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Reise

Gewitter

Zug- und Flugverkehr in Frankfurt kurzzeitig eingestellt

Ein Gewitter über Frankfurt bringt den Bahn- und Flugverkehr durcheinander. Für kurze Zeit fuhr am Hauptbahnhof kein Zug mehr, auch Flugzeuglandungen waren nicht möglich.

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Gewitter am Frankfurter Flughafen (Archiv)

Donnerstag, 09.08.2018   16:29 Uhr

Wegen des Sturmtiefs "Nadine" wurde der Zugverkehr am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main zeitweise komplett eingestellt. Nach etwa 30 Minuten wurde der Bahnhof wieder geöffnet. Allerdings kommt es in Folge der Sperrung noch zu Verspätungen, sagte ein Bahnsprecher dem SPIEGEL. Der Zugverkehr in Richtung Norden sei zudem beeinträchtigt, weil sich Bäume in der Oberleitung oder Gegenstände im Gleisbereich befinden.

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln-Frankfurt war kurzzeitig vorsorglich unterbrochen worden, um zu vermeiden, dass Züge auf offener Strecke stehen bleiben müssten. Außerdem waren am Nachmittag die Strecken Mainz - Koblenz, Mainz - Mannheim und Saarbrücken - Forbach wegen Unwetter gesperrt. Aktuelle Entwicklungen und Streckensperrungen können Sie hier nachsehen. Die Bahn fordert ihre Passagiere auf, sich vorher über ihre Bahnverbindung zu informieren.

Am Flughafen Frankfurt waren am Nachmittag für etwa 30 Minuten keine Landungen möglich. Vereinzelte Starts wurden jedoch durchgeführt, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport dem SPIEGEL. Grund war das durchziehende Gewitter. Am Flughafen selber seien nur ein paar Blitze zu sehen gewesen, sagte er.

Die Deutsche Flugsicherung hatte die sogenannte Nullsicherung während des Gewitters verordnet. Ankommende Flugzeuge müssten in der Luft bleiben oder andere Flughäfen ansteuern. Das sei eine Entscheidung der Fluglinien, sagte der Fraport-Sprecher. Um 15.50 Uhr wurde ihm zufolge die Nullsicherung wieder aufgehoben.

Die Lufthansa reservierte schon einmal 3000 Hotelzimmer, falls Passagiere stranden sollten. Die Fluggesellschaft hatte sich eigenen Angaben zufolge darauf eingestellt, dass rund 6000 Passagiere und rund 40 Flüge von den Auswirkungen der Gewitterfront betroffen sein könnten.

Nach Angaben der Frankfurter Feuerwehr stürzten wegen Sturmböen im Stadtwald Bäume um. Die Stadt warnte, dass die Gefahr von Astbrüchen in Parks und Grünanlagen wegen der Windböen erhöht sei.

Orkanböen in Baden-Württemberg angekündigt

Für Donnerstag hatte der Deutsche Wetterdienst vielerorts kräftige Schauer und Gewitter vorhergesagt. In Nordrhein-Westfalen müsse vom Mittag an mit schweren Sturmböen, teils auch mit orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten von 105 km/h gerechnet werden, hieß es.

Die Gewitterfront aus Frankreich und den Benelux-Ländern sollte auch Niedersachsen erreichen. Im Saarland führte ein schweres Gewitter nachmittags zu Dutzenden Polizeieinsätzen, vor allem wegen Bäumen und Ästen auf Straßen.

Auch für Teile Baden-Württembergs wurden für den Nachmittag und Abend schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und Orkanböen erwartet. Punktuell könnten bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde fallen. Im Osten Deutschlands blieb es zunächst noch weitgehend heiß mit Höchsttemperaturen von bis zu 34 Grad. Erst in der Nacht zum Freitag sollten dort Gewitter aufziehen.

Zum Wochenende soll sich das Wetter vielerorts wieder beruhigen. Die große Hitze ist vorerst vorbei - sommerlich warm bleibt es trotzdem. Regnerisch soll es nur im Südosten Bayerns und in Schleswig-Holstein bleiben. Der Rest des Landes steht unter dem Einfluss von Hoch "Kevin", das wieder trockene Luft mitbringt.

abl/dpa

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