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Reise

Ausfälle am Flughafen Frankfurt

Computerpanne behindert Flugverkehr

Mehr als acht Stunden ist das IT-System des Flughafenbetreibers Fraport am Frankfurter Flughafen ausgefallen. Dutzende Flüge wurden gestrichen, das Personal musste per Funk und Telefon koordiniert werden.

DPA

Flughafen in Frankfurt am Main (Archiv)

Mittwoch, 16.05.2018   17:30 Uhr

Eine schwere Computerpanne hat den Betrieb am Frankfurter Flughafen behindert. Der Betreiber Fraport bestätigte Informationen der Lufthansa, dass eine wichtige Datenbank ausgefallen war, über die verschiedene Dienstleister zur Flugzeugabfertigung disponiert werden.

Das System habe von 3 Uhr nachts bis etwa 12 Uhr nicht zur Verfügung gestanden, sagte ein Fraport-Sprecher auf SPIEGEL-Anfrage. 71 von insgesamt 1560 geplanten Flügen seien gestrichen worden. "Wir haben die Airlines frühzeitig informiert und nach dem Ausfall kam ein Notverfahren zum Einsatz", sagte der Sprecher. Allerdings sei damit nicht die gleiche Kapazität möglich wie sonst üblich. "Der Flugverkehr hat sich mittlerweile wieder stabilisiert."

"Man fühlte sich in alte Zeiten versetzt"

Die Lufthansa, die als Hauptkunde rund zwei Drittel aller Flüge am größten deutschen Flughafen bestreitet, wusste zwischenzeitlich nicht, wo ihre einzelnen Jets standen. Man habe die Crews bitten müssen, per Funk oder Telefon ihre Position an die Betriebszentrale zu melden. Fluggastbrückenfahrer, Gästebetreuer oder Gepäckabfertiger mussten per Funk an die jeweiligen Standorte der Flugzeuge gelenkt werden. "Man fühlte sich in alte Zeiten versetzt", sagte ein Flughafen-Mitarbeiter.

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Bis zum Mittag habe man 23 Flüge mit zusammen 2600 Gästen streichen müssen, hieß es von der Fluggesellschaft. Dazu habe es etliche Verspätungen und verpasste Anschlussflüge gegeben. Im scharfen Ton kritisierte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister den Flughafenbetreiber: "Ich erwarte, dass das Fraport-Management die offensichtlich vorhandenen Infrastrukturprobleme schnell in den Griff bekommt." Die beiden Unternehmen streiten sich seit Monaten über die Abfertigungskosten.

Im Februar hatte der Ausfall eines zentralen Computersystems der europäischen Flugsicherung Eurocontrol zu weitreichenden Störungen im europäischen Luftverkehr geführt.

kry/dpa

insgesamt 18 Beiträge
j.vantast 16.05.2018
1. Die Geister die ich rief
In Frankfurt fallen die Computer aus, das O²-Netz steigt fast einen ganzen Tag aus und in Brandenburg und Lübeck Stromausfälle. Wir sollten uns immer bewusst sein dass die ganzen Systeme mal ausfallen können. Mal wegen [...]
In Frankfurt fallen die Computer aus, das O²-Netz steigt fast einen ganzen Tag aus und in Brandenburg und Lübeck Stromausfälle. Wir sollten uns immer bewusst sein dass die ganzen Systeme mal ausfallen können. Mal wegen Systemfehlern, mal wegen Stromausfällen. Heute hängt (fast) alles vernetzt zusammen. Das ist komfortabel solange es funktioniert, aber wenn nicht......
gersois 16.05.2018
2. Kosten sparen?
Redundante Auslegung zentraler IT-Systeme sowie gespiegelte Datenbestände und -banken sollten doch seit langem eine Selbstverständlichkeit sein, ebenso unterbrechungsfreie Stromversorgung. Oder muss heute wieder alles billig [...]
Redundante Auslegung zentraler IT-Systeme sowie gespiegelte Datenbestände und -banken sollten doch seit langem eine Selbstverständlichkeit sein, ebenso unterbrechungsfreie Stromversorgung. Oder muss heute wieder alles billig sein? Es wird ja schon nichts passieren! Murphy's law gilt immer noch.
uhrentoaster 16.05.2018
3. Ruhe
"Mehr als acht Stunden ist das IT-System des Flughafenbetreibers Fraport am Frankfurter Flughafen ausgefallen." Das war möglicherweise angenehm für die Leute, die vom Fluglärm betroffen sind. Wenn schon kein Vulkan [...]
"Mehr als acht Stunden ist das IT-System des Flughafenbetreibers Fraport am Frankfurter Flughafen ausgefallen." Das war möglicherweise angenehm für die Leute, die vom Fluglärm betroffen sind. Wenn schon kein Vulkan für Ausfälle sorgt, dann wenigstens eine Computerpanne.
peterka60 16.05.2018
4. Glauben Sie wirklich
Denken Sie wirklich, dass die IT-Systeme im Fraport nicht redundant und die Datenbestände nicht gespiegelt sind und keine Notstromversorgung vorhanden ist? Ein bisschen gar weltfremd ist das für mich schon. Von wo um Gottes [...]
Zitat von gersoisRedundante Auslegung zentraler IT-Systeme sowie gespiegelte Datenbestände und -banken sollten doch seit langem eine Selbstverständlichkeit sein, ebenso unterbrechungsfreie Stromversorgung. Oder muss heute wieder alles billig sein? Es wird ja schon nichts passieren! Murphy's law gilt immer noch.
Denken Sie wirklich, dass die IT-Systeme im Fraport nicht redundant und die Datenbestände nicht gespiegelt sind und keine Notstromversorgung vorhanden ist? Ein bisschen gar weltfremd ist das für mich schon. Von wo um Gottes Willen haben Sie Ihr "Fachwissen" her? Und dass solche Systeme auch einmal ausfallen können, ist für Fachleute völlig normal, auch wenn 8 Stunden ein bisschen lang sein mögen. Ueberlegen Sie einmal, wie viele Flüge schon ausgefallen sind wegen Schnee, Unwetter und anderen Geschehnissen.
gersois 16.05.2018
5.
Woher haben Sie denn Ihr Fachwissen, dass das völlig normal sein soll? Von PCs? Eine wichtige Datenbank darf nicht ausfallen. Daran haben wir schon vor 20 Jahren erfolgreich gearbeitet!
Zitat von peterka60Denken Sie wirklich, dass die IT-Systeme im Fraport nicht redundant und die Datenbestände nicht gespiegelt sind und keine Notstromversorgung vorhanden ist? Ein bisschen gar weltfremd ist das für mich schon. Von wo um Gottes Willen haben Sie Ihr "Fachwissen" her? Und dass solche Systeme auch einmal ausfallen können, ist für Fachleute völlig normal, auch wenn 8 Stunden ein bisschen lang sein mögen. Ueberlegen Sie einmal, wie viele Flüge schon ausgefallen sind wegen Schnee, Unwetter und anderen Geschehnissen.
Woher haben Sie denn Ihr Fachwissen, dass das völlig normal sein soll? Von PCs? Eine wichtige Datenbank darf nicht ausfallen. Daran haben wir schon vor 20 Jahren erfolgreich gearbeitet!

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