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Reise

"Gelbwesten"-Demo am Samstag

Was Paris-Reisende wissen müssen

Am Samstag gehen die "Gelbwesten" wieder auf Frankreichs Straßen. Vor allem Paris befürchtet neue Ausschreitungen. Sehenswürdigkeiten wie Louvre, Eiffelturm oder Musée d'Orsay sowie viele Metrostationen schließen. Eine Übersicht.

DPA
Freitag, 07.12.2018   13:03 Uhr

Die "Gelbwesten"-Proteste haben auch Auswirkungen auf den Tourismus, der ein wichtiges wirtschaftliches Standbein Frankreichs ist: Aus Sicherheitsgründen bleiben am Samstag wichtige Sehenswürdigkeiten und Straßen in Paris geschlossen, da bei angekündigten Demonstrationen erneut Ausschreitungen befürchtet werden. Wer die Stadt besucht, sollte sich ein Alternativprogramm zu den klassischen Routen überlegen.

Darauf sollten Reisende in Paris achten:

Auch Fußballspiele sind abgesagt

Die "Gelben Westen" demonstrieren seit Mitte November gegen geplante Steuererhöhungen auf Benzin und Diesel - mittlerweile ist der Protest aber viel allgemeinerer Natur und richtet sich gegen die Regierung und Präsident Emmanuel Macron.

Am vergangenen Wochenende war es bei Demonstrationen zu schweren Ausschreitungen gekommen. "Gelbe Westen" lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. Mehr als 400 Menschen wurden festgenommen. Mehr als 200 Pariser Geschäfte wurden zum Teil schwer beschädigt oder geplündert. Die Stadtverwaltung schätzt alleine die bisherigen Schäden an der Infrastruktur auf drei bis vier Millionen Euro.

Am kommenden Samstag sollen nach Angaben von Premierminister Édouard Philippe allein in der Hauptstadt 8000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein, insgesamt im Land rund 89.000. Innenminister Christophe Castaner sagte bei einer Pressekonferenz, es gebe "ultragewalttätige" Personen, die an den Protesten teilnehmen wollten. Er ruft dazu auf, am Samstag nicht in Paris zu demonstrieren. Es sei nicht verboten, zu demonstrieren - allerdings würden so Demonstranten nicht die Falle von Schlägern geraten.

Mit Blick auf mögliche neue Ausschreitungen wurden auch mehrere Fußballspiele abgesagt oder verschoben. Dazu zählen die für Freitag geplante Partie zwischen AS Monaco und OGC Nizza, auch das für Samstag geplante Topspiel zwischen Paris Saint-Germain (PSG) und dem HSC Montpellier sowie die Partie zwischen Toulouse und Lyon. Laut AFP sollen die für die Spiele vorgesehenen Polizisten stattdessen bei den Demonstrationen der "Gelbwesten" eingesetzt werden.

abl/dpa/AFP

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