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EU-Kommission

18-Jährige können sich für gratis Interrail-Ticket bewerben

Am 12. Juni startet die Bewerbungsfrist für 18-Jährige: Wer gewinnt, erhält von der EU-Kommission ein kostenloses Interrail-Ticket für den Sommer.

DPA
Donnerstag, 03.05.2018   17:44 Uhr

18-Jährige EU-Bürger können sich im Juni erstmals um eines von 15.000 kostenlosen Interrail-Tickets bewerben. Diese Fahrkarten ermöglichen einen Monat lang kostenlose Bahnreisen durch vier Länder der Union. Vertreter der EU-Kommission erläuterten am Donnerstag Details des vor Monaten angekündigten Projekts.

Die Aktion"DiscoverEU" geht zurück auf die Idee von Aktivisten, jedem EU-Bürger zum 18. Geburtstag ein Interrail-Ticket zu schicken, um die jungen Leute mit dem Kontinent und seinen Kulturen vertraut zu machen. Das Projekt startet nun zunächst in bescheidenem Umfang - mit einem Etat von zwölf Millionen Euro. Ab 2021 soll es deutlich ausgebaut werden - mit einem Topf von bis zu 700 Millionen Euro.

Die Bewerbungsphase findet vom 12. bis 26. Juni statt. In der ersten Runde wählt eine Jury 15.000 Gewinner aus, die eine Woche später eine Antwort erhalten. Sie können dann mit einem sogenannten Travel-Pass im Sommer 30 Tage lang per Zug durch vier EU-Staaten reisen. Die Ziele müssen vorab genannt werden. Reiseabschnitte mit Bus oder Fähre sind möglich. EU-Bürger können sich allein oder in Gruppen von bis zu fünf Menschen bewerben.

Die Menge der verfügbaren Tickets pro Land richtet sich nach Angaben aus EU-Kreisen nach der Bevölkerungszahl - für Deutschland gibt es also relativ viele. Im Herbst könnte eine weitere Bewerbungsrunde folgen. Laut EU-Kommission ist das Ziel, dieses Jahr mindestens 20.000 junge Europäer auf Reise zu schicken - maximal aber 30 000.

Wie das Programm ausgebaut werden soll, ist noch unklar. Die EU-Kommission hatte bei der Vorstellung der Haushaltspläne für die Zeit zwischen 2021 und 2027 den Rahmen von 700 Millionen Euro für Interrail-Tickets genannt. In welchem Umfang dann Fahrkarten mit dem Geld finanziert werden, sei aber noch offen, hieß es auf Nachfrage.

abl/dpa

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