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24.01.2013
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Die schnellsten Aufzüge der Welt

Himmelwärts mit Highspeed

Daniel Shih

Es ist nicht das höchste Gebäude der Welt, aber dafür hat es den schnellsten Aufzug: Im Taipei 101 in Taiwan befördert der Lift die Besucher mit 60 km/h nach oben. Doch diesen Rekord wird schon bald ein anderer Wolkenkratzer brechen. Die schnellsten Fahrstühle der Welt in der Übersicht.

Schwindelerregend ist nicht nur der Blick von einem Wolkenkratzer auf die Welt. Auch der Weg hinauf zur Aussichtsplattform kann zum Erlebnis werden, wenn das Gebäude über einen Hochgeschwindigkeitsaufzug verfügt. Die schnellsten der Welt katapultieren die Besucher im Taipei 101 nach oben. Mit 60,6 km/h führt der 509 Meter hohe Wolkenkratzer in Taiwan die Liste der schnellsten Fahrstühle der Welt an.

Platz zwei im Ranking, das der Hamburger Datendienstleister Emporis erstellt hat, belegt der Yokohama Landmark Tower in Japan. Hier schafft der Lift 45 km/h, die Fahrt vom zweiten in den 69. Stock dauert 40 Sekunden.

Der Burdsch Chalifa in Dubai ist zwar das höchste Gebäude der Welt. Aber mit einer Liftgeschwindigkeit von 36 km/h können drei weitere Häuser mithalten: Das Sunshine 60 Building in Tokio, das Shanghai World Financial Center und der China World Trade Center Tower III.

Asien hat also die Nase vorn, wenn es darum geht, möglichst schnell die Besucher in die obersten Stockwerke zu schicken. Unter die ersten neun im Ranking schaffte es immerhin ein Skyscraper in den USA: das John Hancock Center in Chicago. Wer sich bei einem Besuch sportlich betätigen und vielleicht lieber ein paar Kalorien verbrennen will, kann natürlich auch die 1632 Treppenstufen von der Lobby zur Aussichtsplattform zu Fuß gehen.

Höher, schneller, wer kann mehr? Diese Frage ist offenbar noch lange nicht abschließend beantwortet. In Shanghai stehen zwar schon jetzt zwei Gebäude mit Highspeed-Aufzügen. Aber mit dem Shanghai Tower kommt bald ein drittes hinzu, das alle anderen in Sachen Liftgeschwindigkeit übertreffen will. Die Firma Mitsubishi will Fahrstühle mit einem Höchsttempo von 64,8 km/h installieren. Der Turm selbst wird nach seiner Fertigstellung das zweithöchste Gebäude der Welt sein. Außerdem wird sich das Gebäude mit der längsten Aufzugstrecke der Welt rühmen. Sie wird 578,5 Meter messen.

Die schnellsten Aufzüge der Welt

Gebäudename Stadt, Land Gebäudehöhe Geschwindigkeit
Taipei 101 Taipeh, Taiwan 509 Meter 60,6 km/h
Yokohama Landmark Tower Yokohama, Japan 296 Meter 45 km/h
Burj Chalifa Dubai, VAE 828 Meter 36 km/h
Sunshine 60 Building Tokio, Japan 240 Meter 36 km/h
Shanghai World Financial Center Shanghai, China 492 Meter 36 km/h
China World Trade Center Tower III Peking, China 330 Meter 36 km/h
John Hancock Center Chicago, USA 344 Meter 33 km/h
Jin Mao Tower Shanghai, China 421 Meter 32,8 km/h

Quelle: Emporis 2013, Hamburg

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insgesamt 8 Beiträge
1. Oje,
Theoline 24.01.2013
was für ein Wahn!! Diese Hochhausbauidotie sollten wir Europäer nicht als Vorbild haben. Wir haben eine andere Sicht der Dinge. Lieber das Alte erhalten und von den wunderschönen europ. Kulturbauten profitieren und mit modernen [...]
was für ein Wahn!! Diese Hochhausbauidotie sollten wir Europäer nicht als Vorbild haben. Wir haben eine andere Sicht der Dinge. Lieber das Alte erhalten und von den wunderschönen europ. Kulturbauten profitieren und mit modernen Innovationen verschönern, als dem Arabien/Asien-ich-bin-größer/meiner-ist-länger-als-Deiner-Wahn verfallen.
2. Faszinierend
Alfons Emsig 24.01.2013
Schade, dass der Artikel praktisch keine technischen Informationen enthält. Aufzugstechnik in derartigen Wolkenkratzern ist Hochtechnologie. Neben der allumfassenden Sicherheit spielen Komfortaspekte (z.B. Druckausgleich, [...]
Schade, dass der Artikel praktisch keine technischen Informationen enthält. Aufzugstechnik in derartigen Wolkenkratzern ist Hochtechnologie. Neben der allumfassenden Sicherheit spielen Komfortaspekte (z.B. Druckausgleich, Beschleunigungsverhalten), Leichtbau, Antriebstechnik (z.B. Linearmotor), Aerodynamik, "intelligente" und energieeffiziente Steuerungen und viele weitere Technologien eine bedeutende Rolle. Faszinierend finde ich auch, dass man Aufzüge für Gebäude, die in bisher unbekannte Höhen vorstoßen, voher nicht erproben kann, denn dazu bedürfe es ja eines vergleichbar hohen Turms für Erprobungszwecke. Ob und wie gut eine Anlage funktioniert, erweist sich erst nach Inbetriebnahme. Übrigens hätte in dieser Liste auch der Aufzug in die Panorama-Etage des Kollhoff-Towers am Potsdamer Platz in Berlin eine Erwähnung verdient: mit immerhin 31 Kilometern pro Stunde einer der schnellsten (angeblich sogar der schnellste) in Europa.
3.
dr.u. 24.01.2013
In der Tat. Für "konventionelle" Aufzugstechnik mit Seil / Flaschenzug / Gegengewicht dürfte da schön lange das Ende der Fahnenstange erreich sein. Ich denk mal der Trand bei den [...]
Zitat von Alfons EmsigSchade, dass der Artikel praktisch keine technischen Informationen enthält. Aufzugstechnik in derartigen Wolkenkratzern ist Hochtechnologie. Neben der allumfassenden Sicherheit spielen Komfortaspekte (z.B. Druckausgleich, Beschleunigungsverhalten), Leichtbau, Antriebstechnik (z.B. Linearmotor), Aerodynamik, "intelligente" und energieeffiziente Steuerungen und viele weitere Technologien eine bedeutende Rolle. Faszinierend finde ich auch, dass man Aufzüge für Gebäude, die in bisher unbekannte Höhen vorstoßen, voher nicht erproben kann, denn dazu bedürfe es ja eines vergleichbar hohen Turms für Erprobungszwecke. Ob und wie gut eine Anlage funktioniert, erweist sich erst nach Inbetriebnahme. Übrigens hätte in dieser Liste auch der Aufzug in die Panorama-Etage des Kollhoff-Towers am Potsdamer Platz in Berlin eine Erwähnung verdient: mit immerhin 31 Kilometern pro Stunde einer der schnellsten (angeblich sogar der schnellste) in Europa.
In der Tat. Für "konventionelle" Aufzugstechnik mit Seil / Flaschenzug / Gegengewicht dürfte da schön lange das Ende der Fahnenstange erreich sein. Ich denk mal der Trand bei den Langstrecken-Hochgeschwindigkeits-Aufzügen geht wohl Richtung Vertikal-Magnetschwebetechnik. Star Trek Turbolifte, wir kommen ;-) In wie weit werden Fahrstühle dieser Kategorie eigentlich nach aerodynamischen Gesichtspunken entworfen? Bei >60km/h wird langsam auch der cw-Wert interessant...
4. Wer hat die Aufzüge gebaut ?
Na Sigoreng 24.01.2013
Wenn ich in Asien bin, stelle ich mit Befriedigung fest, dass ich oftmals mit deutschen Aufzügen in die Höhe befördert werde. Im Artikel vermisse ich den Hinweis darauf, wieviele dieser Super-Aufzüge "Made in [...]
Wenn ich in Asien bin, stelle ich mit Befriedigung fest, dass ich oftmals mit deutschen Aufzügen in die Höhe befördert werde. Im Artikel vermisse ich den Hinweis darauf, wieviele dieser Super-Aufzüge "Made in Germany" sind !
5. Grenzen konventioneller Aufzugstechnik
alfons11:45 24.01.2013
Im Bergbau gibt es derzeit Fördermaschinen mit bis zu gut 3 Kilometern Seillänge und bis zu 18 Meter / Sekunde Fahrgeschwindigkeit. Dort findet typischerweise auch Personenfahrt statt, wenn auch normalerweise langsamer, was in [...]
Zitat von dr.u.In der Tat. Für "konventionelle" Aufzugstechnik mit Seil / Flaschenzug / Gegengewicht dürfte da schön lange das Ende der Fahnenstange erreich sein. Ich denk mal der Trand bei den Langstrecken-Hochgeschwindigkeits-Aufzügen geht wohl Richtung Vertikal-Magnetschwebetechnik. Star Trek Turbolifte, wir kommen ;-) In wie weit werden Fahrstühle dieser Kategorie eigentlich nach aerodynamischen Gesichtspunken entworfen? Bei >60km/h wird langsam auch der cw-Wert interessant...
Im Bergbau gibt es derzeit Fördermaschinen mit bis zu gut 3 Kilometern Seillänge und bis zu 18 Meter / Sekunde Fahrgeschwindigkeit. Dort findet typischerweise auch Personenfahrt statt, wenn auch normalerweise langsamer, was in erster Linie der recht offenen Förderkorb-Architektur geschuldet sein dürfte. Man kann aber sehen, dass bei den Aufzügen im Artikel keine wesentlichen physikalischen Grenzen berührt werden. Dennoch wären genauere technische Angaben natürlich interessant. Unter anderem auch die Leistung der Antriebsmotoren, die durchaus in die Megawatt - Klasse vorstoßen könnten ... Derartige Hochhäuser sind Prestige-Projekte, d.h. mit gespitztem Rotstift würde kaum eines der genannten Hochhäuser realisiert. Zu teuer, zu hohe Betriebskosten.

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