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22.01.2013
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Emissionshandel

Verbraucherschützer werfen Airlines Passagier-Nepp vor

dapd

Jumbojet am Himmel: Ziel des Emissionshandel ist der Klimaschutz

Fahren die Fluggesellschaften satte Extragewinne auf Kosten ihrer Kunden ein? Laut einer Studie profitieren die Airlines von einer geplanten Aussetzung des Emissionshandels und lassen Passagiere nicht daran teilhaben. Die EU-Klimakommission fordert deshalb größtmögliche Transparenz.

Brüssel - Fluggesellschaften profitieren einem neuen Bericht zufolge wahrscheinlich auf Kosten der Passagiere von der geplanten Aussetzung des Emissionshandels (EHS) für die Luftfahrt. Voraussichtlich sparten die Airlines zwischen 243 und 486 Millionen Euro, indem sie den Fluggästen gar nicht anfallende EHS-Kosten in Rechnung stellten, hieß es in einem Bericht der Umweltschutzorganisation Transport & Environment, den sie am Dienstag in Brüssel vorstellte. Es sei "sehr wahrscheinlich", dass sich die Unternehmen so Extragewinne einstrichen, urteilt der Bericht.

Die Airlines würden sich in dem Fall zunutze machen, dass der EHS für die Luftfahrt für 2012 wahrscheinlich rückwirkend ausgesetzt wird. Ursprünglich sollten sie für jede Tonne CO2 zahlen, die die Flieger in die Luft blasen. Weil sich Länder wie China und die USA massiv wehrten, schlug die EU-Kommission vor, eine internationale Lösung zu suchen und für 2012 bei Interkontinentalflügen zunächst auf das EHS zu verzichten. Die Zustimmung von Europaparlament und Regierungen für die Aussetzung gilt als wahrscheinlich.

Fluggesellschaften hatten die erwarteten Zusatzkosten aber schon eingeplant und Tickets verteuert, wie Transport & Environment geltend macht. Auch in einem weiteren Punkt habe zumindest ein Teil der Unternehmen getrickst, vermutet der verbrauchernahe Verband: indem die Unternehmen viele Zertifikate ohnehin umsonst bekamen, aber ihren Wert auf die Tickets aufschlugen. Der Sprecher von EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard forderte die Airlines vor dem Hintergrund auf, bei den Tarifen für "größtmögliche Transparenz" zu sorgen.

Ziel des EHS, der für die Industrie schon 2005 eingeführt wurde, ist der Klimaschutz. Indem die Unternehmen, die klimaschädliche Gase emittieren, dafür zahlen müssen, sollen sie zur Verminderung angehalten werden.

dkr/AFP

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insgesamt 5 Beiträge
1.
brux 22.01.2013
Die "EU-Klimakommission" hat SPON erfunden, es gibt nur eine für die Klimapolitik zuständige Europäische Kommissarin. Die Transparenz gibt es bereits, zumindest bei Ryanair. Herr O´Leary nimmt frech 0,75 Euro [...]
Zitat von sysopdapdFahren die Fluggesellschaften satte Extragewinne auf Kosten ihrer Kunden ein? Laut einer Studie profitieren die Airlines von einer geplanten Aussetzung des Emissionshandels und lassen Passagiere nicht daran teilhaben. Die EU-Klimakommission fordert deshalb größtmögliche Transparenz. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/emissionshandel-airlines-geben-ersparnis-nicht-an-passagiere-weiter-a-879091.html
Die "EU-Klimakommission" hat SPON erfunden, es gibt nur eine für die Klimapolitik zuständige Europäische Kommissarin. Die Transparenz gibt es bereits, zumindest bei Ryanair. Herr O´Leary nimmt frech 0,75 Euro per Flug als Klimaabgabe, die es gar nicht gibt. Frau Hedegaard müsste das eigentlich wissen und handeln (ersatzweise der Staatsanwalt, denn so etwas nennt man Betrug).
2. So isses!
justine37 22.01.2013
Niemand kontroliert die Airlines,die machen was sie wollen. Da werden Monate im Voraus Risikotickets verkauft, und wenn man storniert,behält die Airline einfach das gesammte Geld,obwohl sie den Platz nochmal verkauft wird. [...]
Niemand kontroliert die Airlines,die machen was sie wollen. Da werden Monate im Voraus Risikotickets verkauft, und wenn man storniert,behält die Airline einfach das gesammte Geld,obwohl sie den Platz nochmal verkauft wird. Stornogebühr 100% für was? Oder Tickets müssen sofort und Monate im Voraus bezahlt werden,obwohl überhaupt keine Leisung erbracht wird. Da würde eine Anzahlung doch reichen.
3. Wieso
jajo.le 23.01.2013
kaufen Sie solche Tickets? Wenn Sie doch schon wissen, dass das alles Betrug ist. Das Schöne an der Freiheit ist eben, dass man für seine eigenen Entscheidungen selber grade stehen muss. Oder wurden Sie zum Kauf gezwungen?
kaufen Sie solche Tickets? Wenn Sie doch schon wissen, dass das alles Betrug ist. Das Schöne an der Freiheit ist eben, dass man für seine eigenen Entscheidungen selber grade stehen muss. Oder wurden Sie zum Kauf gezwungen?
4. Wieso getrickst?
psger65 23.01.2013
Es ist Betrug...
Es ist Betrug...
5. Emissionshandel ist Betrug
fragel 23.01.2013
Wer Emissionshandel betreibt ist schon von Haus aus ein betrüger. Das betrifft nicht nur die Luftfahrt, sonern alle die Emissionshandel betreiben . Wenn im nachbargrundstück eine Firma massenhaft Schadstoffe in die luft bläst , [...]
Wer Emissionshandel betreibt ist schon von Haus aus ein betrüger. Das betrifft nicht nur die Luftfahrt, sonern alle die Emissionshandel betreiben . Wenn im nachbargrundstück eine Firma massenhaft Schadstoffe in die luft bläst , aber genug Geld hat kauft sich beim Emissionshandel ein und hat somit seine Ruhe. Eine Firma etwa 159 km weiter weg , bleibt unter seinem zugelassenen Limit und verkauft an den Besitzer meiner nachbalichen Dreckschleuder über den Emissionshandel sein Guthaben , dann hat vater Staat genug eingenommen , egal ob wir neben der Dreckschleuder gesundheitlich belastet werden , oder nicht. Das ist das gleiche mit den Feinstaubplaketten , auch da wird den Bürgern vorgelogen , es sei zu ihren Schutz. Richtig ist jedoch , die Politiker wollen Geld. Emissionshandel, wer steckt sich diese Gelder ein? Werden sie wirklich für die Umwelt genutzt? Die Politiker vergleiche ich mit einer Bande Ganoven,

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