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19.12.2012
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Billigklasse

US-Airline will Strafgebühr bei nicht angetretenem Flug kassieren

Eine neue Gebühr soll Southwest Airlines mehr Umsatz bescheren: Wer seinen Flug ohne Vorankündigung nicht wahrnimmt, soll eine Strafabgabe zahlen. Die Pläne der US-Fluggesellschaft sieht ein deutscher Reiserechtler jedoch kritisch.

Berlin - Passagiere von Southwest Airlines sollen Medienberichten zufolge künftig eine Strafe zahlen, wenn sie ihr Flugticket nicht in Anspruch nehmen. Die sogenannte No-Show-Gebühr falle an, wenn Fluggäste der günstigsten Buchungsklasse einen Flug nicht antreten, ohne die Airline vorher darüber zu informieren. Wie hoch die Gebühr sein soll und ab wann genau sie gilt, steht laut den Berichten noch nicht fest.

Mit dieser Abgabe und weiteren Anhebungen bei Gepäckgebühren erhofft sich die Airline Einnahmen von 100 Millionen Dollar. Melden Kunden, dass sie den Flug nicht antreten, kann das Unternehmen den freiwerdenden Platz erneut verkaufen. Die Fluglinie "hat sich entschieden, die Flexibilität unserer Günstigtickets einzuschränken", erklärte der Southwest-Vize-Präsident Bob Jordan laut "The Dallas Morning News".

Rechtlich sei das Verfahren allerdings zweifelhaft, sagte Reiserechtler Paul Degott aus Hannover. Bei der Gebühr, die praktisch eine Strafe für den Passagier bedeutet, handele es sich möglicherweise um eine unangemessene Benachteiligung nach dem Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

Die Pflicht des Reisenden bestehe nur darin, den Ticketpreis zu bezahlen, sagte Degott. Es sei nicht seine Aufgabe, die Fluggesellschaft darüber zu informieren, ob er die gekaufte Leistung auch in Anspruch nimmt.

abl/dpa

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