseveranstalter oder Anbieter einer Privatunterkunft eine Schneegarantie ausgesprochen hat oder mit Schneesicherheit wirbt.

In einigen Orten reagieren die Hoteliers jedoch kulant: "Die meisten Hotels bieten die Möglichkeit, die Zimmer kostenlos zu stornieren, falls die Saison später beginnt", sagte beispielsweise die Sprecherin von Saalbach-Hinterglemm. In den kommenden Tagen dürfen solche Diskussionen ohnehin Schnee von gestern sein: Die Wetterdienste sagen weitere Schneefälle voraus.

Inspiration für den Urlaub

Michael Zehender/Stephan Scheuer/dpa/jus

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