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11.12.2012
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Ernste Maßnahme

Hongkonger Flugbegleiter drohen mit Lächelstreik

REUTERS

Flugzeug von Cathay Pacific in Hongkong: Stewardessen wollen nicht mehr lächeln

Die Stewardessen von Cathay Pacific machen Ernst. Um mehr Gehalt zu erstreiten, wollen sie ihre Passagiere nicht mehr anlächeln und ihnen keinen Alkohol servieren. Ein Dienst nach Vorschrift soll ihren Hongkonger Arbeitgeber unter Druck setzen.

Hongkong - Kleiner Einsatz, große Wirkung? Im Streit um eine Lohnerhöhung haben die Flugbegleiter von Cathay Pacific zunächst mit sturem Dienst nach Vorschrift gedroht. So könnten die Passagiere der Hongkonger Airline bald nicht mehr angelächelt werden, auch werde möglicherweise kein Alkohol mehr serviert, sagte der Generalsekretär der Flugbegleiter-Gewerkschaft, Tsang Kwok Fung.

Auch würden die Servicekräfte konsequent zu großes Gepäck ablehnen und damit möglicherweise den Abflug verzögern. Für die Passagiere bedeuteten die Maßnahmen, dass sie "einen Fünf-Sterne-Preis bezahlen, um einen Drei-Sterne-Service zu bekommen", sagte Tsang.

Die Arbeitnehmer drohten zudem mit einem Vollstreik an Neujahr, falls das Unternehmen nicht an den Verhandlungstisch zurückkehre. Die Gewerkschaft fordert ein Lohnplus von fünf Prozent, die Fluggesellschaft hatte im vergangenen Monat jedoch lediglich zwei Prozent angekündigt.

Cathay Pacific hatte in der ersten Jahreshälfte einen Verlust von umgerechnet knapp 94 Millionen Euro eingefahren, was unter anderem mit hohen Kerosinpreisen begründet wurde.

abl/AFP

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