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Reise

Neue App-Funktion bei der Bahn

Komfort Check-in in allen ICE-Zügen verfügbar

Bahnfahren ohne Fahrscheinkontrolle - für Passagiere mit Smartphone ist das jetzt in allen ICEs möglich. Beim sogenannten Komfort Check-in entwerten sie ihr Ticket selbst.

DPA

Bahn-App DB Navigator für den digitalen Check-in

Dienstag, 05.06.2018   16:10 Uhr

Das Zugticket selbst entwerten - mit dieser Möglichkeit will die Deutsche Bahn das Reisen auf Fernstrecken angenehmer machen. Der sogenannte Komfort Check-in sei jetzt auf allen ICE-Strecken der Bahn verfügbar, sagte ein Unternehmenssprecher.

Davon profitieren sollen nach Angaben der Bahn nicht nur ruhebedürftige Kunden, die während der Fahrt nicht gestört werden wollen, sondern auch die Zugbegleiter, die durch den Wegfall der Kontrollen mehr Zeit für andere Tätigkeiten hätten.

Nutzen können den Komfort Check-in alle Bahnkunden mit Smartphone, die ein Online-Ticket sowie eine Sitzplatzreservierung haben und diese in die Bahn-App "DB Navigator" geladen haben. Wer dann im Zug auf seinem Platz sitzt, kann dies über die App bestätigen und so quasi selbst "einchecken". Diese Information bekommt der Zugbegleiter auf seinem mobilen Terminal angezeigt und weiß, dass er den Reisenden nicht mehr kontrollieren muss.

Die Bahn verspricht sich davon, dass es für Reisende weniger ungewollte Unterbrechungen gibt - etwa durch eine erneute Ticketkontrolle nach einem Personalwechsel. Außerdem sollen die Zugbegleiter so mehr Zeit beispielsweise für Auskünfte zum Reiseverlauf haben.

Begonnen wurde mit der Einführung des neuen Check-ins Mitte Mai. Jetzt sollen alle ICE dafür freigeschaltet sein. Nach Angaben der Bahn verlief die Umsetzung bislang weitgehend reibungslos und wurde bei den Kunden gut angenommen. Im kommenden Jahr könnte der digitalen Service auf weitere Ticketarten ausgeweitet werden.

abl/AFP/dpa

insgesamt 10 Beiträge
eulenspiegel1979 05.06.2018
1.
Alles schön und gut. Ein stets pünktlicher und technisch stabiler ICE wäre mir lieber. Die Pünktlichkeit der deutschen Bahn erinnert mitlerweile eher an die Einstellung: komm ich heut nicht, komm ich morgen.
Alles schön und gut. Ein stets pünktlicher und technisch stabiler ICE wäre mir lieber. Die Pünktlichkeit der deutschen Bahn erinnert mitlerweile eher an die Einstellung: komm ich heut nicht, komm ich morgen.
nur_samstags 05.06.2018
2. die am lautesten jammern...
... fahren oft am seltensten Bahn. Ich fahre regelmäßig von Köln nach München. selbst wenn der Zug ne Stunde Verspätung hat (was mir noch nie passiert ist) bin ich schneller als mit dem Auto. Und wesentlich entspannter!
... fahren oft am seltensten Bahn. Ich fahre regelmäßig von Köln nach München. selbst wenn der Zug ne Stunde Verspätung hat (was mir noch nie passiert ist) bin ich schneller als mit dem Auto. Und wesentlich entspannter!
hubertus001 05.06.2018
3. Gute Sache
Ich habe den Komfort-Check-in als Vielfahrer schon ausprobiert und finde ihn eine praktische Sache. Aber eigentlich schreibe ich das hier nur, um den ewigen Nörglern Platz wegzunehmen ;-) Bin nämlich überzeugter Bahnfahrer [...]
Ich habe den Komfort-Check-in als Vielfahrer schon ausprobiert und finde ihn eine praktische Sache. Aber eigentlich schreibe ich das hier nur, um den ewigen Nörglern Platz wegzunehmen ;-) Bin nämlich überzeugter Bahnfahrer und finde das ständige Gejammer über Verspätungen (was hauptsächliche von Gelegenheitsfahrern kommt) bräsig. Über Staus auf Autobahnen oder Flugverspätungen wird nicht annähernd so viel berichtet. Außerdem: Im Zug kann ich prima am Laptop arbeiten - die Zeit ist anders als im Auto keine „tote“ Zeit.
PSBBM 05.06.2018
4. @nur_samstags
Ich fahre an fünf Tagen in der Woche jeweils 120 Km mit der Bahn. Ich könnte ohne Probleme ein Buch darüber schreiben was da regelmäßig so alles schief laufen kann. Es gibt kaum eine Zumutung, die nicht schon mal vorgekommen [...]
Ich fahre an fünf Tagen in der Woche jeweils 120 Km mit der Bahn. Ich könnte ohne Probleme ein Buch darüber schreiben was da regelmäßig so alles schief laufen kann. Es gibt kaum eine Zumutung, die nicht schon mal vorgekommen ist. Nur die ständigen Staus auf der Autobahn sind noch schlimmer.
Stäffelesrutscher 05.06.2018
5.
Aha, die Zugbegleiter haben dann also mehr Zeit für andere Aufgaben, nämlich die 1.-Klasse-Reisenden, die sie wegen der Fahrkarte nicht ansprechen mussten, anschließend mit dem »möchten Sie eine Tageszeitung« oder [...]
Aha, die Zugbegleiter haben dann also mehr Zeit für andere Aufgaben, nämlich die 1.-Klasse-Reisenden, die sie wegen der Fahrkarte nicht ansprechen mussten, anschließend mit dem »möchten Sie eine Tageszeitung« oder »Gummibärchen???« zu stören. Oder will die Bahn Personal einsparen? Mir hat auch noch keiner gesagt, wie es funktionieren soll, wenn jemand auf dem falschen Platz sitzt und sich eincheckt oder während der Fahrt der Akku schlappmacht oder der Reisende in den Speisewagen tippelt, während der Schaffner vorbeikommt.

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